Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Pudding, Grieß & Milchreis

Quark Gugelhupf mit Vanillepudding in 10 Minuten in Backofen

Quark Gugelhupf mit Vanillepudding in 10 Minuten in Backofen
Portionen 8 Personen
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 10 Minuten (Schnellvariante) / 40–45 Minuten (klassisch)
Gesamt 25 Minuten (Schnellvariante) / 55–60 Minuten (klassisch)

Heute backen wir einen Quark-Gugelhupf mit Vanillepudding. Ich zeig dir beide Wege: den schnellen in kleinen Förmchen und den klassischen in der großen Form. Der Teig wird saftig, der Pudding bleibt cremig und setzt sich schön ab, und die Oberfläche bekommt eine gleichmäßige Farbe.

Warum es sich lohnt

Der Quark macht den Teig saftig und feinporig, der Vanillepudding legt sich als samtige Einlage dazwischen. Worauf du achten musst: Der Pudding darf nicht wässern, sonst zieht die Feuchtigkeit in den Teig und die Oberfläche wird fleckig. Und du hast die Wahl — klein und schnell gebacken oder groß und in Ruhe. Beides schmeckt gut, gibt aber eine ganz andere Kruste und Krume.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 300 g Magerquark
  • 200 g Weizenmehl Type 405
  • 100 g Speisestärke
  • 200 g Zucker
  • 3 Eier (Größe M)
  • 120 ml neutrales Pflanzenöl (z. B. Rapsöl)
  • 80 ml Milch (3,5 %)
  • 1 Päckchen Backpulver (ca. 15 g)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 TL Vanillepaste
  • Butter und Mehl oder Backtrennspray für die Form
  • Optional: 50 g Rosinen oder fein gehackte Schokolade
  • Für den Vanillepudding (schnell): 1 Päckchen Vanillepuddingpulver zum Kochen, 500 ml Milch, 40 g Zucker

Für die Sauce

  • Optional Puderzucker zum Bestäuben oder 100 ml leichte Vanillesauce (z. B. aus Milch, Eigelb, Zucker, Vanille) bei Bedarf.

So bereite ich es zu

Quark Gugelhupf mit Vanillepudding in 10 Minuten in Backofen – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Heiz den Backofen vor: für die Schnellvariante auf 220 °C Ober-/Unterhitze (oder 200 °C Umluft), für die klassische Variante auf 170–180 °C Umluft. Fette eine Gugelhupfform (1,2–1,5 l) gründlich mit Butter ein und stäub sie leicht mit Mehl aus. Für die schnelle Variante nimmst du kleine Silikonförmchen.

Schritt 2:

Schlag die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker hell und cremig, so 3–4 Minuten mit dem Handmixer. Dann hebst du nacheinander Quark, Öl und Milch unter. Mehl, Speisestärke, Backpulver und Salz siebst du darüber und arbeitest sie nur kurz ein — rühr nicht zu lange, sonst geht die Luft aus dem Teig. Rosinen wendest du vorher in etwas Mehl, dann sinken sie nicht auf den Boden.

Schritt 3:

Für den Pudding rührst du das Pulver mit 500 ml Milch und 40 g Zucker nach Packungsanweisung an, lässt ihn kurz abkühlen, bis er bindet, und füllst ihn in einen Spritzbeutel. Eine selbst gekochte, glatt gerührte Vanillecreme tut es genauso. Füll erst etwa zwei Drittel des Teiges in die Form, setz mit Abstand Tupfen Pudding darauf und deck alles mit dem restlichen Teig zu. So siehst du später die Pudding-Inseln im Anschnitt.

Schritt 4:

Jetzt wird gebacken. Bei der Schnellvariante nimmst du kleine Förmchen, füllst sie höchstens zu zwei Dritteln und backst sie bei 220 °C etwa 10 Minuten — kleine Portionen bekommen schnell Farbe, die Krume bleibt dabei dichter. Bei der klassischen Variante backe ich die große Form bei 170–180 °C Umluft 40–45 Minuten, bis die Kruste gleichmäßig goldbraun ist.

Schritt 5:

Nimm den Kuchen heraus und mach die Garprobe (dazu gleich mehr). Lass den Gugelhupf danach 10 Minuten in der Form ruhen, stürz ihn dann auf ein Gitter und lass ihn ganz auskühlen. Vor dem Servieren stäub etwas Puderzucker darüber, oder reich eine warme Vanillesauce dazu.

