Donauwelle-Rezept wie vom Konditor
Die Donauwelle backe ich immer aufs ganze Blech, wenn viele Leute kommen – zum Geburtstag oder wenn die Enkel da sind. Der helle und der dunkle Teig laufen beim Backen ineinander, die Sauerkirschen sinken ein und machen die Wellen. Wichtig sind bei mir die zwei Gläser Kirschen: gut abgetropft, sonst wird der Teig nass. Der Kokosfettguss bricht beim Schneiden so schön – genau das mag ich daran.
Zutaten
- 500 ml Milch
- 350 g Butter
- 250 g Zucker
- 7 Ei(er)
- 450 g Mehl
- 1 Pck. Backpulver
- 3 EL Kakaopulver
- 3 EL Puderzucker
- 2 Gläser Sauerkirschen
- 1 Pck. Vanillepuddingpulver
- 1 Pck. Vanillinzucker
- 225 g Butter
- 5 EL Puderzucker
- 250 g Kokosfett, z. B. Palmin
- 5 EL Zucker
- 5 EL Kakaopulver
- 2 Ei(er)
- 2 EL Milch
Zubereitung

Teig vorbereiten
Fang mit dem Teig an: Rühr 350 g Butter mit 250 g Zucker schaumig. Dann gibst du die 7 Eier einzeln dazu. Mehl und Backpulver mischen, sieben und nach und nach unterrühren. Die Hälfte vom Teig streichst du auf ein gefettetes Backblech.
Unter die andere Hälfte rührst du 3 EL Kakao und 3 EL Puderzucker und gibst sie auf den hellen Teig. Verteil die abgetropften Sauerkirschen gleichmäßig darauf. Back alles bei 175 °C etwa 30 Minuten und lass es danach gut auskühlen.
Creme zubereiten
Für die Creme kochst du den Vanillepudding mit der Milch nach Packungsanleitung und rührst noch ein Päckchen Vanillinzucker hinein. Lass den Pudding abkühlen und rühr zwischendurch um, dann zieht er keine Haut. Danach schlägst du 225 g Butter mit 5 EL Puderzucker schaumig und rührst sie unter den Pudding. Verteil die Creme gleichmäßig auf dem ausgekühlten Teig.
Guss anfertigen
Lass das Kokosfett in einem Topf schmelzen und lauwarm abkühlen. Dann rührst du 5 EL Zucker, 5 EL Kakao, 2 Eier und 2 EL Milch mit dem Mixer hinein. Gieß den Guss auf die Creme, solange er noch flüssig ist, und lass die Donauwelle fest werden.
Ein Stück Donauwelle passt zu jeder Gelegenheit, und meistens fragt hinterher jemand nach dem Rezept.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Pudding und Butter müssen beide Zimmertemperatur haben, wenn du sie zusammenrührst – sonst gerinnt die Creme und wird flockig. Ich stelle den Pudding dafür eine Stunde vorher raus. Den Kokosfettguss gieße ich nur lauwarm auf, nie heiß, sonst schmilzt die Buttercreme darunter weg. Und die Stücke schneide ich vor, solange der Guss noch weich ist.
Varianten
- Im Sommer nehme ich frische entsteinte Sauerkirschen und streue einen Esslöffel Grieß auf den dunklen Teig, der zieht den Saft.
- Wer kein Kokosfett mag, überzieht die Creme mit 250 g temperierter Zartbitterkuvertüre – die splittert beim Schneiden allerdings stärker.
- Im Winter rühre ich einen Teelöffel Zimt und die abgeriebene Schale einer Orange in die dunkle Teighälfte.
Aufbewahrung
Abgedeckt hält die Donauwelle im Kühlschrank vier bis fünf Tage, am besten flach in einer Dose, damit nichts auf den Guss drückt. Nimm sie zwanzig Minuten vor dem Essen heraus, kalt ist die Buttercreme zu hart. Stückweise eingefroren hält sie drei Monate, über Nacht im Kühlschrank auftauen.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich den Guss statt aus Kokosfett aus Kuvertüre machen?
- Ja, dann nimmst du 250 g Zartbitterkuvertüre und rührst einen Esslöffel Öl unter. Der Guss wird härter als der mit Kokosfett und springt beim Schneiden leichter. Schneide die Stücke deshalb vor, bevor die Schokolade ganz fest geworden ist.
- Meine Buttercreme ist flockig geworden – was war falsch?
- Der Pudding war noch kühl, die aufgeschlagene Butter warm. Rühre beides erst zusammen, wenn sie gleich temperiert sind. Ist es passiert, stell die Schüssel kurz in warmes Wasser und schlag die Creme noch einmal auf, meist wird sie wieder glatt.
- Geht das Rezept auch in einer Springform?
- Halbiere alle Mengen für eine 26er Springform. Die Backzeit steigt dann auf etwa 45 Minuten, weil der Teig höher steht. Prüfe mit dem Holzstäbchen an einer Stelle ohne Kirschen, sonst kommt es immer feucht heraus.
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