Karottenkuchen
Diesen Karottenkuchen backe ich seit Jahren zu Ostern, aber er passt genauso an einem nassen Novembernachmittag. 375 g fein geriebene Möhren und 200 g gemahlene Mandeln machen ihn so saftig, dass er am dritten Tag noch nicht trocken ist; das Öl statt Butter hilft dabei. Obendrauf kommt kein Zuckerguss, sondern Frischkäse mit Puderzucker und einem Spritzer Zitrone. Der nimmt dem Zimt die Süße.
Zutaten
- 375 g Möhren, gerieben
- 250 g Mehl
- 2 TL Backpulver
- 250 g Zucker
- 1 TL Zimtpulver
- 250 ml neutrales Öl
- 4 Eier
- 200 g Mandeln, gemahlen
- Fett für die Form
- 300 g Frischkäse
- 100 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Spritzer Zitronensaft
Zubereitung

Vorbereitung des Kuchens
1. Heiz den Backofen auf 180°C Umluft (oder 200°C Ober-/Unterhitze) vor.
2. Fette eine Springform gut aus.
3. Reib die Möhren fein und stell sie beiseite.
Teigzubereitung
4. Schlag Eier, Zucker, Öl und Zimt in einer großen Rührschüssel hell und cremig.
5. Gib die geriebenen Möhren und die gemahlenen Mandeln dazu und rühr alles gut durch.
6. Misch Mehl und Backpulver, sieb beides darüber und heb es nach und nach unter die feuchte Masse.
Backen
7. Füll den Teig in die vorbereitete Form und streich die Oberfläche glatt.
8. Back den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 40 Minuten. Prüf mit einem Holzstäbchen, ob er durch ist.
9. Lass den Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen. Nimm dann den Rand ab und lass ihn auf einem Gitter ganz auskühlen.
Frosting zubereiten und den Kuchen dekorieren
10. Für das Frosting rührst du den Frischkäse mit dem Zitronensaft glatt.
11. Lass Puderzucker und Vanillezucker einrieseln und rühr weiter, bis das Frosting cremig ist.
12. Streich das Frosting auf den ausgekühlten Kuchen.
13. Wenn du magst, streu gehackte Nüsse, Marzipanmöhren oder Möhrenraspel darüber.
14. Stell den Kuchen kühl, bis das Frosting fest ist. Dann schneidest du ihn in Stücke und stellst ihn auf den Tisch.
Viel Freude beim Backen – und lass ihn dir schmecken.
Mein Tipp
Reibe die Möhren fein, nicht grob. Grobe Raspel bleiben im fertigen Kuchen als zähe Fäden liegen. Und streiche das Frosting erst auf den völlig kalten Kuchen: Schon lauwarm reicht, damit der Frischkäse dünnflüssig wird und an den Seiten herunterläuft. Rühre ihn dabei nur kurz glatt, langes Schlagen macht Frischkäse wässrig.
Andere Ideen
- Statt der 200 g Mandeln nehme ich gemahlene Haselnüsse, die passen noch besser zum Zimtpulver.
- Ohne Frosting, nur mit Puderzucker bestäubt, hält der Kuchen gut in der Brotdose.
- 50 g grob gehackte Walnüsse zusätzlich in den Teig geben, das gibt Biss zwischen den weichen Möhren.
Aufheben und Einfrieren
Mit Frosting gehört der Kuchen in den Kühlschrank, zugedeckt hält er dort vier Tage und bleibt saftig. Nimm ihn 20 Minuten vor dem Servieren heraus, kalt schmeckt das Frosting nach nichts. Ohne Frosting friere ich ihn in Stücken drei Monate ein und taue sie über Nacht zugedeckt auf.
Häufige Fragen
- Kann ich den Teig auch auf einem Blech backen?
- Ja, die Menge reicht für ein Blech von 30 x 40 cm. Der Kuchen ist dann flacher und braucht bei 180 °C Umluft nur etwa 25 Minuten. Mach ab der zwanzigsten Minute die Stäbchenprobe.
- Womit ersetze ich die 250 ml neutrales Öl?
- Nimm Rapsöl oder Sonnenblumenöl, beides schmeckt nicht durch. Olivenöl passt hier nicht. Geschmolzene Butter geht zur Not, dann wird der Kuchen aber fester und trocknet nach zwei Tagen schneller aus.
- Warum sackt mein Karottenkuchen in der Mitte ein?
- Fast immer war er zu früh draußen. Die 375 g Möhren bringen viel Feuchtigkeit mit, der Kuchen braucht seine 40 Minuten. Öffne die Ofentür in den ersten 30 Minuten nicht und prüfe erst danach mit dem Holzstäbchen.
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