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Rezepte der Oma
Aufstriche & Dips

Blumenkohl-Hummus ohne Kichererbsen: 400 g, leichter als das Original!

Blumenkohl-Hummus ohne Kichererbsen: 400 g, leichter als das Original!
Portionen 400 g (etwa 6 Portionen als Dip)
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 15 Minuten
Gesamt 25 Minuten

Manchmal steht der Blumenkohl im Kühlschrank und will verbraucht werden, und gleichzeitig hat man Lust auf etwas zum Dippen. Genau daraus ist dieser Aufstrich entstanden: ein Hummus ohne eine einzige Kichererbse, dafür mit weich gegartem Blumenkohl als Grundlage. Er schmeckt milder und feiner als das klassische Original, bleibt aber durch Tahin, Zitrone und Knoblauch unverkennbar ein Hummus.

Das Schöne daran ist, wie unkompliziert das Ganze abläuft. Du garst die Röschen weich, wirfst alles in den Mixer und hast nach kurzer Zeit 400 g cremigen Aufstrich im Glas. Weil Blumenkohl mehr Wasser enthält als eingeweichte Hülsenfrüchte, wird die Masse besonders locker und lässt sich sogar mit dem Löffel auf frisches Brot streichen, ohne zu reißen.

Zutaten

  • 450 g Blumenkohlröschen (etwa ein halber mittelgroßer Kopf)
  • 3 EL Tahin (Sesammus, gut umgerührt)
  • 2 EL Zitronensaft, frisch gepresst
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 3 EL Olivenöl, plus 1 TL zum Beträufeln
  • 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 3/4 TL Salz
  • 2-4 EL vom Kochwasser
  • 1 Prise edelsüßes Paprikapulver zum Bestreuen
  • 1 EL glatte Petersilie, fein gehackt

Zubereitung

Schritt 1: Blumenkohl vorbereiten

Zerteile den Blumenkohl in gleichmäßige Röschen von etwa drei Zentimetern. Schneide den Strunk nicht weg, sondern schäle ihn grob und würfle ihn mit – er ist saftig und gibt dem Aufstrich später Körper. Wasche alles kurz und lasse es abtropfen. Wiege ab, damit du wirklich auf 450 g kommst, sonst stimmt die Ausbeute am Ende nicht.

Schritt 2: Weich garen

Setze die Röschen in einem Topf mit knapp bedeckendem Salzwasser auf und lasse sie bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln. Sie müssen richtig weich sein: Eine Gabel soll ohne jeden Widerstand hindurchgleiten. Bissfest ist hier falsch, sonst bleibt die Masse später körnig. Hebe 100 ml Kochwasser mit einer Tasse heraus, bevor du abgießt.

Schritt 3: Abdampfen lassen

Gieße den Blumenkohl ab und lasse ihn im Sieb fünf Minuten stehen, bis kein Dampf mehr aufsteigt. Dieser Schritt wird oft übersprungen und ist doch der wichtigste: Zu viel anhaftendes Wasser macht den Aufstrich dünn und lässt ihn im Kühlschrank absetzen. Schüttle das Sieb zwischendurch einmal kräftig durch.

Schritt 4: Cremig mixen

Gib den lauwarmen Blumenkohl mit Tahin, Zitronensaft, der geschälten Knoblauchzehe, Olivenöl, Kreuzkümmel und Salz in den Mixbecher. Püriere alles eine gute Minute lang, bis die Masse seidig glänzt. Ist sie zu fest, gib das Kochwasser löffelweise dazu – nie mehr als vier Esslöffel, sonst verliert der Aufstrich seine Standfestigkeit.

Schritt 5: Abschmecken und einfüllen

Probiere und korrigiere mit Salz und Zitrone. Blumenkohl schluckt Säure, meist braucht es einen Spritzer mehr, als man denkt. Fülle den Aufstrich in ein sauberes Glas oder eine flache Schale, streiche die Oberfläche glatt und ziehe mit dem Löffelrücken eine Spirale hinein. Beträufle sie mit Olivenöl, bestreue mit Paprikapulver und Petersilie.

Omas Tipps

  • Röste die Hälfte für mehr Tiefe. Wenn du 200 g der Röschen statt zu kochen bei 200 °C zwanzig Minuten im Ofen bräunst und erst dann mitmixt, bekommt der Aufstrich eine nussige Note. Die restlichen Röschen kochst du wie beschrieben, sonst wird die Masse zu trocken.
  • Tahin immer erst aufrühren. Im Glas setzt sich das Sesamöl oben ab, unten bleibt fester Satz. Wer oben abschöpft, bekommt einen öligen Aufstrich, wer unten gräbt, einen bitteren. Rühre das Glas vor dem Abmessen mit einem Messer vom Boden her komplett durch.
  • Zum Servieren kurz temperieren. Direkt aus dem Kühlschrank wirkt der Blumenkohl stumpf und der Knoblauch tritt hervor. Stelle die Schale zwanzig Minuten an die Küchenzeile, dann kommen Sesam und Zitrone wieder durch. Zu Gemüsesticks, Fladenbrot oder als Klecks unter Ofenkarotten passt er dann am besten.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Im verschlossenen Schraubglas hält sich der Aufstrich vier Tage im Kühlschrank. Gieße vor dem Verschließen einen dünnen Film Olivenöl über die glatt gestrichene Oberfläche – er schließt die Masse ab und verhindert, dass sie oben grau wird und Kühlschrankgerüche annimmt. Nimm jedes Mal einen sauberen Löffel, Brotkrümel im Glas verkürzen die Haltbarkeit spürbar.

Einfrieren empfehle ich nicht. Blumenkohl gibt beim Auftauen sein Wasser frei, die Emulsion aus Tahin und Öl bricht, und du hast eine wässrige Schicht über einer krümeligen Masse. Auch erneutes Aufmixen bringt die alte Cremigkeit nicht zurück. Mache lieber eine kleinere Menge und rühre bei Bedarf frisch an.

Häufige Fragen

Warum schmeckt mein Blumenkohl-Hummus leicht kohlig?
Das passiert, wenn der Blumenkohl zu lange und mit Deckel gekocht wurde. Lasse den Topf offen und halte dich an die 15 Minuten. Ein zusätzlicher Spritzer Zitrone am Ende deckt einen leichten Kohlton zuverlässig zu.
Kann ich statt Tahin etwas anderes nehmen?
Ja, drei Esslöffel helles Mandelmus funktionieren gut und machen den Aufstrich noch milder. Der typische Sesamgeschmack fehlt dann natürlich, also erhöhe den Kreuzkümmel auf einen knappen Teelöffel, damit die Würze nicht flach wirkt.
Komme ich wirklich auf 400 g?
Ja, wenn du 450 g Röschen einsetzt: Beim Garen und Abdampfen geht etwas Wasser verloren, dafür kommen Tahin und Öl dazu. Sollte deine Waage etwas darunter liegen, rühre einen weiteren Esslöffel Kochwasser unter.
Blumenkohl-Hummus ohne Kichererbsen: 400 g, leichter als das Original!
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