Meine Tipps

  • Arbeite die Mehlmischung nur kurz ein; rührst du zu lange, wird der Kuchen zäh statt zart.
  • In kleinen Förmchen geht es viel schneller: Schau nach 8 Minuten nach der Farbe und stich mit einem Holzstäbchen hinein.
  • Zieht der Pudding beim Backen Wasser, stell ihn vor dem Einfüllen kurz kalt (ca. 15–20 Minuten), dann bleibt er stabiler.
  • Du kannst auch 50 g Butter statt Öl nehmen; das schmeckt kräftiger und bräunt schöner, wird aber ein wenig weniger saftig.

Zutaten austauschen

  • Mehl: Dinkelmehl Type 630 im Verhältnis 1:1 schmeckt nussiger, die Krume wird etwas fester.
  • Quark: Wer es cremiger mag, ersetzt 20 % durch Mascarpone oder gibt 100 g Frischkäse dazu.
  • Laktosefrei: laktosefreier Quark und laktosefreie Milch. Puddingpulver ist meist ohnehin laktosefrei, schau auf die Packung.
  • Glutenfrei: eine 1:1-Mehlmischung für Kuchen nehmen, dazu 1 TL Xanthan, damit der Teig zusammenhält.

So kannst du abwandeln

  • Zitronenquark: die Schale von 1 Bio-Zitrone in den Teig geben und auch den Pudding mit Zitronenabrieb würzen.
  • Schokoladeneinlage: 30 g Kakaopulver in 1/3 des Teiges rühren und marmorieren.
  • Nuss-Swirl: 50 g gemahlene Haselnüsse unter 1/3 des Teiges mischen.
  • Karamellglasur: warmes Karamell über den abgekühlten Gugelhupf träufeln.
  • Als Dessert: Mini-Gugelhupf mit warmem Vanillepudding als flüssigem Kern, warm serviert.

Noch offene Fragen?

Kann ich einen Teil davon vorher fertig machen?
Ja. Teig und Pudding mache ich getrennt fertig und stelle beides abgedeckt in den Kühlschrank, bis zu 24 Stunden. Vor dem Backen lässt du beides Raumtemperatur annehmen und backst wie beschrieben. Der fertig gebackene Kuchen hält abgedeckt 2–3 Tage im Kühlschrank.
Was ändert sich, wenn ich für mehr Personen koche?
Du musst Zeit, Temperatur und Form anpassen. Bei doppelter Menge nimm lieber die klassische, niedrige Temperatur (170–180 °C), rechne mit +10–15 Minuten mehr Backzeit und nimm eine größere Form.
Was passiert, wenn ich Öl statt Butter nehme?
Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge an Öl, wenn du Butter ersetzen willst, dann bleibt der Kuchen saftig.
Wann ist es durch?
Die Oberfläche ist goldbraun und fest, das Holzstäbchen kommt ohne feuchten Teig heraus, und die Pudding-Einlage ist leicht fest, ohne dass oben Flüssigkeit steht.
Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
Fehlt Speisestärke, nimm 50 g Mehl mehr und 10 g mehr Flüssigkeit; fehlt Backpulver, nimm 1 TL Natron plus 2 TL Zitronensaft als Säure.

Wozu ich es reiche

Ich schneide den Gugelhupf in Scheiben und serviere ihn leicht warm oder bei Raumtemperatur. Ein feines Netz Puderzucker sieht schön aus; als Nachtisch gibt es eine warme Vanillesauce oder frische Beeren dazu. Er passt zum Kaffee, als leichtes Dessert oder aufs Brunch-Buffet.

Reste und Aufbewahrung

  • Aufbewahren: abgedeckt im Kühlschrank bei ≤ 4 °C 2–3 Tage; in Scheiben kannst du ihn bis zu 1 Monat einfrieren.
  • Aufwärmen: kurz bei 150 °C im vorgeheizten Ofen, 6–8 Minuten. Mit der Puddingfüllung geh vorsichtig um, sie soll nicht gerinnen.
  • Milch und Ei gehören in die Kälte: Lass den Kuchen nicht lange bei Raumtemperatur stehen.
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