Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Gemüse aus dem Airfryer

Auberginenscheiben aus der Heißluftfritteuse: Mit Feta, in 15 Minuten!

Auberginenscheiben aus der Heißluftfritteuse: Mit Feta, in 15 Minuten!
Portionen 2
Vorbereitung 5 Minuten
Garzeit 10 Minuten
Gesamt 15 Minuten

Es gibt diese Abende, an denen ich gar nichts Großes mehr kochen will. Der Tag war lang, im Gemüsefach liegt noch eine Aubergine, und der Gedanke an eine Pfanne voll Öl, die mir die halbe Küche vollspritzt, macht mich müde. Genau für solche Abende habe ich mir angewöhnt, die Aubergine einfach in Scheiben zu schneiden und in die Heißluftfritteuse zu legen. Was dabei herauskommt, hat mich beim ersten Mal ehrlich überrascht: außen goldbraun mit knusprigen Rändern, innen so weich, dass die Gabel fast von allein hineingleitet.

Das Besondere daran ist, wie wenig es braucht. Ein bisschen Öl, Salz, Pfeffer, und am Ende Feta darüber, der an den warmen Scheiben ein wenig weich wird und salzig schmeckt. Die Aubergine saugt in der Heißluftfritteuse nämlich nicht das ganze Fett auf wie in der Pfanne – sie gart in der heißen Luft und behält ihren eigenen, leicht nussigen Geschmack. In einer Viertelstunde steht der Teller auf dem Tisch, und dazu reicht ein Stück Brot völlig aus.

Zutaten

  • 1 mittelgroße Aubergine (etwa 350 g)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
  • 100 g Feta
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL frische Petersilie, grob gehackt
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Schritt 1: Heißluftfritteuse vorheizen

Stelle die Heißluftfritteuse auf 200 Grad und lass sie drei Minuten leer laufen, während du die Aubergine schneidest. Das ist kein überflüssiger Schritt: Legst du die Scheiben in einen kalten Korb, ziehen sie erst Wasser und werden pappig, statt sofort Farbe zu nehmen. Der Korb soll richtig heiß sein, wenn das Gemüse hineinkommt.

Schritt 2: Aubergine schneiden

Wasche die Aubergine, schneide den grünen Strunk ab und teile sie quer in Scheiben von etwa einem Zentimeter. Dünner darf es nicht sein, sonst trocknen sie aus und werden ledrig. Schälen musst du nicht, die Schale hält die Scheibe zusammen. Schälen und Salzen zum Entwässern spare ich mir bei den heutigen Sorten ganz – sie sind kaum noch bitter.

Schritt 3: Würzen

Gib die Scheiben in eine Schüssel, träufle das Olivenöl darüber und streue Paprikapulver, den geriebenen Knoblauch, Salz und Pfeffer dazu. Wende alles mit den Händen, das geht am besten: So bekommt jede Scheibe von beiden Seiten einen dünnen Ölfilm. Ist eine Stelle trocken, bleibt sie im Korb blass und zäh.

Schritt 4: Erste Seite garen

Lege die Scheiben nebeneinander in den Korb, ohne dass sie sich überlappen. Lieber zwei Durchgänge als ein voller Korb – gestapelt dämpfen sie sich gegenseitig weich. Gare sie sechs Minuten bei 200 Grad. Danach sind die Ränder bereits deutlich gebräunt und die Oberfläche zieht sich leicht zusammen.

Schritt 5: Wenden und fertig garen

Drehe jede Scheibe mit einer Zange um und gare sie weitere vier Minuten. Sie sind fertig, wenn die Oberfläche goldbraun glänzt und ein Zahnstocher ohne Widerstand durch die Mitte gleitet. Fühlt sich eine Scheibe noch fest an, gib ihr eine Minute mehr – dicke Stücke aus der Mitte der Aubergine brauchen manchmal länger als die schmalen vom Ende.

Schritt 6: Anrichten

Lege die warmen Scheiben leicht überlappend auf einen Teller, träufle den Zitronensaft darüber und zerbrösle den Feta mit den Fingern über alles. Zum Schluss kommt die Petersilie dazu. Der Käse soll an der Restwärme nur weich werden, nicht schmelzen – deshalb erst jetzt und nicht im Korb.

Omas Tipps

  • Der Löffelrücken-Test. Drücke nach dem Wenden kurz mit dem Rücken eines Löffels auf eine Scheibe. Gibt sie weich nach und federt nicht zurück, ist die Aubergine durch. Federt sie, fehlt ihr noch eine Minute.
  • Öl an die Aubergine, nicht in den Korb. Gießt du das Öl in den Korb, verbrennt es am Boden und riecht bitter. Die Aubergine soll das Öl schon vorher aufgenommen haben, dann bleibt der Korb sauber und der Geschmack klar.
  • Feta erst am Teller. Wandert der Feta mit in die heiße Luft, trocknet er zu kleinen harten Krümeln aus und verliert seine Frische. Auf den warmen Scheiben wird er cremig und salzt das Gericht ganz von allein.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Übrig gebliebene Scheiben halten sich zugedeckt im Kühlschrank zwei Tage. Lege sie flach in eine Dose und schiebe ein Blatt Küchenpapier darunter, das zieht die Feuchtigkeit auf, die die Aubergine beim Abkühlen abgibt. Den Feta gibst du besser erst beim Aufwärmen dazu, im Kühlschrank wird er sonst wässrig. Aufwärmen gelingt am besten wieder im Korb: drei Minuten bei 180 Grad, dann sind die Ränder erneut knusprig.

Einfrieren rate ich hier ab. Aubergine besteht zum größten Teil aus Wasser, das beim Gefrieren Kristalle bildet und die Zellwände zerreißt. Nach dem Auftauen bekommst du keine Scheiben mehr, sondern einen weichen grauen Brei. Wenn du auf Vorrat arbeiten willst, gare lieber die doppelte Menge und plane sie für den nächsten Mittag ein.

Häufige Fragen

Muss ich die Aubergine vorher salzen und ziehen lassen?
Bei modernen Sorten ist das nicht mehr nötig, sie sind kaum bitter. Außerdem würde die Wartezeit von zwanzig Minuten das Rezept sprengen. Falls dir eine sehr große, kernige Aubergine unterkommt, streue etwas Salz auf die Scheiben und tupfe sie nach fünf Minuten trocken.
Kann ich statt Feta einen anderen Käse nehmen?
Ja, Ziegenfrischkäse passt sehr gut, weil er ähnlich salzig-säuerlich ist und an den warmen Scheiben weich wird. Mozzarella würde ich nicht nehmen, er gibt zu viel Molke ab und macht die knusprigen Ränder wieder weich. Wer es milder mag, nimmt Hirtenkäse in Salzlake und wässert ihn kurz.
Warum sind meine Scheiben innen trocken geworden?
Dann waren sie vermutlich dünner als einen Zentimeter geschnitten oder haben zu wenig Öl abbekommen. Beides führt dazu, dass die heiße Luft die Feuchtigkeit schneller herauszieht, als die Scheibe garen kann. Schneide gleichmäßig dick und wende die Scheiben wirklich im Öl, bis sie überall glänzen.
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