Himmlisches Kardinalschnitten-Rezept: So gelingt der österreichische Klassiker perfekt!
Die Kardinalschnitte habe ich in Wien bei der Schwester meines Mannes gelernt. Baiser und Biskuit werden in Streifen nebeneinander aufs Blech gespritzt und zusammen gebacken, gelb und weiß im Wechsel. Acht Eiklar mit 300 g Kristallzucker ergeben den festen Schnee, dazwischen liegt gezuckertes Schlagobers. Ich mache sie, wenn Besuch kommt und ich am Vortag schon etwas vorbereiten will.
Zutaten
Für den Biskuit:
- 8 Stk Dotter
- 2 Stk Eier
- 60 g Staubzucker
- 1 Pk Vanillezucker
- 60 g Mehl
- 0.5 Pk Backpulver
Für die Fülle:
- 500 ml Schlagobers
- 4 EL Staubzucker
Für das Baiser:
- 8 Stk Eiklar
- 300 g Kristallzucker
- 1 EL Essig
Zubereitung

Schritt 1: Baisermasse herstellen
Schlag das Eiklar halb fest. Gib den Essig dazu und lass den Zucker langsam einrieseln, während du weiterschlägst, bis die Masse schnittfest ist.
Schritt 2: Biskuitteig zubereiten
Schlag die Dotter und die Eier mit dem Staubzucker und dem Vanillezucker schaumig. Gib dann Mehl und Backpulver dazu und rühr, bis der Teig glatt ist.
Schritt 3: Teig auftragen und backen
Leg ein Backblech mit Backpapier aus und falte es in der Mitte. Trag die Baiser- und die Biskuitmasse abwechselnd in Streifen auf das Blech. Back die Kardinalschnitte bei 170°C für ca. 40 Minuten. In den letzten 15 Minuten klemmst du einen Kochlöffel in die Ofentür, damit die Feuchtigkeit abziehen kann.
Schritt 4: Fülle vorbereiten
Schlag das Schlagobers mit dem Staubzucker steif. Streich die Creme auf eine der Biskuitplatten und leg die zweite vorsichtig darauf. Dann stell den Kuchen kühl, damit er fest wird.
Die Kardinalschnitte passt zum Festtagskaffee genauso wie einfach so am Nachmittag.
Omas Tipp
Der Esslöffel Essig ist kein Zufall: Er hält den Eischnee stabil, während die 300 g Zucker langsam einrieseln. Lass dir dafür fünf Minuten Zeit, schüttest du den Zucker auf einmal hinein, wird die Masse flüssig. In den letzten fünfzehn Minuten klemme ich den Kochlöffel in die Ofentür, sonst bleibt das Baiser innen feucht.
So kannst du abwandeln
- Unter das Schlagobers hebe ich manchmal zwei Esslöffel Kaffeepulver, in einem Löffel heißem Wasser aufgelöst und abgekühlt.
- Mit einer dünnen Schicht Ribiselmarmelade auf der unteren Platte werden die Schnitten fruchtiger.
- Im Sommer schichte ich Erdbeerscheiben zwischen Obers und Deckplatte und schneide erst kurz vor dem Servieren.
Reste aufbewahren
Die gefüllten Schnitten stehen im Kühlschrank unter einer Haube höchstens zwei Tage, danach zieht das Baiser Feuchtigkeit und wird zäh. Die gebackenen Platten allein halten in Alufolie gewickelt drei Tage bei Zimmertemperatur. Einfrieren mag ich hier nicht, der Baiserstreifen verliert dabei seinen Biss.
Noch Fragen?
- Kann ich für den Biskuit Kristallzucker statt Staubzucker nehmen?
- Besser nicht. Die 60 g Staubzucker lösen sich in der Dottermasse sofort auf, Kristallzucker knirscht noch, wenn der Biskuit schon im Ofen steht. Hast du keinen, mahle Kristallzucker kurz in der Mühle fein.
- Wie bekomme ich die Streifen gleichmäßig aufs Blech?
- Ich fülle beide Massen in getrennte Spritzbeutel mit großer Lochtülle und ziehe abwechselnd Bahnen von drei Fingern Breite. Ohne Beutel geht es auch mit einem Löffel, dann werden die Ränder unregelmäßiger.
- Warum fällt mein Biskuitstreifen nach dem Backen zusammen?
- Meist wurde die Ofentür zu früh geöffnet. Mach das erst in den letzten fünfzehn Minuten. Ein wenig sinkt der Biskuit immer, das gleicht die Baiserschicht daneben wieder aus.
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