Caesar Salad mit Houdek Kabanos – Rauchige Würze meets cremige Eleganz!
Caesar Salad mit Houdek Kabanos – Rauchige Würze meets cremige Eleganz!
Caesar Salad esse ich sonst selten, mir fehlt darin meist etwas Herzhaftes. Mit den geräucherten Kabanos ist das erledigt: kurz angebraten, geben sie Rauch und etwas Fett an die Blätter ab, und das Anchovisfilet kann ich weglassen, wenn der Besuch das nicht mag. Der Römersalat muss trocken geschleudert sein, sonst rutscht das Dressing an den Blättern ab. Bei mir kommt der Salat auf den Tisch, sobald die Croutons aus dem Ofen sind.
Zutaten
- Römersalat (Romaine), 2 Köpfe (ca. 300–350 g)
- Houdek Kabanos, geräuchert, 120 g
- Weißbrot oder Baguette, 100 g (für Croutons)
- Olivenöl, 3 EL (2 EL für Croutons/Kabanos, 1 EL für Dressing)
- Knoblauch, 1 Zehe (für Dressing) + 1 kleine Zehe zum Einreiben der Schüssel (optional)
- Pasteurisiertes Eigelb 1 Stück (oder 1 EL Mayonnaise als sichere Alternative)
- Dijon-Senf, 1 TL
- Zitronensaft, 1 EL (frisch)
- Worcestershiresauce, 1 TL
- Anchovisfilet, 1–2 Stück (optional für mehr Umami)
- Frisch geriebener Parmesan, 50 g (plus einige dünne Späne zum Servieren)
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Kapern, 1 EL (optional)
Zubereitung

- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Brot in ca. 1–2 cm große Würfel schneiden und in einer Schüssel mit 1 EL Olivenöl und einer Prise Salz vermengen.
- Die Brotwürfel auf ein Backblech geben und 8–10 Minuten im Ofen rösten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Zwischendurch einmal wenden.
- Kabanos in schräge Scheiben schneiden. In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und die Kabanosscheiben bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten braten, bis sie leicht knusprig sind; kurz warm stellen.
- Für das Dressing die Knoblauchzehe fein hacken oder zerdrücken. Knoblauch mit dem Anchovisfilet (falls verwendet) in einer kleinen Schüssel zu einer Paste zerreiben.
- Pasteurisiertes Eigelb (oder 1 EL Mayonnaise), Dijon-Senf, Zitronensaft und Worcestershiresauce zur Knoblauchpaste geben und mit einem Schneebesen glatt rühren. Nach und nach etwa 2–3 EL Olivenöl einrühren, bis eine sämige Emulsion entsteht. Mit 1–2 EL frisch geriebenem Parmesan, Pfeffer und ggf. wenig Salz abschmecken.
- Römersalat gründlich waschen, gut trocken schleudern und die Blätter in mundgerechte Stücke zupfen oder schneiden. Trockener Salat verhindert verwässerte Sauce.
- Salatblätter in eine große Schüssel geben, warme Croutons und warme Kabanosscheiben dazugeben. Das Dressing darüberträufeln und alles vorsichtig, aber zügig vermengen, sodass die Blätter gleichmäßig überzogen sind (nicht zu lange stehen lassen).
- Den Salat auf Teller verteilen, mit zusätzlichen Parmesan-Spänen bestreuen, mit frisch gemahlenem Pfeffer verfeinern und optional einige Kapern darübergeben. Sofort servieren.
Tipps
- Die Blätter wirklich gut trocken schleudern – nur so bleibt der Salat knackig, wenn das Dressing dazu kommt.
- Wenn Sie rohes Eigelb vermeiden wollen: Pasteurisiertes Eigelb verwenden oder 1 EL Mayonnaise als sichere, ebenso cremige Alternative.
- Croutons und Kabanos kurz warm zugeben; die Wärme verstärkt Geschmack und Textur im Salat.
- Das Dressing nicht zu früh vorbereiten: Emulsionen können sich trennen. Wenn nötig, vor dem Servieren kurz durchrühren.
- Reste: Dressing getrennt im Kühlschrank bis zu 2 Tage aufbewahren; fertig angemachten Salat maximal einige Stunden, da die Blätter sonst weich werden.
Varianten
- Vegetarisch: Anchovis weglassen und einen Teelöffel kapern oder ½ TL miso zur Sauce geben für Umami.
- Mit gegrilltem Hähnchen: Gegrillte Hähnchenbrust in Streifen als zusätzliche Proteinquelle hinzufügen.
- Leichtere Version: Joghurt (natur, 2 EL) teilweise statt Öl verwenden, um Kalorien zu reduzieren und trotzdem cremige Textur zu behalten.
- Fruchtiger Akzent: Einige dünne Apfelscheiben oder Granatapfelkerne ergänzen die rauchige Kabanos mit frischer Süße.
- Herzhafter Kick: Eine Prise geräucherter Paprika oder ein Spritzer Balsamico-Creme passt gut zur rauchigen Wurst und vertieft das Aroma.
Darauf kommt es an
Das Olivenöl muss tropfenweise ins Eigelb, nicht auf einmal, sonst gerinnt das Dressing und du hast Öl mit Klümpchen statt einer Creme. Ist es doch passiert, schlägst du ein zweites Eigelb in einer sauberen Schüssel auf und rührst die geronnene Masse langsam hinein. Angemacht wird erst am Tisch, nach fünf Minuten ist der Römersalat weich.
Abwandlungen
- Ohne rohes Ei nehme ich den Esslöffel Mayonnaise aus der Zutatenliste und verrühre ihn mit Senf, Zitronensaft und Parmesan – fast genauso sämig.
- Statt Kabanos passen 120 g gebratene Hähnchenbruststreifen; dann fehlt zwar der Rauch, dafür wird der Salat milder und die Kinder essen mit.
- Die noch warmen Croutons mit einer halbierten Knoblauchzehe abreiben – so kannst du den gehackten Knoblauch im Dressing weglassen.
Aufbewahren und Aufwärmen
Der angemachte Salat lässt sich nicht aufheben, nach einer Stunde sind die Blätter weich. Das Dressing hält im Schraubglas zwei Tage im Kühlschrank, vor dem Gebrauch kräftig schütteln. Croutons bleiben in einer gut verschlossenen Dose bei Zimmertemperatur eine Woche knusprig, die gebratenen Kabanosscheiben drei Tage im Kühlschrank.
Das werde ich oft gefragt
- Muss das Eigelb wirklich roh sein?
- Nein. Wenn dir rohes Ei nicht geheuer ist, nimm den Esslöffel Mayonnaise, er bringt Ei und Öl schon fertig gebunden mit. Das Dressing wird etwas milder, dafür gelingt es sicher und du kannst es einen Tag vorher rühren.
- Kann ich die Anchovisfilets weglassen?
- Ja, viele mögen sie nicht. Dann fehlt Salzigkeit: Gib einen halben Teelöffel Worcestershiresauce mehr dazu und hebe zum Schluss den Esslöffel Kapern fein gehackt unter. Schmeck erst danach mit Salz ab, der Parmesan bringt selbst schon einiges mit.
- Was mache ich, wenn ich keinen Römersalat bekomme?
- Zwei Salatherzen oder ein kleiner Kopf Eisbergsalat gehen auch, beide sind fest genug für das schwere Dressing. Chicorée passt ebenfalls, schmeckt aber bitterer, dann nimm einen halben Teelöffel Honig ins Dressing. Kopfsalat fällt unter der Sauce sofort zusammen.
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