Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Rührkuchen & Gugelhupf

Weihnachts Quark Gugelhupf mmit 500g Quark

Weihnachts Quark Gugelhupf mmit 500g Quark
Portionen 8 Personen
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 60–70 Minuten
Gesamt 110 Minuten (inkl. Ruhe- und Abkühlzeit)

Heute gibt es einen Weihnachts-Quark-Gugelhupf mit 500 g Quark: saftig, feinporig, angenehm süß und mit einem Hauch Zitrone. Ich zeige dir, wie er gleichmäßig braun wird, wie du die Backzeit triffst und was du machst, wenn dir eine Zutat fehlt. Das ist ein Kuchen für die Adventszeit, aber er schmeckt das ganze Jahr.

Warum es sich lohnt

Die 500 g Quark und das bisschen Fett machen die Krume dicht und trotzdem saftig, mit ganz feinen Poren. Die Säure vom Quark nimmt der Süße die Spitze, Zitrone und Vanille geben den Duft. Achte auf den Teig — er soll schwer sein, nicht flüssig —, back bei 160–170 °C Umluft oder 180 °C Ober-/Unterhitze und lass den Kuchen erst in der Form ruhen, dann fällt er dir nicht zusammen.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 500 g Mager- oder Sahnequark (je nachdem, wie saftig du ihn magst)
  • 300 g Weizenmehl Type 405
  • 150 g Zucker
  • 125 g Butter, weich
  • 3 Eier (Größe M, Raumtemperatur)
  • 50 ml Vollmilch
  • 1 Päckchen (15 g) Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Schale einer ungebeizten Zitrone, fein abgerieben
  • 1 TL (5 ml) Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • Optional: 50 g Rosinen, in Rum oder heißem Wasser eingeweicht und abgetropft
  • Für die Form: Butter und Mehl oder Einfett-Spray

Zum Verfeinern

  • Wenn du magst, eine Glasur aus 100 g Puderzucker und 15–25 ml Zitronensaft — das glänzt schön.

So bereite ich es zu

Weihnachts Quark Gugelhupf mmit 500g Quark, immer ein Muss! – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.

Schritt 1:

Heiz den Ofen auf 160–170 °C Umluft oder 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Die Gugelhupfform (etwa 1,5–2 l) fettest du gründlich mit Butter ein und stäubst sie leicht mit Mehl aus, oder du nimmst ein Backtrennmittel. Dann schlägst du die weiche Butter mit dem Zucker cremig, bis die Masse hell und luftig ist.

Schritt 2:

Gib die Eier einzeln dazu und rühr jedes Mal kurz auf mittlerer Stufe unter, bis alles glatt ist. Danach kommen Quark, Milch, Zitronenschale und Vanille hinein. In einer zweiten Schüssel siebst du Mehl mit Backpulver und einer Prise Salz und hebst das Trockene vorsichtig unter, bis ein glatter, zähflüssiger Teig entsteht. Er soll schwer vom Löffel reißen und nicht laufen.

Schritt 3:

Beim Backen siehst und riechst du, wie es weitergeht: Nach 15–25 Minuten nimmt die Oberfläche Farbe an, Zitrone und Vanille kommen durch, und die Krume wird feucht, hält aber ihre Form. Wenn du Rosinen nimmst, verteil sie ganz zuletzt, sonst sinken sie nach unten.

Schritt 4:

Back den Gugelhupf in der Mitte des Ofens 60–70 Minuten. Fertig ist er, wenn die Oberfläche gleichmäßig goldbraun ist ohne dunkle Stellen, der Rand sich leicht von der Form löst und der Kuchen beim leichten Andrücken zurückfedert. Und mach die Stäbchenprobe: Es sollen nur ein paar feuchte Krümel hängen bleiben, nass darf es nicht sein.

Schritt 5:

Nimm die Form heraus und lass den Kuchen etwa 15–20 Minuten darin ruhen, damit sich die Krume setzt und sich nicht zusammenzieht. Dann stürz ihn auf ein Gitter und lass ihn vollständig auskühlen. Wenn du magst, gibst du zum Schluss die Zitronen-Puderzuckerglasur darüber — das glänzt und bringt ein wenig Säure.

