Ischler Törtchen entdecken
Ischler Törtchen gibt es bei mir zwischen den Jahren, wenn noch Besuch kommt und die Plätzchendosen leer sind. Der Mürbeteig mit vier Esslöffeln Kakao wird dunkel und bleibt trotzdem zart, weil 200 g Butter darin stecken. Zwei Taler werden mit aufgeschlagener Schokoladensahne zusammengeklebt, einer davon vorher in Schokolade getaucht. Traditionell nimmt man Marillenmarmelade, ich bleibe bei der Creme.
Zutaten
Für den Teig:
- 200 g Butter
- 300 g Mehl
- 100 g Puderzucker
- 2 St. Eigelbe
- 4 EL Kakaopulver
Für die Füllung:
- 500 ml Schlagsahne
- 200 g Kochschokolade
- 1 EL Öl
Zubereitung

Schritt 1: Zubereitung des Teigs
Rühr die Butter mit dem Puderzucker schaumig. Gib die Eigelbe dazu und rühr kurz weiter. Misch das Mehl mit dem Kakaopulver und heb es nach und nach unter die Butter-Zucker-Masse, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Wickel ihn in Folie und stell ihn eine halbe Stunde kalt.
Schritt 2: Formen und Backen
Nach der Kühlzeit rollst du den Teig dünn aus und stichst Kreise von etwa 5 cm Durchmesser aus. Leg sie auf ein Blech mit Backpapier und back sie bei 180 °C ca. 15 Minuten. Lass die Taler danach auf einer ebenen Fläche auskühlen.
Schritt 3: Zubereitung der Füllung
Erhitz die Schlagsahne, bis sie fast kocht, und nimm den Topf vom Herd. Gib 150 g Schokolade hinein und rühr, bis sie geschmolzen ist. Lass die Masse abkühlen und schlag sie danach mit dem Handrührgerät auf. Füll die Creme in einen Spritzbeutel.
Schritt 4: Füllen und Dekorieren
Spritz etwas Creme auf einen Taler. Den zweiten tauchst du in die restliche Schokolade, die du mit einem Löffel Öl geschmolzen hast. Setz beide Taler zusammen und verzier die Oberseite mit der restlichen Sahnecreme. Lass die Törtchen ganz fest werden, bevor du sie auf den Tisch stellst.
Und dann setz dich mit einer Tasse Kaffee dazu. So haben wir das früher auch gemacht.
Mein Tipp
Die Masse aus 500 ml Sahne und 150 g Schokolade muss wirklich durchgekühlt sein, am besten zwei Stunden im Kühlschrank, bevor du sie aufschlägst – lauwarm bleibt sie flüssig und lässt sich nicht spritzen. Schlag sie dann höchstens eine Minute auf. Zu lange, und sie wird körnig und beginnt sich zu trennen.
Andere Ideen
- Klassisch bestreiche ich die Taler mit erwärmter Marillenmarmelade statt mit Creme und tauche das ganze Törtchen in Schokolade.
- Ein halber Teelöffel gemahlener Zimt im Teig macht die Taler weihnachtlicher.
- Wer es weniger süß mag, nimmt für den Überzug Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil und lässt den Esslöffel Öl weg.
Aufheben und Einfrieren
Wegen der Sahnecreme halten die gefüllten Törtchen in einer Dose im Kühlschrank drei bis vier Tage; zwischen die Lagen lege ich Backpapier. Nimm sie zwanzig Minuten vor dem Essen heraus, eiskalt schmeckt die Creme flach. Ungefüllte Taler bleiben in der Blechdose zwei Wochen mürbe.
Häufige Fragen
- Warum bricht mein Mürbeteig beim Ausrollen?
- Er kommt zu kalt aus dem Kühlschrank. Lass ihn fünf Minuten liegen und knete ihn kurz durch, bevor du rollst. Am besten rollst du ihn zwischen zwei Lagen Backpapier aus, dann brauchst du kaum Mehl und er reißt weniger.
- Woran erkenne ich, dass die Kakaotaler fertig sind?
- An der Farbe siehst du bei diesem Teig nichts. Nach etwa 15 Minuten bei 180 °C riecht es deutlich nach Schokolade und der Rand fühlt sich fest an, während die Mitte noch leicht nachgibt. Beim Auskühlen wird sie hart.
- Kann ich die Creme auch am Vortag aufschlagen?
- Die Sahne-Schokoladen-Masse darf über Nacht im Kühlschrank stehen, aufgeschlagen wird sie aber erst kurz vor dem Füllen. Fertig geschlagen wird sie im Spritzbeutel schnell fest und lässt sich dann nicht mehr sauber aufdressieren.
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