Ofenkartoffeln mit Champignon-Rahm-Füllung
An Abenden, an denen ich nicht lange am Herd stehen mag, wandern vier große Kartoffeln in den Ofen und machen ihre Arbeit allein. In der Stunde, die sie brauchen, ist die Champignon-Rahm-Füllung längst fertig; sie kocht mit Brühe, Sahne und Schmand in einer Pfanne zusammen. Das Ganze kommt ohne Fleisch aus, sättigt aber ordentlich und schmeckt auch meinem Mann, der sonst Braten erwartet.
Zutaten
- 4 große mehligkochende Kartoffeln, je etwa 250 g
- 2 EL Rapsöl
- 1 TL Salz
- 500 g braune Champignons
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Butter
- 1 EL Mehl
- 150 ml Gemüsebrühe
- 200 ml Sahne
- 100 g Schmand
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 3 EL frisch gehackte Petersilie
Zubereitung

Kartoffeln im Ofen garen
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kartoffeln gründlich waschen, trocken tupfen, rundherum mit einer Gabel einstechen, mit Öl einreiben und mit Salz bestreuen. Auf ein Backblech legen und je nach Größe 50–60 Minuten backen, bis sie sich leicht einstechen lassen.
Champignons vorbereiten
Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.
Rahm-Füllung kochen
Die Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig anschwitzen, dann die Champignons zugeben und bei mittlerer bis hoher Hitze 6–8 Minuten braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mehl darüberstreuen, kurz einrühren, mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen und 4–5 Minuten cremig einkochen lassen.
Füllung abschmecken
Den Schmand unter die Champignons rühren und die Rahm-Füllung mit Muskatnuss, Pfeffer und bei Bedarf etwas Salz abschmecken. Zum Schluss die Petersilie unterheben.
Ofenkartoffeln füllen
Die heißen Kartoffeln längs einschneiden, leicht aufdrücken und das Innere mit einer Gabel etwas lockern. Die Champignon-Rahm-Füllung großzügig darauf verteilen und sofort servieren.
Mein Tipp
Gib die Champignons erst in die heiße Pfanne, wenn Zwiebel und Knoblauch glasig sind, und rühr in den ersten zwei Minuten nicht. Sie ziehen Wasser, das muss vollständig verdampfen, sonst bleibt die Soße dünn. Salz kommt erst zum Schluss dazu: zu früh gesalzen laugen die Pilze aus und werden zäh statt gebräunt.
Andere Ideen
- Mit 100 g gewürfeltem Speck, den ich vor der Zwiebel auslasse, wird daraus ein Essen für hungrige Heimkehrer.
- Statt Schmand nehme ich Kräuterfrischkäse, dann kann ich die Petersilie halbieren.
- Wer keine Champignons bekommt, nimmt 400 g Austernpilze in Streifen; die brauchen zwei Minuten länger in der Pfanne.
Aufheben und Einfrieren
Die Füllung hält im geschlossenen Glas drei Tage im Kühlschrank und lässt sich in der Pfanne bei kleiner Hitze mit zwei Löffeln Milch wieder cremig rühren. Gebackene Kartoffeln werden im Kühlschrank leider mehlig; ich backe lieber nur so viele, wie wir essen. Einfrieren würde ich beides nicht.
Häufige Fragen
- Muss ich die Kartoffeln in Alufolie wickeln?
- Nein, gerade nicht. Ohne Folie wird die Schale mit Öl und Salz knusprig, in Folie dämpfen die Kartoffeln und bleiben weich. Stich sie vorher mit der Gabel ein, damit der Dampf entweichen kann.
- Welche Kartoffeln eignen sich?
- Mehligkochende Sorten wie Adretta oder Melody. Ihr Inneres wird locker und lässt sich mit der Gabel aufschieben. Festkochende Kartoffeln bleiben kompakt, dann nimmt das Innere die Rahmsoße nicht an und sie läuft seitlich herunter.
- Kann ich die Soße ohne Sahne machen?
- Ja, nimm 350 ml Gemüsebrühe und binde mit dem Esslöffel Mehl wie beschrieben. Rühre den Schmand erst ein, wenn die Pfanne vom Herd ist, sonst flockt er. Die Soße wird dünner, schmeckt aber deutlicher nach Pilzen.
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