Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kartoffelgerichte

Kartoffelklöße halb und halb

Kartoffelklöße halb und halb
Portionen 8 Klöße (4 Portionen)
Vorbereitung 35 Minuten
Garzeit 20 Minuten
Gesamt 55 Minuten

Halb und halb heißt: die eine Hälfte gekochte Kartoffeln, die andere roh gerieben. So haben wir die Klöße zu Hause immer zum Sonntagsbraten gemacht, und so mache ich sie noch heute. Acht Stück aus einem Kilo mehligkochender Kartoffeln, in der Mitte ein paar in Butter geröstete Brötchenwürfel. Sie kommen nie ins sprudelnde Wasser, sondern nur ins siedende – das ist der ganze Unterschied zwischen Kloß und Kartoffelsuppe.

Zutaten

  • 500 g mehligkochende Kartoffeln, gekocht und gepellt
  • 500 g mehligkochende Kartoffeln, roh
  • 60 g Kartoffelstärke
  • 1 Ei, Größe M
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 altbackenes Brötchen, etwa 60 g
  • 1 EL Butter
  • Salz für das Kochwasser

Zubereitung

Kartoffelklöße halb und halb, das Rezept, das sich alle Mamas weiterschicken – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.

Brötchenwürfel rösten

Das Brötchen in kleine Würfel schneiden und in der Butter bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Beiseitestellen.

Kartoffeln vorbereiten

Die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken. Die rohen Kartoffeln fein reiben, in ein sauberes Küchentuch geben und sehr gut ausdrücken.

Kloßteig mischen

Gekochte und rohe Kartoffeln mit Kartoffelstärke, Ei, Salz und Muskatnuss zu einem formbaren Teig vermengen. Ist der Teig sehr weich, noch 1 EL Kartoffelstärke einarbeiten.

Klöße formen

Mit angefeuchteten Händen 8 gleich große Kartoffelklöße formen und jeweils einige geröstete Brötchenwürfel in die Mitte drücken. Die Klöße wieder gut verschließen.

Kartoffelklöße gar ziehen lassen

In einem großen Topf reichlich Salzwasser aufkochen, dann die Hitze reduzieren. Die Kartoffelklöße halb und halb ins nur noch siedende Wasser geben und etwa 20 Minuten gar ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.

Omas Tipp

Die rohen Kartoffeln müssen wirklich trocken sein. Ich reibe sie fein, gebe sie ins Küchentuch und drehe es fest zusammen, bis kein Tropfen mehr kommt – das Wasser darf ruhig eine halbe Tasse sein. Danach zügig arbeiten, sonst wird die Masse grau. Und vor dem Formen einen Probekloß kochen: zerfällt er, kommt ein Esslöffel Stärke dazu.

So kannst du abwandeln

  • Statt der Brötchenwürfel drücke ich manchmal einen Würfel Blauschimmelkäse oder ein Stück gebratene Zwiebel in die Mitte.
  • Zu Wild und Rotkohl gebe ich die abgeriebene Schale einer halben Zitrone und etwas mehr Muskatnuss in den Teig.
  • Wenn die Zeit knapp ist, nehme ich 500 g gekochte Kartoffeln und ersetze die rohe Hälfte durch fertigen Kloßteig aus der Packung.

Reste aufbewahren

Gekochte Klöße halten im Kühlschrank, in eine Dose gelegt, zwei Tage. Zum Aufwärmen lege ich sie zehn Minuten in siedendes Wasser, nicht in die Mikrowelle. Roher Kloßteig wird schnell grau und gehört sofort verarbeitet. Fertig gegarte Klöße friere ich einzeln ein, drei Monate, und gebe sie gefroren direkt ins siedende Wasser.

Noch Fragen?

Meine Klöße zerfallen im Wasser, woran liegt das?
Fast immer am Wasser in den rohen Kartoffeln oder am zu starken Kochen. Presse die geriebene Masse trockener aus, gib einen Esslöffel Kartoffelstärke dazu und halte das Wasser knapp unter dem Siedepunkt – es darf nur leicht zittern.
Kann ich statt Kartoffelstärke Mehl nehmen?
Mehl geht, macht die Klöße aber fester und etwas kleisterig. Wenn es sein muss, nimm 50 g Mehl statt der 60 g Stärke und rechne mit einer kürzeren Garzeit von etwa 18 Minuten.
Welche Kartoffeln sind die richtigen?
Mehligkochende, für die gekochte Hälfte gern vom Vortag. Festkochende binden nicht, der Teig bleibt speckig und lässt sich kaum formen. Kartoffeln vom Vortag sind sogar besser, weil sie schon abgetrocknet sind.
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