Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Desserts & Süßspeisen

Tränenkuchen

Tränenkuchen
Portionen 1 Springform (26 cm), 12 Stücke
Vorbereitung 35 Minuten
Garzeit 1 Stunde 20 Minuten
Gesamt 1 Stunde 55 Minuten

Den Tränenkuchen backe ich, wenn Besuch angesagt ist und ich den Nachmittag über Zeit habe. Er braucht sie: Mürbeteig in die 26er Form, 70 Minuten für die Quarkfüllung, dann noch zehn Minuten für das Baiser. Die Tränen bilden sich beim Auskühlen ganz von allein, kleine goldene Tropfen auf der Haube. Bei mir bekommt jeder ein schmales Stück, denn mit Sahne, Milch und Öl in der Füllung ist er gehaltvoll.

Zutatenliste für Tränenkuchen

  • 200 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 70 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • 500 g Quark
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 1 Ei
  • 2 Eigelb
  • 250 ml Sahne
  • 250 ml Milch
  • 150 ml Öl
  • 2 Eiweiß
  • 6 EL Puderzucker

Zubereitung des Tränenkuchens

Entdecke das Geheimnis des unwiderstehlichen Tränenkuchens! – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.

Schritt 1: Der Teig

Fang mit dem Teig an. Gib Mehl, Zucker, Butter, Ei und Backpulver in eine große Schüssel. Knete alles gründlich mit den Händen oder dem Knethaken, bis ein glatter, geschmeidiger Teig daraus wird. Klebt er zu sehr, streu noch etwas Mehl dazu.

Schritt 2: Die Form vorbereiten

Leg den Boden einer 26 cm Springform mit Backpapier aus. Fette den Rand der Form gründlich mit etwas Butter ein, dann löst sich der Kuchen später leichter.

Schritt 3: Teig ausrollen und Backofen vorbereiten

Roll den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche aus, etwas größer als die Springform. Leg ihn vorsichtig in die Form und drück ihn am Boden fest und etwa 3 cm am Rand hoch. Achte darauf, dass er überall gleich dick liegt.

Schritt 4: Quarkfüllung

Heiz den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vor. Für die Quarkfüllung rührst du den Quark in einer großen Schüssel kurz mit dem Handmixer durch. Gib nach und nach Zucker, Vanillezucker, Vanillepuddingpulver, das Ei, die Eigelbe, Sahne, Milch und das Öl dazu. Rühr alles zu einer glatten Masse.

Schritt 5: Backen

Gieß die Quarkmasse vorsichtig in die mit Teig ausgelegte Form und streich die Oberfläche glatt. Back den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 70 Minuten, bis die Füllung fest und goldgelb ist.

Schritt 6: Baiser zubereiten

Während der Kuchen backt, machst du das Baiser: Schlag die Eiweiße in einer fettfreien Schüssel sehr steif. Lass den Puderzucker esslöffelweise einrieseln und schlag weiter, bis das Baiser glänzt und schnittfest ist.

Schritt 7: Fertigstellen und Dekorieren

Nimm den Kuchen aus dem Ofen und streich das Baiser etwa 1 cm dick auf die heiße Quarkschicht. Zieh die Oberfläche glatt oder mach ein paar Wellen hinein. Dann schieb den Kuchen noch einmal für etwa 10 Minuten bei 175°C in den Ofen, bis das Baiser goldgelb wird.

Schritt 8: Abkühlen lassen

Lass den Kuchen erst in der Form abkühlen. Nach etwa 20 Minuten löst du vorsichtig den Springformrand. Dann lass ihn ganz auskühlen. Dabei treten auf dem Baiser die kleinen goldenen „Tränen“ hervor, die dem Kuchen seinen Namen geben.

Und dann schneid dir ein Stück ab, er ist für jeden Anlass gut genug.

Der Kniff, der den Unterschied macht

Das Baiser gelingt nur in einer wirklich fettfreien Schüssel — ich wische sie vorher mit etwas Essig aus. Und streich es auf die heiße Quarkschicht, nicht auf eine abgekühlte: nur dann verbindet sich die Unterseite und rutscht später beim Schneiden nicht ab. Die sechs Esslöffel Puderzucker einzeln einrieseln lassen, sonst bleibt die Masse weich.

Varianten

  • In die Quarkfüllung reibe ich manchmal die Schale einer Bio-Zitrone, das nimmt der Menge Sahne etwas von ihrer Schwere.
  • Eine Handvoll Rosinen, vorher 20 Minuten in heißem Wasser eingeweicht, streue ich vor dem Backen auf den Teigboden.
  • Für den Sonntagstisch bestreue ich das Baiser vor den letzten zehn Minuten mit zwei Esslöffeln Mandelblättchen.

Aufbewahrung

Der Kuchen hält zwei bis drei Tage. Ich stelle ihn kühl, aber nur locker mit einer Tortenhaube bedeckt, denn unter Folie schwitzt das Baiser und wird zäh. Einfrieren geht bei diesem Kuchen nicht: Das Baiser zieht beim Auftauen Wasser und fällt zusammen. Angeschnittene Stellen mit Backpapier abdecken.

Fragen aus meiner Küche

Warum weint mein Kuchen nicht?
Die Tröpfchen entstehen nur, wenn das Baiser auf der noch heißen Füllung aufgetragen und danach langsam in der Form ausgekühlt wird. Steht der Kuchen zugig oder kommt er zu früh in den Kühlschrank, bleibt die Oberfläche trocken.
Kann ich das Vanillepuddingpulver ersetzen?
Ja, nimm 40 Gramm Speisestärke und ein Päckchen Vanillezucker zusätzlich. Die Füllung bindet dann genauso, schmeckt nur eine Spur weniger nach Vanille. Weglassen darfst du es nicht, sonst bleibt die Masse trotz der 70 Minuten flüssig.
Was mache ich mit den zwei übrigen Eiweiß?
Bei diesem Rezept gehen genau die zwei Eiweiß ins Baiser, die von den Eigelben übrig bleiben — es geht also nichts verloren. Übrig bleibt nur das Eiweiß, falls du die Eigelbe größer kaufst; das friere ich portionsweise ein.
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