Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Schnelle Küche

Kokos-Likör wie Batida: In 10 Minuten fertig, 4 Zutaten!

Kokos-Likör wie Batida: In 10 Minuten fertig, 4 Zutaten!
Portionen etwa 900 ml (9 kleine Flaschen à 100 ml)
Vorbereitung 10 Minuten
Gesamt 10 Minuten
Ruhezeit 2 Stunden im Kühlschrank, damit er kalt serviert wird

Es gibt Abende, an denen jemand spontan vorbeikommt und man nichts Passendes im Haus hat. Genau für solche Momente habe ich mir diesen Kokoslikör angewöhnt. Er braucht keine Wochen im dunklen Schrank, keine Geduld und keine Ausrüstung, sondern zehn Minuten, einen Schneebesen und vier Zutaten. Danach steht eine cremig weiße Flasche im Kühlschrank, die schmeckt wie die gekaufte aus der Bar, nur runder und weniger süß.

Das Geheimnis liegt in der Kokosmilch: Nimm die vollfette aus der Dose, nicht das dünne Getränk aus dem Kühlregal, sonst wird der Likör wässrig. Zusammen mit gezuckerter Kondensmilch ergibt sie die dichte, seidige Konsistenz, die man von der Batida kennt. Der weiße Rum bringt den Schwung, und mehr braucht es wirklich nicht. Wer will, kürzt an nichts ab und hat trotzdem in zehn Minuten fertig gerührt.

Zutaten

  • 400 ml Kokosmilch aus der Dose, vollfett (mindestens 17 % Fett)
  • 397 g gezuckerte Kondensmilch (1 Dose)
  • 250 ml weißer Rum mit 37,5 % vol.
  • 2 TL Kokosaroma oder Kokossirup

Zubereitung

Schritt 1: Kokosmilch vorbereiten

Schüttle die Dose Kokosmilch kräftig, bevor du sie öffnest. Wenn der feste weiße Fettanteil trotzdem oben abgesetzt ist, stell die geschlossene Dose fünf Minuten in eine Schüssel mit warmem Wasser und rühre sie danach glatt. Nur eine völlig homogene Kokosmilch ergibt später einen Likör, der sich nicht sofort wieder trennt. Gieße sie in eine große Rührschüssel.

Schritt 2: Kondensmilch einrühren

Gib die gezuckerte Kondensmilch dazu und verrühre beides mit dem Schneebesen zu einer glatten, hellen Creme. Arbeite von der Mitte nach außen, dann bilden sich keine Klumpen. Die Masse sollte gleichmäßig seidig aussehen und beim Anheben des Schneebesens in einem breiten Band zurückfließen. Das dauert keine zwei Minuten.

Schritt 3: Rum und Aroma zugeben

Gieße den weißen Rum in einem dünnen Strahl dazu, während du weiterrührst. Wenn du ihn auf einmal hineinschüttest, kann die Creme kurz flockig aussehen; rühr in dem Fall einfach ruhig weiter, bis sie wieder glatt ist. Zum Schluss kommen die zwei Teelöffel Kokosaroma dazu. Probiere und entscheide, ob dir ein weiterer halber Teelöffel lieber wäre.

Schritt 4: Abfüllen und kalt stellen

Fülle den Likör mit einem Trichter in saubere, trockene Flaschen und verschließe sie. Lass oben zwei Zentimeter Luft, dann lässt er sich vor dem Ausschenken gut aufschütteln. Stell die Flaschen mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, denn kalt schmeckt der Likör deutlich runder und weniger süß. Vor jedem Einschenken kurz schütteln, das Kokosfett setzt sich naturgemäß ab.

Omas Tipps

  • Keine Kokosmilch aus dem Kühlregal. Die Kokosdrinks zum Trinken haben oft nur 2 bis 5 % Fett, damit wird der Likör dünn und trennt sich in klare Schichten. Die Dosenware mit mindestens 17 % Fett trägt die Cremigkeit allein, ohne Sahne oder Bindemittel.
  • Aroma statt Kokosraspel. Es ist verlockend, Raspel einzurühren, aber sie quellen im Likör auf und machen ihn nach zwei Tagen körnig. Das flüssige Kokosaroma bringt denselben Duft, ohne die Konsistenz zu stören. Geröstete Raspel gehören auf das Glas, nicht hinein.
  • Brauner Rum verändert die Farbe. Wenn du statt weißem Rum einen braunen nimmst, wird der Likör beige statt cremeweiß und schmeckt kräftig nach Vanille und Karamell. Das ist nicht schlechter, aber eben nicht mehr die helle Batida-Art, die man erwartet.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Weil Kondensmilch und Kokosmilch Milch- beziehungsweise Fruchtfett enthalten, gehört dieser Likör immer in den Kühlschrank, auch ungeöffnet. Dort hält er sich in sauber ausgespülten, fest verschlossenen Flaschen etwa 4 Wochen. Schüttle ihn vor jedem Ausschenken, das Absetzen einer festeren weißen Schicht oben ist normal und kein Zeichen von Verderb. Wenn er sauer riecht oder sich auch nach kräftigem Schütteln nicht mehr verbinden lässt, gieße ihn weg.

Einfrieren solltest du ihn nicht. Beim Auftauen bricht die Emulsion aus Kokosfett und Kondensmilch endgültig auf, und der Likör bleibt flockig, egal wie lange du rührst. Wenn du eine größere Menge brauchst, rühre lieber zweimal frisch an, das kostet ja nur zehn Minuten.

Häufige Fragen

Kann ich den Likör ohne Kokosaroma machen?
Ja, mit den restlichen drei Zutaten funktioniert er auch, schmeckt dann aber milder und eher nach süßer Milch als nach Kokos. Das Aroma sorgt für den typischen Batida-Duft. Ersatzweise kannst du 2 EL Kokossirup nehmen und dafür etwas weniger Kondensmilch verwenden.
Warum trennt sich mein Likör im Kühlschrank?
Das liegt am Kokosfett, das bei Kälte fest wird und nach oben steigt. Es ist kein Fehler und kein Verderb, sondern bei einem Likör ohne Emulgator normal. Ein kräftiges Schütteln vor dem Einschenken genügt, notfalls die Flasche kurz in der Hand anwärmen.
Wie stark ist der fertige Kokoslikör?
Bei 250 ml Rum mit 37,5 % vol. auf knapp 900 ml Gesamtmenge liegt er bei etwa 10 bis 11 % vol., also ungefähr auf Weinniveau. Er schmeckt durch die Süße milder, als er ist. Wer ihn kräftiger mag, erhöht auf 300 ml Rum und rührt dafür 50 ml Kokosmilch weniger ein.
Kokos-Likör wie Batida: In 10 Minuten fertig, 4 Zutaten!
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