Kirsch-Käsekuchen vom Blech
Bei uns im Münsterland gehört dieser Kuchen zum Schützenfest, weil ein tiefes Blech für die ganze Nachbarschaft reicht. Unten ein Mürbeteig, darauf klecksweise Kompott aus 720 ml Schattenmorellen, darüber eine Quarkmasse aus 800 g Quark und acht Eiern. Am Schluss kommen Mandelstifte und Puderzucker darüber. Ein schwerer Kuchen, das gebe ich zu, aber die Säure der Schattenmorellen hält die Süße gut im Zaum.
Zutaten
- 275 g Mehl
- 1 Ei
- 150 g Butter
- 150 g Zucker
- 720 ml Schattenmorellen
- 275 g Zucker
- 30 g Speisestärke
- 8 Eier
- 1 Pck. Vanillezucker
- 800 g Quark
- 3 Pck. Vanillepuddingpulver
- 250 g Butter (flüssig)
- 100 g Mandelstifte
- 3 EL Puderzucker
Zubereitung

Schritt 1: Mürbeteig vorbereiten
Verknete das Mehl, 1 Ei, 150 g Butter und 150 g Zucker zu einem glatten Teig. Form daraus eine Kugel, wickel sie in Folie und leg sie etwa 60 Minuten in den Kühlschrank.
Schritt 2: Kirschkompott zubereiten
Gieß die Schattenmorellen ab, lass sie abtropfen und fang dabei den Saft auf. Füll den Saft mit Wasser auf 250 ml auf. Koch ihn mit 50 g Zucker auf und bind ihn mit der angerührten Speisestärke. Gib die Kirschen dazu und lass das Kompott abkühlen.
Schritt 3: Quarkmasse herstellen
Schlag 8 Eier mit 225 g Zucker und dem Vanillezucker sehr dickschaumig. Misch den Quark mit dem Vanillepuddingpulver und heb diese Mischung unter die Eimasse. Zum Schluss ziehst du die abgekühlte flüssige Butter (250 g) unter.
Schritt 4: Kuchen backen
Heiz den Ofen auf 180 Grad vor (Umluft 160 Grad). Roll den Mürbeteig auf einem tiefen, mit Backpapier ausgelegten Blech aus und zieh dabei einen Rand hoch. Setz das Kirschkompott klecksweise darauf und streich die Quarkmasse darüber. Back den Kuchen 45-50 Minuten.
Schritt 5: Fertigstellung
Lass den Kuchen auskühlen. Vor dem Servieren streust du die Mandelstifte darüber und bestäubst alles mit Puderzucker. Dann schneide ihn in Stücke und richte sie auf einer Platte an.
So kommt er bei uns auf die Kaffeetafel. Lass ihn dir schmecken.
Darauf kommt es an
Die 250 g flüssige Butter müssen wirklich abgekühlt sein, bevor sie unter die aufgeschlagene Eimasse gezogen werden. Warme Butter lässt den Schaum in Sekunden zusammenfallen, und dann bleibt die Quarkmasse flach und speckig. Setz das Kirschkompott klecksweise auf den Teig statt flächig, sonst weicht der Mürbeteig von unten durch.
Abwandlungen
- Statt Schattenmorellen kannst du 700 g Aprikosen aus dem Glas nehmen, dann den Zucker im Kompott auf 30 g reduzieren.
- Reib die Schale einer Bio-Zitrone unter die Quarkmasse, das hebt den Kirschgeschmack deutlich an.
- Ohne Mandelstifte streust du nach dem Auskühlen 50 g geröstete Kokosraspel darüber.
Aufbewahren und Aufwärmen
Im Kühlschrank hält der Kuchen abgedeckt vier Tage und wird dabei fester. Stücke lassen sich einzeln in Folie gewickelt drei Monate einfrieren, aufgetaut wird über Nacht im Kühlschrank. Puderzucker erst nach dem Auftauen aufstäuben, sonst löst er sich auf. Vor dem Servieren kurz Zimmertemperatur annehmen lassen.
Das werde ich oft gefragt
- Reicht ein normales Backblech?
- Nein, du brauchst ein tiefes Blech mit mindestens vier Zentimetern Rand. Die Quarkmasse aus 800 g Quark und acht Eiern ist sehr voluminös und läuft auf einem flachen Blech beim Aufgehen über.
- Kann ich Magerquark statt normalem Quark nehmen?
- Ja, der Kuchen wird dann etwas trockener und weniger cremig. Gleich das aus, indem du zwei Esslöffel Sahne oder Schmand unterrührst. Die Backzeit bleibt bei 45 bis 50 Minuten unverändert.
- Warum bekommt die Oberfläche Risse?
- Die Eimasse ist stark aufgeschlagen und fällt beim Abkühlen zusammen, kleine Risse sind normal. Lass den Kuchen bei geöffneter Ofentür langsam abkühlen, dann fällt der Unterschied geringer aus, und der Puderzucker deckt den Rest.
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