Geheimrezept für den himmlischen Steppdeckenkuchen
Steppdeckenkuchen heißt er bei uns, weil die Quarkstreifen auf dem Blech aussehen wie das Muster einer gesteppten Decke. Ich backe ihn, wenn viele Leute kommen – ein ganzes Blech, 500 g Mehl, 500 g Quark, das reicht für eine große Kaffeetafel. Die gemahlenen Mandeln im Teig halten ihn tagelang saftig. Wichtig ist nur, dass Milch, Butter und Eier zimmerwarm sind, sonst gerinnt die Masse.
Zutaten
Für den Steppdeckenkuchen-Teig:
- 250 g weiche Butter
- 275 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Päckchen Zitronenschale oder ein Esslöffel Zitronenzucker
- 1 Prise Salz
- 4 Eier, zimmerwarm
- 500 g Mehl Type 405
- 1 Päckchen Backpulver
- 75 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
- 250 ml / 250 g Milch, zimmerwarm
Für die Steppdeckenkuchen-Quarkmasse:
- 500 g Quark, Fettstufe 20% oder 40%
- 1 Ei
- 1 Päckchen Vanillepudding-Pulver
- 75 g / 3 gehäufte Esslöffel Zucker
Zum Bestauben des Steppdeckenkuchens:
- Etwas Puderzucker
Zubereitung

- Ein Backblech mit Butter einfetten.
- Die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale, einem Eigelb (das Eiweiß aufbewahren) und einer Prise Salz drei Minuten mit dem Handrührgerät aufschlagen. Dann die restlichen Eier und das Eiweiß in vier Portionen nacheinander unterrühren.
- Das Mehl in eine separate Schüssel sieben, mit Backpulver und gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen vermischen. Diese Mischung und die zimmerwarme Milch zur Eiermasse geben und kurz, aber gründlich verrühren. Den Teig auf das vorbereitete Backblech geben und glatt verstreichen.
- Den Backofen auf 170 Grad Umluft oder 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Für die Quarkmasse den Quark, Ei, Vanillepudding-Pulver und Zucker mit dem Rührgerät gut verrühren. Die Quarkmasse in einen Spritzbeutel mit einer 8 bis 10 mm Rundtülle füllen und auf dem Kuchen im Abstand von etwa 4 cm ein Steppdeckenmuster spritzen.
- Den Kuchen im vorgeheizten Backofen etwa 35 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Abkühlen lassen.
- Den Kuchen mit Puderzucker bestäuben und servieren. Stellen Sie ihn direkt in der Backform auf die Kaffeetafel, um das Steppdeckenmuster besonders zur Geltung zu bringen.
Viel Spaß beim Backen!
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die Quarkmasse muss dickflüssig sein wie ein fester Pudding, sonst zerläuft das Steppdeckenmuster beim Backen. Sehr nasser Quark gehört vorher zehn Minuten in ein Sieb. Spritze die Streifen mit gleichmäßigem Druck und halte die 8-mm-Tülle dicht über den Teig – aus der Höhe werden die Linien wellig und ungleich dick.
Varianten
- In die Quarkmasse rühre ich manchmal die abgeriebene Schale einer Zitrone, das nimmt der Füllung die Süße.
- Statt Mandeln nehme ich gemahlene Haselnüsse, dann schmeckt der Teig kräftiger und wird dunkler.
- Zur Kirschzeit drücke ich vor dem Spritzen 300 g gut abgetropfte Sauerkirschen in den Teig.
Aufbewahrung
Wegen der Quarkmasse gehört der Kuchen abgedeckt in den Kühlschrank und hält dort drei bis vier Tage. Vor dem Essen nehme ich die Stücke eine halbe Stunde vorher heraus. Einfrieren geht stückweise bis zu drei Monate; zum Auftauen lege ich sie morgens auf einen Teller, dann sind sie zum Kaffee fertig.
Fragen aus meiner Küche
- Ich habe keinen Spritzbeutel – geht das auch anders?
- Ja, fülle die Quarkmasse in einen stabilen Gefrierbeutel und schneide eine Ecke ab, etwa acht Millimeter breit. Das Muster wird gröber, funktioniert aber. Mit dem Esslöffel bekommst du nur Kleckse statt gleichmäßiger Streifen.
- Welche Fettstufe beim Quark ist besser?
- 40 Prozent Fett ergibt die cremigere, standfestere Masse, 20 Prozent geht auch, ist aber nasser. Bei Magerquark lass ihn vorher abtropfen und rühre einen Esslöffel Speisestärke zusätzlich unter, sonst verläuft das Muster im Ofen.
- Kann ich den Kuchen in einer Springform backen?
- Der Teig aus 500 g Mehl ist für ein ganzes Blech gedacht und passt nicht in eine Springform. Halbiere alle Mengen für eine 26er Form und rechne mit etwa 45 Minuten Backzeit, weil der Kuchen dann höher wird.
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