Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Rührkuchen & Gugelhupf

Weihnachtlicher Tiramisu Gugelhupf mit 200 ml Schlagsahne

Weihnachtlicher Tiramisu Gugelhupf mit 200 ml Schlagsahne
Portionen 10 Personen
Vorbereitung 35 Minuten
Garzeit 45 Minuten
Gesamt 80 Minuten (inkl. Abkühlzeit)

Ich zeig dir einen weihnachtlichen Tiramisu-Gugelhupf: Tiramisu, aber gebacken. Die Krume ist saftig und mit Kaffee getränkt, obendrauf kommt eine standfeste Mascarponecreme aus 200 ml Schlagsahne. Du kannst ihn gut vorbereiten, und auf der Festtafel macht er richtig etwas her.

Was dieses Rezept besonders macht

Unten die getränkte, feinporige Krume, oben die luftige Mascarpone-Sahne-Schicht: Das ist der ganze Reiz. Der Espresso bringt Röstnoten mit, die Süße bleibt mild, und der Schuss Likör blitzt nur dezent durch. Feucht und cremig-kühl in einem Bissen – und die Schlagsahne sorgt dafür, dass die Mascarponecreme nicht zusammenfällt.

Zutaten

Für das Gericht:

  • Gugelhupfform: 1,5–2,0 L, gut gefettet und gemehlt
  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 1 TL Backpulver (≈ 5 g)
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Zucker
  • 4 Eier (Größe M)
  • 150 g Butter, weich
  • 50 ml Milch
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 150 ml starker Espresso (abgekühlt)
  • 50 g Zucker (für den Espresso-Sirup)
  • 30–40 ml Marsala oder Amaretto (musst du nicht)
  • 500 g Mascarpone
  • 200 ml Schlagsahne
  • 80–100 g Puderzucker
  • 20 g ungesüßtes Kakaopulver zum Bestäuben
  • Puderzucker zum Schluss (musst du nicht)

Für die Sauce

  • Eine Sauce brauchst du nicht; reich einen kräftigen Espresso oder einen Dessertwein dazu.

So bereite ich es zu

Weihnachtlicher Tiramisu Gugelhupf mit 200 ml Schlagsahne – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Heiz den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (bei Umluft 160 °C). Sieb 250 g Mehl mit 1 TL Backpulver und einer Prise Salz, dann wird die Krume gleichmäßig und fein. Schlag in der Küchenmaschine 150 g Butter mit 200 g Zucker cremig, gib die 4 Eier einzeln dazu und rühr zuletzt die Milch und den Vanilleextrakt unter.

Schritt 2:

Arbeite die Mehlmischung unter die Butter-Ei-Masse, bis ein glatter Teig entsteht. Rühr nicht länger als nötig, sonst wird die Krume dicht. Füll den Teig in die vorbereitete Form und streich ihn glatt. Schau dabei nach, ob er die Form gleichmäßig ausfüllt und keine Luftlöcher zu sehen sind.

Schritt 3:

Back den Gugelhupf bei 180 °C etwa 45 Minuten. Er wird dabei rundum gleichmäßig braun; oben soll er fest sein, in der Mitte aber noch leicht federn. Die Kruste wird dunkler und ein wenig knusprig, und du riechst schon die Röstnoten.

Schritt 4:

Prüf mit einem Holzstäbchen, ob er durch ist: Es darf mit ein paar feuchten Krümeln herauskommen, nass sein darf es nicht. Und schau ihn dir an – gleichmäßig goldbraun und die Kanten lösen sich ein wenig von der Form, dann stimmt es.

Schritt 5:

Lass den Kuchen 10 Minuten in der Form stehen, stürz ihn dann auf ein Gitter und lass ihn ganz auskühlen. In der Zwischenzeit kochst du 150 ml Espresso mit 50 g Zucker kurz auf, lässt ihn abkühlen und rührst 30–40 ml Marsala hinein. Dann schlägst du 200 ml Schlagsahne steif und hebst sie vorsichtig unter 500 g Mascarpone, 80–100 g Puderzucker, wenn du magst 1 TL Vanille und 30–40 ml Marsala, bis die Creme glatt und luftig ist. Tränk den ausgekühlten Gugelhupf mit dem Espresso-Sirup – am besten mit dem Pinsel und schön gleichmäßig –, verteil die Mascarponecreme großzügig darüber und bestäub alles zum Schluss mit 20 g Kakaopulver.

