Quark Schneekuchen mit Pudding in 10 Minuten gemacht
Dieser Quark-Schneekuchen mit Vanillepudding ist ein alter Bekannter, nur ein bisschen sorgfältiger gemacht. Die Krume wird luftig und feucht, die Puddingschicht bleibt cremig und steht trotzdem. Viel Arbeit hast du damit nicht, du musst nur der Reihe nach vorgehen.
Was dieses Rezept besonders macht
Quark und selbst gekochter Vanillepudding ergänzen sich gut: Der Quark bringt Frische und ein wenig Säure mit, der Pudding die Cremigkeit und den Halt. Heraus kommt eine feine, saftige Krume mit einer dichten, cremigen Einlage. Wichtig sind zwei Dinge — den Pudding erst abkühlen lassen, bevor er zur Quarkmasse kommt, und nicht zu lange rühren, sonst zieht die Masse Wasser.
Zutaten
Für das Gericht:
- 200 g Mehl (Type 405)
- 80 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 100 g kalte Butter, in Würfeln
- 1 Ei (für den Mürbeteig)
- 500 g Quark (20 % Fett i. Tr.)
- 200 g Schmand (oder Crème fraîche)
- 3 Eier (M)
- 80 g Zucker (für die Quarkmasse)
- 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
- 500 ml Milch (für den Pudding)
- 40 g Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
- 30 g Butter (zum Einrühren in den Pudding)
- Optional: abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone (einige Gramm) oder 1 EL Rum/Vanilleextrakt
Für die Sauce
- Frische Beeren oder eine dünne Beerensauce, wenn du etwas Frisches dazu magst.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Zuerst der Mürbeteig: 200 g Mehl, 80 g Zucker und 1 Prise Salz in eine Schüssel geben, 100 g kalte Butter in Würfeln dazu und alles mit den Fingerspitzen zu feinen Streuseln verreiben — mit der Maschine geht es auch. Dann 1 Ei unterarbeiten, rasch zu einem glatten Teig formen, flach drücken und mindestens 30 Minuten kühl stellen. So entspannt sich der Teig und die Butter bleibt fest.
Schritt 2:
Jetzt der Pudding: 40 g Vanillepuddingpulver mit 40 g Zucker (der zählt zum Gesamtzucker) trocken mischen und mit einem Schuss (50 ml) von den 500 ml Milch glatt rühren. Die restliche Milch aufkochen, vom Herd ziehen, die angerührte Mischung einrühren und unter Rühren einmal aufkochen, bis der Pudding andickt. Dann 30 g Butter unterrühren. Er muss glatt und glänzend sein. Lass ihn auf ca. 40 °C abkühlen, sonst stocken dir die Eier in der Quarkmasse.
Schritt 3:
Für die Quarkmasse gibst du 500 g Quark, 200 g Schmand, 3 Eier, 80 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker in eine Schüssel und verrührst alles mit dem Schneebesen nur kurz — nicht länger, sonst leidet die Struktur. Dann hebst du den abgekühlten Pudding nach und nach unter. Die Masse soll cremig und gleichmäßig sein, ohne dass sich irgendwo Flüssigkeit absetzt.
Schritt 4:
Roll den gekühlten Mürbeteig aus und leg ihn in eine gefettete Springform von 26 cm Durchmesser, den Rand ziehst du hoch. Füll die Quark-Pudding-Masse ein und streich sie glatt. Heiz den Ofen auf 175 °C Umluft vor und back den Kuchen ca. 60 Minuten. Die Oberfläche soll hellgoldbraun sein und die Mitte darf nur noch leicht nachgeben. Wird sie zu schnell dunkel, deck sie mit Alufolie ab.
Schritt 5:
Zum Schluss: Lass den Kuchen nach dem Backen noch 15 Minuten im ausgeschalteten, leicht geöffneten Ofen stehen, dann auf einem Gitter ganz auskühlen. Danach kommt er mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, damit die Füllung fest wird. Zum Anschneiden tauch ich das Messer kurz in heißes Wasser, dann werden die Stücke sauber.