Meine Tipps

  • Nimm Butter und Eier mit 20–22 °C aus der Küche, dann verbindet sich alles schön glatt.
  • Back bei Umluft 10–15 °C niedriger als bei Ober-/Unterhitze, dann bräunt er gleichmäßig und trocknet nicht aus.
  • Stell eine kleine ofenfeste Schale mit Wasser auf den Ofenboden, wenn du die Krume besonders feucht magst; in den ersten 15 Minuten hilft der Dampf.
  • Ist der Teig zu flüssig, arbeite 20–30 g Mehl mehr ein oder nimm 10–15 ml weniger Milch — das schadet dem Kuchen nicht.

Was du ersetzen kannst

  • Mehl: Eine glutenfreie Mehlmischung 1:1 geht; die Krume wird ein wenig anders, und 3–5 g Xanthan helfen beim Binden.
  • Quark: Für laktosefrei nimm laktosefreien Quark oder pflanzlichen Quark auf Sojabasis; er wird etwas weicher und säuerlicher.
  • Butter: Schau unten bei den Fragen — mit Öl fehlt das Butteraroma, dafür wird er saftiger.

Andere Ideen

  • Orangen-Quark: Nimm statt der Zitronenschale die Schale einer Orange und gib 20 g kandierte Orangenschale dazu.
  • Marzipan-Kern: Roll 100 g Marzipan zu einer Rolle und leg sie vor dem Backen in die Mitte, das gibt eine dichte, duftende Mitte.
  • Schokowirbel: Misch 40 g Kakaopulver mit 25 g Zucker und zieh es als Wirbel durch die Hälfte des Teigs.
  • Streusel obendrauf: 80 g Mehl, 60 g Zucker und 60 g kalte Butter verkneten und vor dem Backen aufstreuen.
  • Kleine Formen: Back Mini-Gugelhupfe und nimm die Backzeit auf 25–35 Minuten zurück.

Noch offene Fragen?

Geht das auch als Meal Prep?
Ja. Lass ihn ganz auskühlen und bewahr ihn luftdicht bei Raumtemperatur höchstens 48 Stunden auf. Zum Auffrischen kurz bei 150 °C für 8–10 Minuten in den Ofen, dann sind Kruste und Krume wieder da.
Reicht das Rezept auch für eine größere Runde?
Ja, du musst nur ein wenig anpassen: Nimm zwei Formen oder eine deutlich größere. Back länger und prüf mit dem Holzstäbchen, denn mehr Teig braucht mehr Zeit.
Lässt sich die Butter austauschen?
Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge neutrales Pflanzenöl, zum Beispiel Rapsöl. Der Kuchen wird saftiger, die Kruste weniger kräftig.
Wie merke ich, dass ich es rausnehmen kann?
Daran merkst du es: gleichmäßig goldbraune Oberfläche, die Mitte federt leicht, der Rand löst sich sauber von der Form, und am Holzstäbchen hängen nur noch wenige Krümel.
Und wenn mir eine Zutat fehlt?
Fehlt Backpulver, hilft für den Moment eine Mischung aus ½ TL (2,5 g) Natron und 1 TL (5 ml) Zitronensaft. Fehlt Butter, schau beim Öl nach; fehlt die Zitrone, nimm 10–15 ml Zitronensaft.

Dazu passt gut

Ich schneide den Gugelhupf in Stücke und lege sie auf schlichte Teller, dazu ein Klecks leicht gesüßte Crème fraîche oder eine Vanillesauce. Mit etwas Glasur oder Puderzucker sieht er gleich festlich aus — genau richtig zum Adventskaffee, fürs Dessertbuffet oder zum Festessen.

Reste und Aufbewahrung

  • Aufbewahrung: Luftdicht bei Raumtemperatur bis zu 48 Stunden; für länger frierst du ihn portionsweise ein (-18 °C) und lässt ihn bei Raumtemperatur 6–8 Stunden auftauen.
  • Lebensmittelsicherheit: Lass die Zutaten nicht länger als nötig herumstehen; wenn du bei rohen Eiern ganz sichergehen willst, nimm pasteurisierte.
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