Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kartoffelgerichte

Kartoffelpüree mit Röstzwiebeln

Kartoffelpüree mit Röstzwiebeln
Portionen 4 Portionen
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 20 Minuten
Gesamt 40 Minuten

Püree mit selbst gerösteten Zwiebeln ist bei uns keine Beilage, sondern das ganze Essen. Die Zwiebeln werden mit etwas Mehl gemischt und in Butterschmalz langsam goldbraun – das dauert seine zwölf bis fünfzehn Minuten und lässt sich nicht abkürzen. Dazu ein Püree aus mehligkochenden Kartoffeln mit warmer Milch und Butter. Meine Enkel essen davon mehr als von jedem Braten.

Zutaten

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 250 ml Milch
  • 70 g Butter
  • Salz
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • 3 große Zwiebeln, ca. 300 g
  • 2 EL Weizenmehl
  • 3 EL Butterschmalz

Zubereitung

Kartoffelpüree mit Röstzwiebeln, das Rezept, das sich alle Mamas weiterschicken – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.

Kartoffeln kochen

Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen, bis sie sich leicht mit einer Gabel einstechen lassen.

Röstzwiebeln braten

Zwiebeln schälen, in feine Ringe schneiden und mit dem Mehl mischen. Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 12–15 Minuten goldbraun rösten, dabei regelmäßig wenden und leicht salzen.

Kartoffelpüree stampfen

Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Milch mit 50 g Butter erwärmen, zu den Kartoffeln geben und alles mit einem Kartoffelstampfer cremig stampfen. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Anrichten

Das Kartoffelpüree auf Teller oder in eine Schüssel geben, mit den heißen Röstzwiebeln belegen und die restliche Butter in kleinen Flocken darüber schmelzen lassen.

Der Kniff, der den Unterschied macht

Die Milch muss warm sein, bevor sie an die Kartoffeln kommt. Kalte Milch macht das Püree klebrig und zäh. Stampfe außerdem von Hand und nimm keinen Mixer – der Pürierstab zerschlägt die Stärke und du bekommst Kleister. Die Zwiebeln röstest du bei mittlerer Hitze, bei voller Flamme werden sie außen dunkel und innen roh.

Varianten

  • Mit 100 g geriebenem mittelaltem Gouda im Püree wird daraus ein Essen, das ohne Fleisch satt macht.
  • Ein Drittel der Kartoffeln durch Sellerie oder Pastinake ersetzt, macht das Püree feiner im Geschmack.
  • Wer kein Butterschmalz hat, röstet die Zwiebeln in 3 EL Rapsöl, dann brennen sie sogar weniger leicht an.

Aufbewahrung

Püree hält abgedeckt zwei Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen kommt es mit einem Schuss Milch in einen Topf und wird bei kleiner Hitze glatt gerührt. Die Röstzwiebeln bewahrst du getrennt in einer Dose auf, sonst weichen sie durch; so bleiben sie drei Tage knusprig.

Fragen aus meiner Küche

Wozu das Mehl an den Zwiebeln?
Das Mehl saugt die Feuchtigkeit an der Oberfläche auf und bildet beim Rösten eine dünne Kruste. Ohne Mehl werden die Ringe weich und schmurgeln im Fett, statt knusprig zu werden. Zwei Esslöffel auf 300 g Zwiebeln reichen.
Kann ich eine Kartoffelpresse statt des Stampfers nehmen?
Ja, die Presse arbeitet sogar feiner. Presse die heißen Kartoffeln direkt in den Topf und rühre erst danach die warme Milch-Butter-Mischung unter. Nur ein Mixer oder Pürierstab ist tabu, sonst wird die Masse klebrig.
Warum mehligkochende Kartoffeln?
Sie zerfallen beim Kochen und nehmen Milch und Butter auf, dadurch wird das Püree locker. Festkochende Sorten bleiben stückig und du müsstest so lange stampfen, bis die Masse zäh wird.
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