Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Airfryer & Heißluftfritteuse

Kürbisspalten aus dem Airfryer: Mit Honig und Thymian, in 18 Minuten!

Kürbisspalten aus dem Airfryer: Mit Honig und Thymian, in 18 Minuten!
Portionen 3
Vorbereitung 6 Minuten
Garzeit 12 Minuten
Gesamt 18 Minuten

Wenn im Herbst der erste Hokkaido auf dem Küchentisch liegt, weiß ich meistens schon, was daraus wird. Früher habe ich Kürbis immer im Backofen geröstet, eine gute Dreiviertelstunde lang, und die ganze Wohnung wurde warm. Das ist schön im November – aber an einem Dienstagabend, wenn es schnell gehen muss, ist es einfach zu lang. Seit die Heißluftfritteuse in der Ecke steht, wandern die Spalten dort hinein und sind in gut einer Viertelstunde fertig.

Das Schöne am Hokkaido ist, dass du ihn nicht schälen musst. Die Schale wird beim Garen weich und lässt sich mitessen, das spart die halbe Arbeit. Honig und Thymian kommen erst ganz am Schluss dazu, wenn die Spalten schon dunkle Ränder haben. So karamellisiert der Honig an der Restwärme, statt in der heißen Luft zu verbrennen, und der Thymian behält seinen Duft, statt zu Staub zu zerfallen.

Zutaten

  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis (etwa 800 g)
  • 2 EL Rapsöl
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 2 TL frische Thymianblättchen (oder 1 TL getrockneter Thymian)
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 EL Kürbiskerne
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Schritt 1: Kürbis vorbereiten

Wasche den Hokkaido gründlich unter warmem Wasser und reibe die Schale mit einem Tuch ab – sie bleibt dran und muss deshalb sauber sein. Halbiere ihn mit einem großen, schweren Messer und kratze die Kerne mit einem Esslöffel heraus. Geht das Messer schwer hinein, setze es am Stielansatz an und drücke mit dem Handballen, nicht mit Gewalt von oben.

Schritt 2: Spalten schneiden

Lege die Hälften mit der Schnittfläche nach unten und schneide sie in Spalten von etwa zwei Zentimetern Breite. Achte darauf, dass die Spalten ähnlich dick sind, sonst zerfallen die schmalen, während die dicken noch roh sind. Aus einem kleinen Hokkaido werden so ungefähr sechzehn Spalten.

Schritt 3: Würzen und einlegen

Wende die Spalten in einer Schüssel mit dem Rapsöl, dem geräucherten Paprikapulver, Salz und Pfeffer. Heize die Heißluftfritteuse auf 190 Grad vor und lege die Spalten dann mit einer Schnittfläche nach unten in den Korb – so bekommen sie eine flache Auflage und dort die schönste Bräunung. Sie dürfen sich berühren, aber nicht übereinanderliegen.

Schritt 4: Garen und wenden

Gare die Spalten acht Minuten bei 190 Grad, dann wende sie auf die zweite Schnittfläche und gib ihnen weitere vier Minuten. Insgesamt sind das zwölf Minuten. Der Kürbis ist fertig, wenn die Kanten dunkelbraun sind und ein Messer ohne Widerstand durch das Fruchtfleisch gleitet. Bei sehr dicken Spalten prüfe lieber an der breitesten Stelle.

Schritt 5: Honig und Thymian dazu

Nimm den Korb heraus und träufle den Honig direkt über die heißen Spalten, dann streue den Thymian darüber. Schwenke den Korb einmal kräftig, damit sich alles verteilt. Die Restwärme reicht, um den Honig zu karamellisieren – er wird in einer knappen Minute glänzend und leicht zäh, ohne bitter zu werden.

Schritt 6: Anrichten

Röste die Kürbiskerne kurz in einer trockenen Pfanne, bis sie duften und zu springen anfangen, und streue sie über die angerichteten Spalten. Serviere sie warm, am besten direkt aus dem Korb auf den Teller. Ein Klecks Quark oder ein Löffel Joghurt daneben passt gut dazu und macht aus der Beilage ein kleines Abendessen.

Omas Tipps

  • Honig niemals mitgaren. Kommt er von Anfang an in den Korb, verbrennt der Zucker bei 190 Grad und hinterlässt einen bitteren Belag auf dem Kürbis und im Korb. Erst nach dem Garen darüber, dann bleibt er hell und süß.
  • Die Schnittfläche nach unten. Kürbisspalten sind rund, und auf der Rundung liegt nur wenig Fläche auf. Legst du sie auf eine der beiden geraden Schnittflächen, bekommst du eine breite, gleichmäßig gebräunte Seite statt nur ein paar dunkler Streifen.
  • Frischer Thymian zum Schluss, getrockneter vorher. Getrockneter Thymian verträgt die Hitze und darf mit dem Öl in Schritt 3 dazu. Frische Blättchen würden dabei schwarz und bitter – die streust du erst über die heißen Spalten.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Im Kühlschrank halten sich die Spalten in einer verschlossenen Dose drei Tage. Lass sie vorher vollständig abkühlen, sonst schlägt sich Kondenswasser am Deckel nieder und tropft zurück auf den karamellisierten Honig, der dann klebrig und weich wird. Zum Aufwärmen gibst du sie fünf Minuten bei 180 Grad zurück in die Heißluftfritteuse, in der Mikrowelle werden sie leider matschig.

Einfrieren funktioniert bei Hokkaido überraschend gut, allerdings verliert er dabei den knackigen Rand. Ich friere übrige Spalten deshalb bewusst für Suppe ein: flach auf einem Blech anfrieren, dann in einen Beutel, bis zu drei Monate haltbar. Gefroren direkt in die heiße Brühe geben und pürieren – der geröstete Geschmack bleibt erhalten und macht die Suppe kräftiger als roher Kürbis.

Häufige Fragen

Kann ich auch Butternut statt Hokkaido nehmen?
Ja, aber Butternut musst du schälen, seine Schale bleibt zäh. Rechne außerdem mit zwei bis drei Minuten mehr Garzeit, weil das Fruchtfleisch dichter ist. Schneide die Spalten dafür etwas schmaler, dann bleibst du ungefähr bei derselben Zeit.
Warum werden meine Spalten weich, aber nicht braun?
Meistens liegt es daran, dass zu viele Spalten gleichzeitig im Korb liegen. Dann staut sich der Wasserdampf, und der Kürbis dämpft statt zu rösten. Gare lieber in zwei Durchgängen und halte etwas Abstand zwischen den Stücken.
Womit kann ich den Honig ersetzen?
Ahornsirup passt gut und bringt eine leicht rauchige Note, die mit dem geräucherten Paprikapulver zusammenspielt. Auch Apfeldicksaft funktioniert, er ist weniger süß und säuerlicher. Beide gibst du genau wie den Honig erst nach dem Garen über die heißen Spalten.
Kürbisspalten aus dem Airfryer: Mit Honig und Thymian, in 18 Minuten!
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