Pflaumen-Zimt-Creme mit 250 g Quark: Omas Herbst-Nachtisch in 5 Minuten!
Wenn im Garten die letzten Zwetschgen vom Baum fallen und es schon um sechs dunkel wird, steht bei mir fast jeden zweiten Abend dieselbe Schüssel auf dem Küchentisch. Die Enkel kommen hungrig herein, der Mantel liegt noch über dem Stuhl, und ich habe keine Lust, mich für einen Nachtisch noch einmal an den Herd zu stellen. Dann hole ich den Quark aus dem Kühlschrank, das Pflaumenmus aus dem Keller und die Zimtdose aus dem Schrank – mehr braucht es nicht.
Das Schöne an dieser Creme ist, dass wirklich nichts gekocht, eingeweicht oder kaltgestellt werden muss. Fünf Minuten am Tisch, und die Gläser sind fertig. Das Pflaumenmus bringt die dunkle, fast karamellige Fruchtnote mit, der Quark hält die Sache frisch und leicht säuerlich, die geschlagene Sahne macht sie luftig. Der Zimt verbindet alles miteinander, und die Walnüsse sorgen für den Biss, der einer reinen Cremespeise sonst fehlt.
Zutaten
- 250 g Speisequark (20 % Fett, kalt aus dem Kühlschrank)
- 200 g Pflaumenmus
- 150 g kalte Schlagsahne
- 1 gestrichener TL Zimt
- 1 EL Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
- 1 TL Zitronensaft
- 2 EL grob gehackte Walnusskerne
Zubereitung
Schritt 1: Sahne steif schlagen
Gib die kalte Schlagsahne in eine schmale, hohe Schüssel und schlage sie mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif. Das dauert knapp eine Minute. Die Sahne ist fertig, wenn die Rillen der Quirle stehen bleiben und sich am Rand kleine Spitzen ziehen lassen. Schlage nicht länger als nötig, sonst wird die Sahne flockig und die Creme später körnig statt samtig.
Schritt 2: Quark glatt rühren
Rühre den Quark in einer zweiten Schüssel mit Puderzucker, Vanillezucker und einem halben Teelöffel Zimt mit dem Schneebesen glatt. Arbeite zügig und mit Druck, bis keine Körnchen mehr zu sehen sind und die Masse leicht glänzt. Ist dein Quark sehr fest, hilft ein Esslöffel Milch: Die Creme soll schwer vom Löffel fallen, aber nicht vom Löffel laufen.
Schritt 3: Pflaumenmus abschmecken
Verrühre das Pflaumenmus in einer kleinen Schale mit dem Zitronensaft und dem restlichen halben Teelöffel Zimt. Der Zitronensaft nimmt dem Mus die flache, einschläfernde Süße, und die Pflaume tritt deutlicher hervor. Ist dein Mus sehr fest und schnittig, rühre es mit dem Löffel kurz cremig, damit es sich später in klaren Schlieren durch die helle Quarkcreme ziehen lässt.
Schritt 4: Sahne unterheben
Hebe die geschlagene Sahne in zwei Portionen mit einem Teigschaber unter die Quarkcreme. Ziehe dabei vom Schüsselrand her nach unten und durch die Mitte nach oben und drehe die Schüssel Stück für Stück weiter, statt kräftig zu rühren. So bleibt die Luft in der Masse. Die Creme ist fertig, sobald keine weißen Sahnestreifen mehr zu sehen sind.
Schritt 5: Schichten und marmorieren
Fülle abwechselnd Quarkcreme und Pflaumenmus in vier Gläser: zwei Löffel Creme, ein Löffel Mus, dann noch einmal dasselbe. Ziehe mit dem Rücken eines Teelöffels einmal von oben nach unten durch das Glas – wirklich nur einmal, sonst verschwindet das Muster in einem gleichmäßigen Braun. Streue die gehackten Walnüsse darüber und bring die Gläser sofort an den Tisch.
Omas Tipps
- Das Pflaumenmus nur marmorieren, nicht unterrühren. Wer das Mus komplett einrührt, bekommt eine graubraune, gleichmäßig süße Masse. Bleiben die Schlieren dagegen erhalten, trifft dein Löffel abwechselnd helle Quarkcreme und kräftiges Mus – dadurch schmeckt jeder Bissen etwas anders und die Creme wirkt viel fruchtiger.
- Alles muss kalt aus dem Kühlschrank kommen. Diese Creme hat keine Kühlzeit, die Kälte muss also aus den Zutaten selbst kommen. Nimm Quark und Sahne erst heraus, wenn die Gläser bereitstehen. Warme Sahne lässt sich ohnehin schlecht aufschlagen und fällt in der Quarkmasse schnell wieder zusammen.
- Zimt in zwei Portionen einsetzen. Ein halber Teelöffel wandert in den Quark, der andere ins Pflaumenmus. So schmeckst du den Zimt in beiden Schichten, statt ihn als einzelne scharfe Stelle zu erwischen. Alles auf einmal in eine der beiden Massen gerührt wirkt schnell staubig und legt sich auf die Zunge.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich die Pflaumen-Zimt-Creme zwei Tage. Decke die Gläser mit einem Deckel oder mit Frischhaltefolie ab, die du direkt auf die Oberfläche legst – so bildet sich keine trockene Haut und die Creme zieht keine Kühlschrankgerüche. Die Walnüsse streust du besser erst kurz vor dem Servieren darüber, sonst weichen sie auf und verlieren ihren Biss. Nach einer Nacht setzt sich manchmal etwas Molke ab; rühre sie einfach mit einem Löffel wieder unter.
Einfrieren solltest du diese Creme nicht. Quark und geschlagene Sahne trennen sich beim Auftauen, das Wasser läuft aus und zurück bleibt eine körnige, wässrige Masse, die sich auch durch Rühren nicht mehr retten lässt. Wenn du vorarbeiten möchtest, rühre lieber nur die Quarkmasse ohne Sahne an und stelle sie abgedeckt kalt; Sahne aufschlagen und unterheben dauert dann am Serviertag noch zwei Minuten.
Häufige Fragen
- Kann ich frische Pflaumen statt Pflaumenmus nehmen?
- Frische Pflaumen müsstest du entsteinen und weich dünsten, und damit sind die fünf Minuten dahin. Wenn du sie trotzdem verwenden willst, nimm sehr reife, weiche Früchte, entsteine 300 g und püriere sie roh mit einem Esslöffel Zucker – das Ergebnis ist heller, frischer und deutlich saurer als mit Mus.
- Magerquark oder Sahnequark – was passt besser?
- Ich nehme Speisequark mit 20 % Fett, weil er cremig genug ist und trotzdem die feine Säure behält, die das süße Pflaumenmus braucht. Magerquark funktioniert auch, schmeckt aber strenger und ist fester – rühre dann einen Esslöffel Milch mehr ein. Sahnequark macht die Creme schwer und lässt die Pflaume in den Hintergrund treten.
- Kann ich die Gläser schon am Vormittag vorbereiten?
- Ja, bis zu etwa sechs Stunden vorher. Beachte nur, dass die Marmorierung mit der Zeit weicher wird und die Schlieren ineinanderlaufen, weil das Mus Feuchtigkeit an den Quark abgibt. Der Geschmack leidet nicht darunter, im Gegenteil: Der Zimt zieht schön durch. Nur die Walnüsse kommen wirklich erst zum Schluss obendrauf.

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