Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

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Veganer Schokokuchen ohne Ei und Butter: Saftig aus der Kastenform!

Veganer Schokokuchen ohne Ei und Butter: Saftig aus der Kastenform!
Portionen 1 Kastenform (25 cm), ca. 12 Scheiben
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 50 Minuten
Gesamt 1 Stunde 5 Minuten

Ein Schokokuchen ohne Ei und ohne Butter klingt erst einmal nach Verzicht. Ist er aber nicht. Als meine Enkelin anfing, sich rein pflanzlich zu ernähren, habe ich diesen Teig so lange umgestellt, bis er genau so wurde, wie ich ihn mag: dunkel, saftig, mit einer Krume, die beim Schneiden nicht bröselt. Das Geheimnis ist der Schuss Essig in der Pflanzenmilch, der zusammen mit Natron für die Lockerung sorgt, die sonst die Eier übernehmen.

Dazu kommt, dass dieser Kuchen wirklich einfach ist. Du brauchst kein Rührgerät, nur eine Schüssel, einen Schneebesen und eine Kastenform von 25 Zentimetern. Trockenes zusammenrühren, Flüssiges dazu, verrühren, einfüllen, backen. Öl statt Margarine hält den Kuchen auch am nächsten Tag noch feucht, und das Öl musst du nicht einmal schmelzen.

Zutaten

  • 280 g Weizenmehl Type 405
  • 50 g Backkakao, stark entölt
  • 180 g Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver (15 g)
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 300 ml Hafermilch, ungesüßt
  • 1 EL Apfelessig
  • 120 ml neutrales Öl (Raps oder Sonnenblume)
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 100 ml starker Kaffee, abgekühlt
  • 80 g vegane Zartbitterschokolade, grob gehackt
  • etwas Öl und Mehl für die Form
  • 1 TL Kakao zum Bestäuben

Zubereitung

Schritt 1: Milch säuern und Form vorbereiten

Gib den Apfelessig in die Hafermilch, rühre einmal um und lass beides zehn Minuten stehen. Die Milch dickt leicht an und flockt etwas, das soll so sein. In der Zeit heizt du den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Pinsle die Kastenform dünn mit Öl aus und stäube sie mit Mehl aus, oder lege sie mit Backpapier aus, das an den langen Seiten übersteht.

Schritt 2: Trockene Zutaten mischen

Siebe Mehl, Kakao, Backpulver und Natron in eine große Schüssel. Das Sieben ist bei Kakao wirklich nötig, sonst bleiben kleine dunkle Klümpchen im Teig, die sich später nicht mehr auflösen. Gib Zucker und Salz dazu und verrühre alles gründlich mit dem Schneebesen, bis die Mischung gleichmäßig braun ist und keine helleren Mehlstreifen mehr zu sehen sind.

Schritt 3: Teig anrühren

Gieße die gesäuerte Hafermilch, das Öl, den Vanilleextrakt und den abgekühlten Kaffee zu den trockenen Zutaten. Rühre mit dem Schneebesen zügig von der Mitte nach außen, bis gerade kein Mehl mehr zu sehen ist, etwa 30 Sekunden. Rühre nicht länger, sonst wird der Kuchen zäh. Hebe zum Schluss zwei Drittel der gehackten Schokolade mit einem Löffel unter.

Schritt 4: Backen

Fülle den Teig in die Form, streiche ihn glatt und klopfe die Form einmal leicht auf die Arbeitsfläche, damit große Luftblasen entweichen. Streue die restliche Schokolade obenauf. Backe den Kuchen auf der unteren Schiene 50 Minuten. Nach 35 Minuten kannst du ihn locker mit Alufolie abdecken, falls die Oberfläche schon sehr dunkel wird. Mach die Stäbchenprobe in der Mitte: Es darf feucht glänzen, aber kein flüssiger Teig kleben.

Schritt 5: Auskühlen lassen

Nimm den Kuchen aus dem Ofen und lass ihn 15 Minuten in der Form stehen, sonst bricht er beim Stürzen. Löse ihn dann mit einem Messer vom Rand und stürze ihn auf ein Kuchengitter. Lass ihn dort mindestens eine Stunde vollständig auskühlen. Erst dann bestäubst du ihn mit dem Teelöffel Kakao und schneidest ihn mit einem langen, glatten Messer in Scheiben.

Omas Tipps

  • Der Kaffee schmeckt man nicht. Die 100 Milliliter Kaffee machen den Kuchen nicht kaffeebraun im Geschmack, sie verstärken nur den Kakao und lassen ihn dunkler wirken. Wenn du gar keinen Kaffee im Haus hast, nimm die gleiche Menge heißes Wasser. Für Kinder funktioniert entkoffeinierter Kaffee genauso.
  • Essig und Natron gehören zusammen. Lass den Essig nicht weg und tausche das Natron nicht gegen mehr Backpulver. Die beiden reagieren miteinander und liefern den Auftrieb, den sonst die Eier bringen würden. Zitronensaft in gleicher Menge geht auch, Weinessig würde ich nicht nehmen.
  • Schokolade vorher mehlieren. Wälze die gehackte Schokolade in einem Teelöffel vom abgemessenen Mehl, bevor du sie unterhebst. So sinkt sie nicht komplett auf den Boden der Kastenform, sondern verteilt sich über die ganze Höhe der Scheiben.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Der Kuchen bleibt drei bis vier Tage saftig. Bewahre ihn bei Zimmertemperatur in einer Dose auf oder schlage ihn in Frischhaltefolie ein, die Schnittfläche zuerst. Im Kühlschrank würde er schnell trocken und fest werden, dorthin gehört er nicht. Ein Stück Apfel mit in der Dose hält die Krume zusätzlich feucht, tausche es nach zwei Tagen aus.

Einfrieren funktioniert hervorragend, weil kein Ei darin ist, das nach dem Auftauen wässert. Schneide den ausgekühlten Kuchen in Scheiben, lege Backpapier zwischen die Stücke und friere sie bis zu drei Monate ein. Eine einzelne Scheibe taut in einer halben Stunde bei Zimmertemperatur auf und schmeckt dann fast wie frisch gebacken.

Häufige Fragen

Kann ich statt Hafermilch eine andere Pflanzenmilch nehmen?
Ja, Sojamilch funktioniert sogar noch etwas besser, weil sie durch den Essig kräftiger andickt und der Krume Stand gibt. Mandel- und Dinkeldrink gehen ebenfalls, nur Reisdrink ist mir zu dünn und süß. Nimm in jedem Fall eine ungesüßte Sorte, sonst wird der Kuchen zu süß.
Warum ist mein Kuchen in der Mitte eingefallen?
Meist wurde die Ofentür zu früh geöffnet oder der Kuchen kam fünf Minuten zu zeitig heraus. Lass die Tür die ersten 35 Minuten zu und verlass dich auf die Stäbchenprobe statt auf die Uhr. Auch zu langes Rühren nach der Zugabe der Flüssigkeit kann die Struktur schwächen.
Geht das Rezept auch in einer Springform?
Ja, in einer Springform mit 20 Zentimetern Durchmesser passt die Menge gut. Die Backzeit verkürzt sich dann auf etwa 40 Minuten, weil der Teig flacher liegt. Prüfe ab Minute 35 mit dem Holzstäbchen, der Rand darf sich leicht von der Form lösen.
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