Low Carb Quarkbrötchen mit 250 g Magerquark: Sechs Stück, frisch aus dem Ofen!
Ein Brötchen zum Kaffee, warm aufgebrochen, mit etwas Butter darin verlaufend — darauf möchte ich nicht verzichten. Diese Quarkbrötchen sind meine Lösung dafür. Aus 250 g Magerquark, gemahlenen Mandeln und ein paar Eiern entstehen sechs Stück, die außen knusprig aufreißen und innen weich und saftig bleiben. Weizenmehl kommt keines hinein, und der Teig muss auch nicht gehen.
Das Praktische daran ist der Ablauf: alles wandert nacheinander in eine Schüssel, wird verrührt und bekommt zehn Minuten Ruhe, damit die Flohsamenschalen quellen können. Erst dann formst du die Brötchen, und zwar mit feuchten Händen, weil der Teig deutlich weicher ist als Hefeteig. Wer das einmal gemacht hat, braucht beim zweiten Mal keine Waage mehr für die Aufteilung — sechs gleich große Kugeln hat man schnell im Gefühl.
Zutaten
- 250 g Magerquark
- 200 g gemahlene Mandeln
- 3 Eier (Größe M)
- 2 EL Flohsamenschalen
- 1 TL Backpulver
- 1 TL Salz
- 2 EL Sesam
- 1 EL Butter für das Blech oder Backpapier
Zubereitung
Schritt 1: Ofen und Blech vorbereiten
Heize den Backofen auf 180 °C Umluft vor und schiebe das Rost auf die mittlere Schiene. Lege ein Backblech mit Backpapier aus und streiche es dünn mit der Butter ein — der Teig klebt sonst an den Rissen fest, die beim Backen entstehen. Stelle dir außerdem eine kleine Schale mit Wasser bereit, in die du später die Hände tauchst.
Schritt 2: Teig anrühren
Gib die 250 g Magerquark in eine große Schüssel und schlage die drei Eier dazu. Verrühre beides mit dem Schneebesen, bis keine Quarkklümpchen mehr zu sehen sind. Mische in einer zweiten Schüssel die gemahlenen Mandeln, die Flohsamenschalen, das Backpulver und das Salz gründlich trocken durch, damit sich das Backpulver gleichmäßig verteilt.
Schritt 3: Zusammenführen und quellen lassen
Schütte die trockene Mischung in die Quarkmasse und rühre sie mit dem Löffel unter, bis ein zusammenhängender, klebriger Teig entsteht. Kratze dabei einmal den Schüsselrand ab. Lass die Masse nun 10 Minuten stehen: die Flohsamenschalen ziehen Flüssigkeit und der Teig wird von weich und glänzend zu fest und formbar. Rühre danach nicht mehr durch.
Schritt 4: Sechs Brötchen formen
Teile den Teig mit dem Löffel grob in sechs gleich große Portionen direkt in der Schüssel. Feuchte deine Hände im Wasser an und rolle jede Portion zu einer glatten Kugel, die du leicht flach auf das Blech drückst. Halte etwa vier Finger Abstand zwischen den Brötchen. Feuchte die Hände zwischendurch immer wieder an, dann klebt nichts.
Schritt 5: Backen
Bestreue die Kugeln mit dem Sesam und drücke ihn mit den feuchten Fingerspitzen leicht an. Schiebe das Blech in den Ofen und backe die Brötchen 30 Minuten bei 180 °C Umluft. Sie sind fertig, wenn die Oberfläche gleichmäßig goldbraun ist, an den Seiten Risse aufgesprungen sind und es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.
Schritt 6: Auskühlen lassen
Ziehe das Backpapier samt Brötchen vom Blech und lass sie auf einem Gitter mindestens 15 Minuten abkühlen. Das ist wichtiger als bei Hefebrötchen: die Krume ist direkt aus dem Ofen noch feucht und setzt sich erst beim Abkühlen. Wer zu früh aufschneidet, hat innen einen klebrigen Streifen am Messer.
Omas Tipps
- Quark nicht abtropfen lassen. Die 250 g Magerquark bringen genau die Flüssigkeit mit, die die Mandeln und Flohsamenschalen aufnehmen. Gießt du das Wasser ab, wird der Teig bröselig und die Brötchen zerfallen beim Aufschneiden.
- Die zehn Minuten Quellzeit einhalten. Formst du gleich nach dem Rühren, klebt der Teig an allem und die Brötchen laufen auf dem Blech breit. Nach dem Quellen lässt sich derselbe Teig mühelos zu Kugeln rollen.
- Nasse Hände statt Mehl. Zum Bestäuben gibt es hier kein Mehl, und gemahlene Mandeln funktionieren dafür nicht — sie saugen sich sofort voll. Wasser an den Handflächen ist der einzige Trick, den du brauchst.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Vollständig ausgekühlt hältst du die Brötchen in einer Papiertüte oder einer Dose mit locker aufgelegtem Deckel 3 Tage bei Zimmertemperatur. Ein luftdicht verschlossener Behälter ist hier falsch: die Mandelkrume gibt Feuchtigkeit ab und die Kruste weicht über Nacht durch. Im Kühlschrank werden sie fest, dort brauchst du sie nur bei sehr warmer Küche zu lagern.
Einfrieren klappt sehr gut. Lass die Brötchen auskühlen, friere sie einzeln in Gefrierbeuteln ein und verwende sie innerhalb von 2 Monaten. Zum Auftauen legst du sie gefroren für 10 Minuten bei 160 °C Umluft in den Ofen — dann reißt die Kruste wieder auf und sie schmecken fast wie frisch gebacken.
Häufige Fragen
- Kann ich die Flohsamenschalen weglassen?
- Nein, sie sind hier das Bindemittel anstelle von Klebereiweiß aus Weizenmehl. Ohne sie bleibt der Teig flüssig und läuft auf dem Blech zu flachen Fladen aus. Gemahlene Flohsamenschalen funktionieren auch, davon nimmst du nur 1,5 EL.
- Werden die Brötchen mit Speisequark statt Magerquark auch etwas?
- Ja, Quark mit 20 % Fett geht ebenfalls, die Brötchen werden dann etwas saftiger und brauchen rund fünf Minuten länger im Ofen. Die Menge bleibt bei 250 g, sonst stimmt das Verhältnis zu den Mandeln nicht.
- Warum sind meine Brötchen innen noch feucht?
- Meist wurden sie zu früh aufgeschnitten. Die Krume setzt sich erst beim Abkühlen auf dem Gitter, dafür brauchst du mindestens 15 Minuten. Bleibt es danach klebrig, waren die Kugeln zu groß geformt — halte dich an sechs Stück.

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