Französische Apfeltarte
Diese Tarte backe ich im Herbst, wenn die Kisten voll Äpfel stehen – zwei Kilo gehen hier hinein. Der Teig ist ein einfacher Butterteig aus 125 g Mehl und 85 g kalter Butter, ausgerollt auf 35 Zentimeter und über die Äpfel geklappt. Aus Schalen und Kerngehäusen koche ich einen Sirup, der zum Schluss darüberkommt. Warm mit Schlagsahne mag ich sie am liebsten.
Zutatenliste für die Französische Apfeltarte
- 125 g Mehl
- 1/2 TL Zucker
- 1 Prise Salz
- 85 g kalte ungesalzene Butter
- 3-6 EL Eiswasser
- 2 kg Äpfel (Golden Delicious oder Pinova)
- 2-3 EL zerlassene Butter
- 100 g Zucker
Zubereitung der Französischen Apfeltarte

1. Vorbereitung des Tarte-Teigs
Heiz den Backofen auf 200 Grad Celsius Ober-/Unterhitze vor. Für den Teig kommen Mehl, Zucker und Salz in die Küchenmaschine. Schneide die kalte Butter in kleine Würfel, gib sie dazu und lass die Maschine nur so lange laufen, bis die Butter in bohnengroßen Stücken darin liegt. Dann gibst du löffelweise Eiswasser dazu, bis der Teig krümelig wird und zusammenhält. Form daraus eine flache Scheibe, wickle sie in Frischhaltefolie und leg sie 30 Minuten in den Kühlschrank.
2. Vorbereitung der Füllung
Während der Teig ruht, schälst du die Äpfel, entkernst sie und schneidest sie in dünne Scheiben. Schalen und Kerngehäuse legst du zur Seite, die brauchst du später noch.
3. Teig ausrollen und füllen
Roll den kalten Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Kreis von 35 cm aus und heb ihn auf ein Blech mit Backpapier. Leg die Apfelscheiben wie Dachziegel darauf und lass ringsum 5 cm Rand frei. Den überstehenden Teig klappst du über die Äpfel.
4. Fertigstellung und Backen
Bestreich die Apfelscheiben und den Rand mit der zerlassenen Butter und streu den Zucker darüber. Dann backt die Tarte auf der mittleren Schiene etwa 45 Minuten, bis die Äpfel weich sind und der Teigrand goldbraun ist.
5. Zubereitung des Apfelsirups
Während die Tarte backt, gib den Zucker zu den beiseite gelegten Apfelschalen und Kerngehäusen in einen Topf, bedeck alles mit Wasser und lass es 30 Minuten leise köcheln. Dann abseihen und die Flüssigkeit einkochen, bis sie dicklich wie Sirup ist.
6. Servieren
Nimm die Tarte aus dem Ofen und lass sie 15 Minuten abkühlen. Dann bestreichst du sie mit dem Apfelsirup und bringst sie warm oder bei Zimmertemperatur auf den Tisch – am liebsten mit Schlagsahne oder Vanilleeis.
Die Tarte sieht nach viel Arbeit aus und ist doch schnell gemacht. Lass sie dir schmecken.
Mein Tipp
Die Butter muss kalt bleiben, sonst wird der Boden hart statt blättrig. Ich hole sie erst aus dem Kühlschrank, wenn Mehl, Zucker und Salz schon in der Maschine sind, und stoppe, sobald bohnengroße Stücke zu sehen sind. Das Eiswasser nur löffelweise dazugeben: Der Teig soll krümelig zusammenhalten, nicht glatt werden.
Andere Ideen
- Ein Teelöffel Zimt im Zucker über den Äpfeln macht die Tarte winterlich.
- Statt Golden Delicious nehme ich Boskoop und streue dann einen Esslöffel Zucker mehr über die Scheiben.
- Wer keinen Sirup kochen will, bestreicht die warme Tarte dünn mit erwärmter Aprikosenmarmelade.
Aufheben und Einfrieren
Am ersten Tag schmeckt die Tarte am besten. Reste lege ich offen auf ein Gitter und decke sie nur locker ab, damit der Boden nicht weich wird; so hält sie zwei Tage. Vor dem Essen zehn Minuten bei 160 Grad aufbacken, dann ist der Rand wieder knusprig.
Häufige Fragen
- Brauche ich wirklich zwei Kilo Äpfel?
- Ja. Geschält und entkernt bleibt gut die Hälfte übrig, und die Scheiben fallen beim Backen stark zusammen. Mit weniger Äpfeln bekommst du eine flache Tarte, bei der der Teigrand alles dominiert.
- Geht der Teig auch ohne Küchenmaschine?
- Von Hand gelingt er gut: Butterwürfel mit den Fingerspitzen ins Mehl reiben, bis grobe Krümel entstehen. Arbeite zügig und fasse den Teig so wenig wie möglich an, damit die Butter nicht schmilzt.
- Warum läuft Saft am Rand aus?
- Der Rand war zu knapp umgeklappt. Lass fünf Zentimeter Teig frei und drücke die Falten fest an. Das Backpapier auf dem Blech fängt außerdem auf, was doch entweicht, ohne dass es anbrennt.
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