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Aufstriche & Dips

Paprika-Aufstrich mit Feta: 400 g, süß-scharf, hält fünf Tage!

Paprika-Aufstrich mit Feta: 400 g, süß-scharf, hält fünf Tage!
Portionen 400 g, etwa 6 Portionen
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 25 Minuten
Gesamt 45 Minuten

Rote Paprika aus dem Ofen schmecken vollkommen anders als rohe: Die Schoten werden weich, der Zucker im Fruchtfleisch karamellisiert leicht und die Haut löst sich in Fetzen ab. Genau darauf baut dieser Aufstrich auf. Dazu kommt Feta, der die Süße mit Salz auffängt, und ein wenig Chili, damit es im Nachgang kitzelt. Aus vier Schoten und einem Stück Käse werden so 400 g Aufstrich, die im Glas auf dem Tisch stehen können.

Einfach ist das Rezept, weil der Ofen die ganze Arbeit macht. Du legst die Paprika aufs Blech, kümmerst dich 25 Minuten um etwas anderes und zerdrückst danach alles mit der Gabel. Ein Mixer ist erlaubt, aber nicht nötig – die grobe, leicht faserige Struktur ist gerade das, was den Aufstrich von gekaufter Creme unterscheidet. Auf kräftigem Bauernbrot oder warmem Fladenbrot kommt er am besten zur Geltung.

Zutaten

  • 4 rote Paprikaschoten (etwa 600 g)
  • 200 g Feta
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL Rotweinessig
  • ½ TL edelsüßes Paprikapulver
  • ½ TL Chiliflocken
  • 1 TL Honig
  • ¼ TL Salz
  • ¼ TL schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Schritt 1: Paprika rösten

Heize den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vor. Halbiere die vier Paprikaschoten, entferne Kerne und weiße Trennwände und lege die Hälften mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Schiebe sie auf die mittlere Schiene und röste sie 25 Minuten, bis die Haut dunkle Blasen wirft und an den Rändern schwarz wird. Diese dunklen Stellen sind gewollt, sie bringen das Rauchige.

Schritt 2: Ausdämpfen und häuten

Nimm das Blech heraus und lege ein zweites Backpapier oder eine Schüssel über die Paprika. Unter dem Deckel schwitzen sie 10 Minuten aus, dabei löst sich die Haut von selbst vom Fruchtfleisch. Danach ziehst du sie mit den Fingern in großen Fetzen ab. Sammle den Saft, der sich auf dem Blech gesammelt hat, und gib einen Esslöffel davon später mit in die Schüssel.

Schritt 3: Grob zerdrücken

Schneide das gehäutete Fruchtfleisch grob in Streifen und gib es in eine Schüssel. Zerdrücke es mit der Gabel, bis eine grobe, noch stückige Masse entsteht – keine glatte Creme. Rühre Knoblauch, Tomatenmark, Paprikapulver und Rotweinessig unter; das Tomatenmark verstärkt die Farbe und macht den Aufstrich satter im Ton.

Schritt 4: Feta einarbeiten

Zerbrösle 150 g des Fetas mit den Fingern in die Schüssel und rühre kräftig, bis er sich mit dem Paprikamus verbindet. Gieße das Olivenöl in einem dünnen Strahl dazu, dann wird die Masse geschmeidig und glänzt. Die restlichen 50 g Feta hebst du für den Schluss auf, sie kommen als Brocken obenauf.

Schritt 5: Süß-scharf abschmecken

Rühre Honig und Chiliflocken ein und würze mit Salz und Pfeffer. Probiere erst jetzt: Feta bringt viel Salz mit, oft reicht die angegebene Menge völlig. Fülle den Aufstrich in ein sauberes Glas oder eine kleine Schale, streue die restlichen Fetabrocken darüber und gib noch ein paar Chiliflocken und einen Faden Olivenöl dazu.

Omas Tipps

  • Nicht zu früh häuten. Wer die heißen Paprika sofort schält, verbrennt sich die Finger und bekommt die Haut nur in Fitzelchen ab. Die 10 Minuten unter der Abdeckung lösen sie fast von selbst – das ist der einzige Moment, in dem du bei diesem Rezept warten musst.
  • Honig und Chili gehören zusammen. Der Teelöffel Honig macht den Aufstrich nicht süß, sondern rundet die Schärfe der Chiliflocken ab, sodass sie erst im Nachgang kommt. Lässt du den Honig weg, wirkt die Schärfe vorne im Mund und deutlich kantiger.
  • Für Fladenbrot etwas dünner rühren. Soll der Aufstrich als Dip zu warmem Fladenbrot auf den Tisch, rühre einen weiteren Esslöffel Olivenöl oder den aufgefangenen Paprikasaft unter. Zum Streichen aufs Brot lässt du ihn dagegen so fest, wie er aus der Schüssel kommt.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Im sauberen Schraubglas hält sich der Paprika-Aufstrich 5 Tage im Kühlschrank. Drücke die Masse mit dem Löffel glatt und gieße einen dünnen Film Olivenöl darüber, bevor du das Glas verschließt – die Ölschicht schützt die Oberfläche vor Luft und hält die Farbe kräftig rot. Nimm immer mit einem sauberen Löffel heraus, Brotkrümel im Glas verkürzen die Haltbarkeit deutlich. Aus dem Kühlschrank ist er recht fest; lass ihn 15 Minuten stehen, dann wird er wieder streichfähig.

Einfrieren kannst du ihn, allerdings nur ohne den Feta. Friere das geröstete Paprikamus portionsweise ein und rühre den Käse erst nach dem Auftauen frisch unter. Der Feta würde sonst beim Auftauen Wasser ziehen und krümelig werden, und der Aufstrich verlöre seine cremige Bindung.

Häufige Fragen

Kann ich Paprika aus dem Glas nehmen?
Ja, dann brauchst du etwa 400 g abgetropfte, gegrillte Paprika und sparst die 25 Minuten im Ofen. Tupfe sie vorher gut trocken, sonst wird der Aufstrich wässrig und hält keine fünf Tage. Da eingelegte Paprika oft süßsauer sind, lässt du den Essig und den Honig zunächst weg und schmeckst zum Schluss ab.
Wie scharf wird der Aufstrich mit ½ TL Chiliflocken?
Es bleibt eine milde bis mittlere Schärfe, die erst nach dem Schlucken kommt und vom Feta gebremst wird. Wer es deutlicher mag, nimmt einen ganzen Teelöffel oder rührt eine fein gehackte frische Chili unter. Für Kinder am Tisch lässt du die Flocken weg und stellst sie separat dazu.
Womit serviere ich ihn außer mit Brot?
Er passt sehr gut zu Gurken- und Möhrenstiften, zu gekochten Kartoffeln aus der Schale und als Klecks auf gebratenem Hähnchen. Auch als Schicht in einem Sandwich mit Salatgurke macht er sich gut, weil er nicht durchweicht. Zum Nudelsalat gerührt wird er zu einer schnellen Sauce.
Paprika-Aufstrich mit Feta: 400 g, süß-scharf, hält fünf Tage!
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