Worauf es ankommt
- Beim Mürbeteig zählen kalte Butter und zügiges Arbeiten — wird er warm, wird er zäh.
- Lass den Pudding auf ca. 40 °C abkühlen, bevor du ihn zur Quarkmasse gibst, sonst gerinnen die Eier.
- Back bei 175 °C Umluft, dann bräunt er gleichmäßig; bei Ober-/Unterhitze stellst du 190 °C ein.
- Wird die Oberfläche zu dunkel, deck sie nach 30–40 Minuten mit Alufolie ab und back weiter.
Was du ersetzen kannst
- Schneller Boden: 200 g Butterkekse fein zerbröseln und mit 80 g geschmolzener Butter mischen — das gibt einen knusprigen Keksboden, kompakter und süßer.
- Statt Schmand: Crème fraîche für etwas mehr Säure oder Frischkäse für dichte Cremigkeit; Geschmack und Mundgefühl ändern sich entsprechend.
- Laktosefrei: laktosefreier Quark und laktosefreie Milch; beim Puddingpulver auf die Zutatenliste schauen.
- Glutenfrei: glutenfreies Mehl mit 1–2 g Xanthan zum Binden; der Teig wird etwas weniger elastisch.
Andere Ideen
- Mit Zitrone: abgeriebene Zitronenschale und 1 EL Zitronensaft in die Quarkmasse.
- Mit Schokolade: 30 g Kakaopulver in den Mürbeteig oder gleich Schokoladenpudding statt Vanille.
- Fruchtig: auf die noch warme Oberfläche einen Beerenspiegel geben oder frische Beeren dazu servieren.
- Klein: in Muffinförmchen backen, dann reichen 20–25 Minuten.
- Nussig: gemahlene Mandeln (30–50 g) in den Mürbeteigboden und ein Hauch Marzipan.
Fragen, die mir oft gestellt werden
- Wie weit kann ich vorarbeiten?
- Ja. Du kannst den Kuchen bis zu 24 Stunden vorher backen und kühl stellen; nimm ihn kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, dann kommen die Aromen besser durch. Vor dem Servieren mit frischen Beeren garnieren.
- Kann ich einfach alles verdoppeln?
- Ja, mit ein paar Anpassungen: Nimm zwei Springformen oder eine deutlich größere Form, rechne mit 10–20 Minuten mehr Backzeit und schau zwischendurch nach.
- Butter oder Öl – was ist besser?
- Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge an Öl im Mürbeteig; er wird dann weniger mürbe.
- Woran sehe ich, dass es gar ist?
- Die Oberfläche ist hellgolden, die Mitte gibt beim Anstupsen noch leicht nach, und beim Einstechen kommt keine Flüssigkeit. Nach dem Abkühlen ist die Masse ganz fest.
- Und wenn mir eine Zutat fehlt?
- Fehlt Schmand, nimm Crème fraîche oder zum Teil Frischkäse; fehlt Puddingpulver, gib 10–15 g Speisestärke in die Quarkmasse, vorher in wenig Flüssigkeit angerührt.
Dazu passt gut
Ich schneide den Kuchen in gleichmäßige Stücke und lege sie auf helles Porzellan, dazu frische Beeren oder ein bisschen Beerensauce für die Säure. Er passt zum Kaffee, zum Brunch oder als Nachtisch. Für festliche Anlässe zieh ich feine Streifen aus Puderzucker darüber oder streu Nusskrokant an den Rand.
Aufbewahrung
- Aufbewahren: im Kühlschrank bei +4 °C bis zu 3 Tage; länger leidet die Textur.
- Aufwärmen brauchst du ihn nicht; nimm ihn nur kurz vor dem Servieren aus der Kälte. Die 75 °C für Geflügel, von denen man sonst liest, spielen hier keine Rolle.
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