Low Carb Gemüsepfanne mit 250 g Halloumi: Salzig, knusprig, ohne Beilage nötig!
Manchmal will man nicht drei Töpfe spülen und trotzdem satt werden. Diese Gemüsepfanne ist mein Rezept für genau diese Abende: Zucchini, Paprika und Cherrytomaten kommen nacheinander in eine große Pfanne, und dazu kommt Halloumi, der salzige Käse, der beim Braten nicht zerläuft, sondern außen eine goldbraune, leicht knusprige Kruste bekommt. Drinnen bleibt er quietschig fest — das ist typisch für ihn und genau das, was ihn hier so besonders macht.
Weil der Halloumi kräftig salzig ist, braucht das Gemüse fast keine weitere Würze, und weil er so sättigend ist, brauchst du keine Beilage. Kein Brot, keine Nudeln, keine Kartoffeln. Du bekommst Halloumi mittlerweile in fast jedem Supermarkt an der Käsetheke oder im Kühlregal beim Feta, meist in Päckchen zu 200 oder 250 Gramm. Wir nehmen hier genau 250 g, das reicht für zwei kräftige Portionen.
Zutaten
- 250 g Halloumi
- 2 mittelgroße Zucchini (etwa 450 g)
- 1 rote Paprika
- 1 gelbe Paprika
- 200 g Cherrytomaten
- 1 Zwiebel, in Spalten
- 2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben
- 3 EL Olivenöl
- 1 TL getrockneter Oregano
- 0,5 TL edelsüßes Paprikapulver
- 0,5 TL schwarzer Pfeffer
- 1 Prise Salz (sparsam, der Halloumi salzt mit)
- 1 EL Zitronensaft
- Einige Blätter frisches Basilikum
Zubereitung
Schritt 1: Gemüse und Käse vorbereiten
Wasche die Zucchini, schneide die Enden ab und halbiere sie längs, dann in etwa einen Zentimeter dicke Halbmonde. Entkerne die beiden Paprika und schneide sie in breite Streifen. Halbiere die Cherrytomaten. Tupfe die 250 g Halloumi mit Küchenpapier gründlich trocken — er liegt in Salzlake — und schneide ihn in etwa anderthalb Zentimeter große Würfel.
Schritt 2: Halloumi knusprig braten
Erhitze 1 EL Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze. Lege die Halloumiwürfel mit Abstand hinein und lass sie 2 bis 3 Minuten unbewegt liegen, bis die Unterseite goldbraun ist. Wende sie dann und bräune sie auf einer zweiten Seite. Nimm die Würfel heraus und stelle sie beiseite — sie kommen erst ganz zum Schluss zurück.
Schritt 3: Zwiebel und Paprika anbraten
Gib das restliche Olivenöl in die Pfanne und brate die Zwiebelspalten 2 Minuten an, bis die Kanten Farbe nehmen. Füge die Paprikastreifen dazu und brate sie unter gelegentlichem Wenden 5 Minuten weiter. Sie sollen weich werden, aber noch etwas Biss behalten und an den Rändern kleine dunkle Stellen bekommen — dort sitzt das Röstaroma.
Schritt 4: Zucchini dazu
Lege die Zucchinihalbmonde dazu, streue Oregano, Paprikapulver und Pfeffer darüber und brate alles 6 Minuten. Rühre nur sparsam um, damit die Zucchini Zeit hat, Farbe anzusetzen, statt im eigenen Saft zu schmoren. Gib erst jetzt die Knoblauchscheiben dazu, sie brauchen kaum eine Minute und würden früher verbrennen und bitter werden.
Schritt 5: Tomaten und abschmecken
Streue die halbierten Cherrytomaten mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne und lass sie 3 Minuten mitbraten, bis sie an den Rändern zusammenfallen und etwas Saft abgeben. Beträufle alles mit dem Esslöffel Zitronensaft und schmecke vorsichtig mit einer Prise Salz ab — erst probieren, der Halloumi bringt noch reichlich Salz mit.
Schritt 6: Halloumi zurück in die Pfanne
Hebe die gebratenen Halloumiwürfel unter das Gemüse und wende sie nur noch etwa 45 Sekunden mit, damit sie warm werden, aber ihre Kruste behalten. Zieh die Pfanne sofort vom Herd. Reiße die Basilikumblätter grob darüber und serviere direkt aus der Pfanne. Eine Beilage ist nicht nötig, der Käse macht das Gericht sättigend genug.
Omas Tipps
- Halloumi muss trocken in die Pfanne. Der Käse wird in Salzlake verkauft, und diese Feuchtigkeit verhindert jede Kruste — er dampft dann nur vor sich hin. Tupfe die Würfel von allen Seiten mit Küchenpapier ab und lass sie fünf Minuten auf dem Brett liegen, bevor du sie brätst.
- Beim Salzen zuerst probieren. Halloumi bringt so viel Salz mit, dass eine normal gewürzte Gemüsepfanne hier ungenießbar salzig würde. Würze das Gemüse nur mit Oregano, Paprikapulver und Pfeffer, und entscheide erst nach dem ersten Löffel, ob überhaupt noch eine Prise Salz dazu muss.
- Käse und Gemüse getrennt braten. Wenn der Halloumi von Anfang an mitschmort, zieht er Gemüsesaft und wird weich und gummiartig. Die 45 Sekunden am Ende reichen völlig, um ihn wieder heiß zu bekommen — länger nicht, sonst ist die knusprige Außenseite verloren.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Reste hältst du im Kühlschrank 2 Tage in einer gut verschlossenen Dose. Fülle die Pfanne erst ein, wenn alles abgekühlt ist, sonst schwitzt das Gemüse im Deckel und wird wässrig. Zum Aufwärmen nimmst du die Pfanne und eine mittlere Hitze, keine Mikrowelle: Der Halloumi wird in der Mikrowelle zäh, während er in der Pfanne wieder etwas Biss bekommt.
Einfrieren solltest du dieses Gericht nicht. Zucchini und Cherrytomaten bestehen zum größten Teil aus Wasser und fallen beim Auftauen zu Matsch zusammen, und der Halloumi verliert seine feste, quietschige Struktur und wird krümelig. Wenn du vorarbeiten willst, schneide Paprika und Zucchini am Vortag und bewahre sie roh in einer Dose im Kühlschrank auf.
Häufige Fragen
- Kann ich Feta statt der 250 g Halloumi nehmen?
- Braten lässt sich Feta nicht, er zerfällt in der heißen Pfanne und wird cremig statt knusprig. Wenn du nur Feta da hast, lass ihn roh und zerbrösle ihn erst ganz zum Schluss über die fertige Gemüsepfanne. Die salzig-knusprige Kruste bekommst du damit allerdings nicht.
- Warum wird mein Halloumi zäh statt knusprig?
- Entweder war die Pfanne zu kalt, oder du hast die Würfel zu früh bewegt. Der Käse braucht Kontakt mit heißem Fett und volle 2 bis 3 Minuten Ruhe, bevor du wendest. Zu lange Bratzeit ist der zweite Grund: Nach etwa 6 Minuten insgesamt zieht sich der Halloumi zusammen und wird gummiartig.
- Kann ich anderes Gemüse verwenden?
- Ja, solange es wenig Stärke enthält. Auberginenwürfel, Champignons oder grüne Bohnen passen gut zum salzigen Halloumi. Gib Auberginen und Champignons zeitgleich mit der Paprika in die Pfanne, weil sie länger brauchen, und rechne bei Auberginen mit einem zusätzlichen Esslöffel Olivenöl.

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