500 g Blätterteig mit 3 Äpfel zu Log formen und ab in den Ofen!
Heute machen wir zusammen eine Apfel-Log aus 500 g Blätterteig und 3 Äpfeln. Der Teig wird knusprig und blättrig, die Äpfel bleiben saftig. Ich sage dir genau, wie heiß der Ofen sein muss und wie lange das Ganze braucht, damit der Boden nicht durchweicht und die Füllung nicht auskühlt.
Was dieses Rezept besonders macht
Blätterteig, der in feinen Schichten aufgeht, und darin eine warme, weiche Apfelfüllung — das ist der ganze Zauber. Damit der Boden knusprig bleibt, kommt eine dünne Schicht Semmelbrösel unter die Äpfel; die saugt den Saft auf. Am Ende hast du außen buttrige Blätter, innen saftige Apfelstücke und obendrauf eine goldene Kruste.
Zutaten
Für das Gericht:
- 500 g fertiger Blätterteig (gekühlt, rechteckig)
- 3 mittelgroße Äpfel (ca. 450–500 g geschält, entkernt, in 1 cm Würfeln)
- 50 g Kristallzucker
- 1 EL brauner Zucker (für zusätzliches Karamell, optional)
- 30 g Butter
- 15 ml Zitronensaft (ca. ½ Zitrone)
- 1 TL Zimt (ca. 3 g)
- 25 g Semmelbrösel (zur Feuchtigkeitsbindung)
- 1 Ei + 10 ml Milch (für die Glasur)
- Prise Salz
Für die Sauce oder Beilage (optional):
- 120 ml Vanillesauce oder Vanilleeis als warmer/kalter Kontrast (optional)
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Schäl die Äpfel, schneide das Kerngehäuse heraus und würfle sie etwa 1 cm groß. In einer Pfanne lässt du 30 g Butter heiß werden, dann kommen die Apfelwürfel, 50 g Zucker, 15 ml Zitronensaft und 1 TL Zimt dazu. Lass alles bei mittlerer Hitze kurz dünsten, bis die Äpfel weich werden und Saft ziehen, ungefähr 4–6 Minuten. Weich sollen sie werden, aber noch Stücke bleiben — kein Mus.
Schritt 2:
Lass die Apfelmasse etwas abkühlen und streu die 25 g Semmelbrösel darunter, die binden die überschüssige Feuchtigkeit. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche rollst du den 500 g Blätterteig zu einem Rechteck aus, ungefähr 30 x 40 cm. Streu die Brösel dünn auf den Teig, leg die Apfelmasse längs in die Mitte, klapp die Seiten darüber und drück die Naht gut zu, damit nichts ausläuft.
Schritt 3:
Verrühr 1 Ei + 10 ml Milch und bestreich damit die Oberfläche, dann wird sie gleichmäßig braun. Leg die Rolle mit der Naht nach unten auf ein Blech mit Backpapier. Back sie im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) 35 Minuten, bis sie tiefgolden ist und der Teig sichtbar aufgegangen.
Schritt 4:
Schau beim Backen einfach hin: Die Farbe soll überall tiefgolden sein, an den Enden siehst du die feinen Schichten, und an den Nähten tritt ein bisschen Apfelsaft aus und blubbert leise. Dann ist die Füllung heiß und der Teig durch. Ein Thermometer brauchst du bei Blätterteig nicht, geh nach Farbe und Aufgang.
Schritt 5:
Lass die Apfel-Log nach dem Backen mindestens 10–15 Minuten auf einem Gitter ruhen, damit sich der Saft setzt und der Boden knusprig bleibt. Dann schneide sie in 2–3 cm breite Scheiben. Am liebsten serviere ich sie noch leicht warm, mit Vanillesauce oder einer Kugel Eis dazu.
Worauf es ankommt
- Nimm gekühlten Blätterteig und arbeite zügig; wird er warm, gehen die feinen Schichten verloren.
- Die Semmelbrösel halten den Boden trocken; wenn du glutenfrei backst, nimm gemahlene Mandeln.
- Bei Umluft Temperatur um 20 °C reduzieren und die Backzeit um 3–5 Minuten anpassen.
- Willst du mehr Aroma, gib zum Schluss 1 EL Butter auf die Füllung und lass sie vor dem Einrollen leicht karamellisieren.
Alternativen
- Statt Äpfeln: Birnen (süßer und saftiger) oder Quitten (die kochst du vorher weich); die Füllung wird weicher, der Geschmack ein anderer.
- Weniger Zucker geht auch, oder du nimmst 70–80 % der Menge Xylit oder Erythrit; dann karamellisiert es weniger.
- Laktosefrei: laktosefreie Butter oder Margarine; schmeckt etwas weniger nach Butter.
- Glutenfrei: fertiger glutenfreier Blätterteig; er blättert weniger stark, schau also nach der Backzeit.
Varianten
- Mit Frangipane: eine dünne Schicht Mandelcreme unter die Apfelmasse, das wird nussig und schön saftig.
- Mit karamellisierten Zwiebeln und reifem Käse, wenn du es herzhaft magst.
- Mit Rosinen, die du in Calvados einweichst, für einen kräftigeren Geschmack.
- Als einzelne Taschen (Turnovers) geformt: kürzere Backzeit und praktische Portionen für Gäste.
- Mit einer dünnen Salzkaramellglasur überzogen, süß und salzig zugleich.
- Im Herbst: Apfel-Log mit Kürbisgewürz und kandierten Nüssen.
Fragen, die mir oft gestellt werden
- Geht das auch als Meal Prep?
- Ja. Die Apfelfüllung kannst du bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufheben und den Teig erst kurz vor dem Backen füllen. Gebacken hält sie sich bis zu 2 Tage im Kühlschrank; zum Aufwärmen schieb sie bei 160 °C für 8–12 Minuten in den Ofen, dann wird sie wieder knusprig.
- Reicht das Rezept auch für eine größere Runde?
- Ja. Achte nur auf genug große Bleche und stopf den Ofen nicht voll. Die doppelte Menge braucht meist etwas länger; geh nach der Farbe.
- Lässt sich die Butter austauschen?
- Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge an Öl, ein neutrales Pflanzenöl reicht; mit echter Butter schmecken die Schichten trotzdem besser.
- Wie merke ich, dass ich es rausnehmen kann?
- Wenn sie rundum tief goldbraun ist, die Schichten sichtbar sind und an den Nähten der Saft leise blubbert. Der Boden muss fest sein, nicht teigig.
- Womit kann ich fehlende Zutaten austauschen?
- Keine Semmelbrösel da? Nimm gemahlene Mandeln. Kein Ei zum Bestreichen? Dann bestreich sie nur mit Milch oder glasier sie nach dem Backen dünn mit Puderzucker.
So serviere ich es
Ich schneide die Log in 2–3 cm dicke Scheiben und lege sie locker auf einen vorgewärmten Teller. Dazu passt Vanilleeis oder eine warme Vanillesauce, für die Erwachsenen ein Glas trockener Cidre. Ein Hauch Puderzucker darüber und ein wenig frische Minze oder Zitronenzeste, mehr braucht es nicht.
Aufbewahrung
- Aufbewahren: luftdicht verpackt im Kühlschrank bis zu 48 Stunden.
- Aufwärmen: im Backofen bei 160 °C für 8–12 Minuten, nicht in der Mikrowelle, sonst ist die Knusprigkeit dahin.
- Rohes Ei: Arbeite beim Bestreichen sauber; wenn du unsicher bist, nimm pasteurisiertes Eiweiß.
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