Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kuchen & Backen

Wenn du Haferflocken und Karotten hast, mach einen Kuchen!

Wenn du Haferflocken und Karotten hast, mach einen Kuchen!
Portionen 8 Personen
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 50 Minuten
Gesamt 90 Minuten

Wenn du Haferflocken und Karotten im Haus hast, brauchst du für einen Kuchen nicht mehr viel. Die gemahlenen Haferflocken geben ihm Halt, die geriebenen Karotten machen ihn saftig und süßen ganz von allein mit. Das Rezept verzeiht einiges, und du kannst es leicht auf deinen Geschmack umbiegen.

Warum es sich lohnt

Gemahlene und grobe Haferflocken zusammen ergeben eine feine Krume, die trotzdem ein wenig körnig bleibt – das mag ich daran. Die geraspelten Karotten bringen Feuchtigkeit und Süße mit, Zimt und Vanille runden das Erdige ab, und Öl oder Butter machen den Kuchen weich im Mund. Das Einzige, worauf du achten musst, ist die Feuchtigkeit: Hafermehl saugt anders als Weizenmehl.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 250 g Haferflocken, fein gemahlen (Hafermehl)
  • 100 g zarte Haferflocken, grob
  • 300 g Karotten, fein geraspelt (am besten junge, orange Karotten)
  • 150 g Zucker (oder 100 g Rohrzucker + 50 g weißer Zucker)
  • 3 Eier (Größe M)
  • 120 ml neutrales Öl (Rapsöl) oder 120 g geschmolzene Butter
  • 120 g Naturjoghurt (oder Pflanzenjoghurt)
  • 2 TL Backpulver (ca. 8 g)
  • 1 TL Natron
  • 1 TL feines Meersalz
  • 1 TL Zimt, frisch gemahlen
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 50 g gehackte Walnüsse (wenn du magst)
  • Abgeriebene Schale einer halben Zitrone (wenn du magst)
  • Springform: 22–24 cm, mit Backpapier ausgelegt

Für die Sauce oder Beilage (optional):

  • Frischkäse-Glasur: 150 g Frischkäse, 50 g Puderzucker, 1 EL Zitronensaft

So bereite ich es zu

Wenn du Haferflocken und Karotten hast, mach einen Kuchen! – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Heiz den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (160 °C Umluft). Fette eine 22–24 cm Springform, leg den Boden mit Backpapier aus und stell sie bereit. In einer Schüssel mischst du 250 g Hafermehl mit 100 g groben Haferflocken, 2 TL Backpulver, 1 TL Natron, 1 TL Zimt und 1 TL Salz – sieb das Trockene einmal durch, dann gibt es keine Klümpchen.

Schritt 2:

In einer zweiten Schüssel verquirl 3 Eier mit 150 g Zucker, dann kommen 120 ml Öl, 120 g Joghurt und 1 TL Vanille dazu. Rühr nur so lange, bis alles gleichmäßig ist, nicht länger. Danach hebst du das Trockene kurz unter, bis kein Mehl mehr weiß hervorschaut. Der Teig soll dick sein, sich aber noch gießen lassen.

Schritt 3:

Jetzt hebst du 300 g geraspelte Karotten unter und, wenn du magst, 50 g Walnüsse. Der Teig ist nun gleichmäßig und leicht feucht, warm orange gefärbt, und du siehst die Haferflocken darin. Er riecht nach Hafer und Zimt, und wenn du Zitronenschale genommen hast, auch ein wenig frisch danach.

Schritt 4:

Füll den Teig in die vorbereitete Form und streich ihn glatt. Dann backst du bei 180 °C etwa 50 Minuten. Woran du siehst, dass er fertig ist: Die Oberfläche ist gleichmäßig goldbraun, der Kuchen hat sich leicht gewölbt, und die Ränder haben sich ein Stück von der Form gelöst. Stich mit einem Holzspieß hinein – es dürfen feuchte Krümel daran hängen, aber nichts Nasses. Wenn du ein Thermometer hast: In der Mitte zeigt er dann etwa 92–95 °C.