Worauf es ankommt

  • Hitze: Bei Umluft geh ich auf 160 °C herunter, sonst wird die Kruste zu dunkel; 180 °C Ober-/Unterhitze sind der Normalfall.
  • Zeit: Trag den Espresso-Sirup lauwarm auf. Ist er zu heiß, fällt die Creme zusammen; ist er zu kalt, zieht er nicht richtig ein.
  • Standfestigkeit: Ich schlage die 200 ml Schlagsahne nur bis zu weichen Spitzen und hebe sie ganz zum Schluss unter die Mascarpone, dann bleibt die Creme luftig.
  • Ersatz: Ohne Alkohol nehme ich statt Marsala einfach 30 ml Espresso mehr oder etwas Amaretto-Aroma.

Zutaten austauschen

  • Ohne Gluten: eine 1:1 glutenfreie Mehlmischung nehmen. Die Krume wird etwas anders und weniger elastisch.
  • Ohne Laktose: laktosefreie Mascarpone und Schlagsahne verwenden. Die Textur bleibt gleich, im Mund merkst du kaum einen Unterschied.
  • Weniger Zucker: bis zu 25 % weglassen. Denk daran, dass Zucker auch den Geschmack rundet und Feuchtigkeit hält.
  • Ohne Koffein: entkoffeinierten Espresso nehmen. Der Geschmack bleibt, die Röstnoten werden schwächer.

So kannst du abwandeln

  • Schoko-Orange: 30 g Kakaopulver in den Teig und Orangenschale in die Mascarpone.
  • Nuss-Amaretto: 50 g fein gehackte Haselnüsse unter den Teig mischen und mehr Amaretto in den Sirup geben.
  • Mini-Gugelhupf: kleinere Formen nehmen und die Backzeit auf 20–25 Minuten verkürzen.
  • Karamell-Tiramisu: Karamellsauce in den Espresso-Sirup rühren und weniger Zucker in die Creme geben.
  • Mal anders: espressogetränkte Löffelbiskuits in Schichten in die Form legen, dann kommt das klassische Tiramisu durch.

Fragen, die mir oft gestellt werden

Wie weit kann ich vorarbeiten?
Ja. Ich backe den Gugelhupf und rühre die Creme bis zu 24 Stunden vorher an. Bewahr die Creme getrennt auf und setz alles erst kurz vor dem Servieren zusammen, dann bleibt es frisch und standfest.
Kann ich einfach alles verdoppeln?
Ja, mit ein paar Handgriffen: etwa +10–20 % Backzeit und größere Formen. Achte darauf, dass der Teig die Form höchstens zu 2/3 füllt.
Butter oder Öl – was ist besser?
Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge an Öl (also z. B. 112–120 g); die Krume wird dann ein wenig anders.
Woran sehe ich, dass es gar ist?
Er ist gleichmäßig goldbraun und zieht sich leicht vom Formrand zurück. Am Holzstäbchen hängen ein paar feuchte Krümel, nass darf es nicht sein.
Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
Fehlt Mascarpone, misch ich 250 g Quark 40 % mit 250 g Frischkäse und schmeck den Zucker neu ab. Die Textur ändert sich ein wenig, cremig bleibt es trotzdem.

Wozu ich es reiche

Ich schneide den Gugelhupf in dünne Scheiben und bestäube sie leicht mit Kakaopulver. Dazu passt ein kräftiger Espresso oder ein süßer Dessertwein, zum Beispiel Vin Santo. Fürs Buffet schneide ich gleich große Stücke und leg ein paar Amarettini daneben, die geben einen schönen Knusper dazu.

Aufbewahrung

  • Aufbewahren: im Kühlschrank bei höchstens 4 °C, am besten nicht länger als 48 Stunden.
  • Wieder erwärmen: brauchst du nicht, und lauwarm leidet die Creme. Nimm ihn bei Bedarf 30 Minuten vor dem Servieren heraus.
  • Sicher ist sicher: In der Creme sind keine rohen Eier. Arbeite trotzdem sauber und halte alles gut gekühlt.
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