Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Schnelle Küche

Bratwurst-Gemüse-Pfanne: Ein Topf, 25 Minuten, günstig!

Bratwurst-Gemüse-Pfanne: Ein Topf, 25 Minuten, günstig!
Portionen 4
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 15 Minuten
Gesamt 25 Minuten

Es gibt Abende, da kommst du nach Hause, stellst die Tasche ab und weißt: Jetzt muss etwas Warmes auf den Tisch, und zwar schnell. Bei mir war das früher der Mittwoch, wenn die Kinder vom Sport kamen, hungrig wie die Wölfe und ohne jede Geduld. Dann habe ich die große, schwere Pfanne auf den Herd gestellt, ein paar Bratwürste aus dem Kühlschrank geholt und alles hineingegeben, was das Gemüsefach hergab. Diese Pfanne hat uns über Jahre gerettet.

Das Schöne daran ist die Rechnung: ein Topf, 25 Minuten, und Zutaten, die zusammen kaum mehr kosten als zwei belegte Brötchen vom Bäcker. Die Kartoffeln werden vorgekocht, damit sie in der Pfanne nur noch knusprig werden müssen, die Wurst gibt ihr Fett und ihre Würze an das Gemüse ab, und am Ende brauchst du nicht mehr als Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver. Kein Backofen, keine zweite Schüssel, kein Aufwand.

Zutaten

  • 600 g festkochende Kartoffeln
  • 4 Bratwürste (ca. 500 g)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Möhren (ca. 200 g)
  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 2 EL Gemüsebrühe oder Wasser
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 3 EL gehackte Petersilie

Zubereitung

Schritt 1: Kartoffeln vorkochen

Schäle die Kartoffeln und schneide sie in gleichmäßige Würfel von etwa zwei Zentimetern. Setze sie in leicht gesalzenem Wasser auf und koche sie ab dem Sprudeln nur sechs bis sieben Minuten. Sie sollen außen weich, in der Mitte aber noch fest sein – wenn das Messer auf Widerstand stößt, ist es genau richtig. Gieße sie ab und lass sie im Sieb kurz ausdampfen, damit die Oberfläche trocken wird. Nur trockene Kartoffeln werden später knusprig.

Schritt 2: Gemüse schneiden

Während die Kartoffeln kochen, schälst du die Zwiebeln und schneidest sie in breite Spalten. Die Möhren kommen in dünne Scheiben von etwa drei Millimetern, sonst brauchen sie zu lange. Die Paprikaschoten halbierst du, entfernst Kerne und weiße Trennwände und schneidest sie in fingerbreite Streifen. Lege alles getrennt bereit, denn die Möhren gehen zuerst in die Pfanne, die Paprika erst später.

Schritt 3: Bratwurst anbraten

Schneide die Bratwürste in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben. Erhitze einen Esslöffel Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze und brate die Wurstscheiben rundherum vier bis fünf Minuten kräftig an, bis die Schnittflächen goldbraun sind. Nimm sie mit der Schaumkelle heraus und stelle sie beiseite. Das ausgelassene Fett bleibt in der Pfanne – darin bekommt das Gemüse seinen Geschmack.

Schritt 4: Kartoffeln und Gemüse braten

Gib den zweiten Esslöffel Öl dazu, dann die abgetropften Kartoffelwürfel, die Zwiebelspalten und die Möhrenscheiben. Lass alles zwei Minuten liegen, ohne zu rühren, damit sich eine Kruste bildet, und wende es dann. Brate weiter unter gelegentlichem Wenden, insgesamt etwa sechs Minuten. Nach der Hälfte der Zeit kommen die Paprikastreifen dazu – sie sollen noch Biss haben und nicht zerfallen.

Schritt 5: Zusammenführen und würzen

Gib die Wurstscheiben zurück in die Pfanne, streue Paprikapulver und Majoran darüber und schwenke alles gut durch. Lösche mit zwei Esslöffeln Brühe ab und kratze dabei den Bratensatz vom Pfannenboden – das ist der ganze Geschmack. Lass alles noch drei Minuten ziehen, würze mit Salz und Pfeffer und streue die gehackte Petersilie darüber. Direkt aus der Pfanne auf den Tisch.

Omas Tipps

  • Die Pfanne muss groß genug sein. Kartoffeln und Gemüse brauchen Bodenkontakt, sonst dünsten sie statt zu braten. Nimm eine Pfanne mit mindestens 28 Zentimetern Durchmesser oder brate in zwei Durchgängen und führe am Ende alles zusammen.
  • Grobe statt feiner Bratwurst. Eine grobe Bratwurst behält beim Anbraten ihre Struktur und zerfällt nicht zu Krümeln. Feine Brühwurst verliert dagegen Wasser und wird in der heißen Pfanne schnell gummiartig. Frische rohe Bratwurst gibt außerdem mehr Fett ab, das dem Gemüse zugutekommt.
  • Kartoffeln vom Vortag sind ideal. Wenn du ohnehin Pellkartoffeln übrig hast, sparst du die sieben Minuten Kochzeit komplett. Kalte, gepellte Kartoffeln vom Vortag halten beim Braten sogar besser zusammen und werden außen besonders knusprig.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Reste füllst du in eine flache Dose, lässt sie offen abkühlen und deckst sie erst dann zu. Im Kühlschrank hält die Bratwurst-Gemüse-Pfanne zwei Tage. Wärme sie in der Pfanne ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze auf, das dauert etwa fünf Minuten und macht die Kartoffeln wieder knusprig. In der Mikrowelle werden sie weich, schmecken aber ebenfalls.

Einfrieren würde ich nicht empfehlen. Die gekochten Kartoffelwürfel werden beim Auftauen mehlig und wässrig, und die Paprika verliert jeden Biss. Wenn du vorkochen willst, friere lieber nur die angebratene Bratwurst ein und brate Kartoffeln und Gemüse frisch dazu – das kostet dich zehn Minuten.

Häufige Fragen

Kann ich die Kartoffeln roh in die Pfanne geben?
Ja, aber dann dauert es deutlich länger als 25 Minuten. Rohe Kartoffelwürfel brauchen bei mittlerer Hitze und mit Deckel etwa 20 Minuten, bis sie durch sind. Wenn du die Zeit hast, schneide sie dünner und gib zwei Esslöffel Wasser dazu, damit sie garen, bevor sie außen zu dunkel werden.
Welches Gemüse passt noch in diese Pfanne?
Zucchini in halben Scheiben, Champignons in Vierteln oder gestückelter Wirsing funktionieren sehr gut. Zucchini und Pilze gibst du erst in den letzten fünf Minuten dazu, weil sie viel Wasser ziehen. Wirsing braucht dagegen ungefähr so lange wie die Möhren.
Was passt dazu, wenn es mehr sein soll?
Ein Klecks körniger Frischkäse oder ein Löffel Senf auf dem Tellerrand reichen völlig. Wer es kräftiger mag, rührt zwei Esslöffel Schmand mit etwas Senf an und gibt die Sauce beim Servieren dazu. Brot braucht es nicht, die Kartoffeln sind schon die Sättigungsbeilage.
Bratwurst-Gemüse-Pfanne: Ein Topf, 25 Minuten, günstig!
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