Schritt 5:

Nimm den Kuchen aus dem Ofen und lass ihn 15–20 Minuten in der Form stehen, dann stürz ihn auf ein Gitter und lass ihn ganz auskühlen. Für die Glasur rührst du 150 g Frischkäse mit 50 g Puderzucker und 1 EL Zitronensaft glatt und streichst sie auf – aber wirklich erst, wenn der Kuchen kalt ist. Probier zum Schluss: Fehlt Säure, gib noch etwas Zitronensaft dazu; war er dir zu trocken, nimm beim nächsten Mal ein bisschen mehr Öl.

Meine Tipps

  • Nimm frische Haferflocken. Alte werden ranzig, und das schmeckst du im ganzen Kuchen.
  • Back bei 180 °C Ober-/Unterhitze, bei Umluft bei 160 °C, und behalt die Farbe im Auge.
  • Ohne Ei: Ich rühre 45 g gemahlene Leinsamen mit 135 ml Wasser an, lass das 10 Minuten quellen, und das ersetzt die 3 Eier.
  • Ist der Kuchen nach dem Abkühlen zu trocken, bestreich ich die Schnittflächen dünn mit Zuckersirup (1:1 Wasser und Zucker), bevor die Glasur draufkommt.

Zutaten austauschen

  • Mehl: Für mehr Biss kannst du bis zu 100 g Hafermehl durch gemahlene Mandeln ersetzen – schmeckt kräftiger, die Krume wird dichter.
  • Fett: Butter schmeckt buttriger, Öl hält den Kuchen länger saftig. Wenn du Butter durch Öl ersetzt, nimm etwa ¾ der Menge.
  • Weniger Zucker: Du kannst bis zu 25 % weglassen; der Kuchen wird dann etwas fester und bräunt weniger.
  • Glutenfrei: Nimm nur zertifizierte glutenfreie Haferflocken und bei Bedarf 30–50 g gemahlene Mandeln, damit er besser zusammenhält.

So kannst du abwandeln

  • Mit Walnüssen: noch 70 g grob gehackte Walnüsse in den Teig.
  • Mit Orange: Schale und 2 EL frisch gepresster Orangensaft dazu, das macht ihn fruchtiger.
  • Mit Apfel: 150 g fein gewürfelter Apfel – dann brauchst du weniger Zucker und die Krume wird saftiger.
  • Kräftig gewürzt: mit Muskat, Kardamom und Ingwer, so schmeckt er nach Herbst.
  • Für Neugierige: eine herzhafte Fassung mit Ziegenkäse und frischen Kräutern, als kleine Tarte gebacken.

Noch offene Fragen?

Kann ich das Gericht vorbereiten?
Ja. Lass den Kuchen ganz auskühlen und pack ihn luftdicht ein, dann hält er 2–3 Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen schieb ihn kurz bei 160 °C in den Ofen (8–10 Minuten), dann schmeckt er wieder frisch.
Kann ich die Menge verdoppeln?
Ja, dann brauchst du zwei Springformen oder eine größere. Rechne mit 10–20 Minuten mehr Backzeit und prüf in der Mitte nach, ob er durch ist.
Kann ich Butter durch Öl ersetzen?
Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge Öl und schau beim Rühren, ob der Teig noch stimmt.
Woran erkenne ich, dass es fertig ist?
An der goldbraunen Oberfläche, an den Rändern, die sich von der Form lösen, und an einem sauberen Holzspieß; im Kern sind es dann ungefähr 92–95 °C.
Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
Kein Joghurt da? Ich nehme dann Buttermilch oder Quark, mit etwas Milch verdünnt. Keine Eier? Leinsamen-Gel bindet genauso gut. Für jede fehlende Zutat findet sich fast immer etwas im Schrank.

Wozu ich es reiche

Ich schneide den Kuchen in gleichmäßige Stücke und streue gehackte Nüsse und etwas Zitronenschale darüber. Dazu passt ein kräftiger Kaffee, schwarzer Tee oder ein milder Kräutertee. Zum Frühstück gebe ich einen Löffel Sahnejoghurt daneben, als Nachtisch reicht die dünne Frischkäseglasur.

Reste und Aufbewahrung

  • Aufbewahren: gekühlt im geschlossenen Behälter 2–3 Tage, in Scheiben eingefroren bis zu 3 Monate.
  • Aufwärmen: kurz bei 160 °C in den Ofen, dann wird die Krume wieder weich und duftig.
  • Damit nichts schiefgeht: Alles mit Frischkäse gehört zügig zurück in den Kühlschrank.
Alle Rezepte: Kuchen & Backen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert