Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kekse & Plätzchen

Vanillekipferl mit 1 Packung Puddingpulver, schmeckt nicht nur zu Weihnachten!

Vanillekipferl mit 1 Packung Puddingpulver, schmeckt nicht nur zu Weihnachten!
Portionen 6 Personen
Vorbereitung 35 Minuten (zzgl. 30–60 Minuten Kühlzeit)
Garzeit 12–15 Minuten pro Blech
Gesamt 80–110 Minuten (inkl. Ruhezeit)

Vanillekipferl gehören bei mir auf jede Kaffeetafel, und mein kleiner Trick ist 1 Packung Vanille-Puddingpulver (37 g) im Teig. Das macht den Mürbteig zart und gibt ihm eine feine Vanillenote. Du bekommst hier Kipferl, die auf der Zunge zergehen — für den Kaffee, für die Dessertplatte und für die Blechdose zum Verschenken. Wichtig sind nur ein paar Dinge: kalte Butter, wenig kneten und ein Auge auf die Backzeit.

Was dieses Rezept besonders macht

Das Vanille-Puddingpulver nimmt dem Teig die Klebrigkeit und macht die Krume feiner und gleichmäßiger, ohne dass die Kipferl ihre zarte Mürbe verlieren. Kalte Butter, schnelles Arbeiten und eine Runde im Kühlschrank halten den Teig ruhig — dann werden die Kipferl außen fest und bleiben innen buttrig weich. Und wenn du magst, spiel ein wenig: Schon etwas wärmere Butter oder ein heißerer Ofen verändern Farbe und Biss. Da lohnt es sich, hinzuschauen.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 300 g Weizenmehl (Type 405)
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 Packung (37 g) Vanille-Puddingpulver
  • 80 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelb
  • 200 g kalte Butter, gewürfelt
  • 100 g Puderzucker und 1 Päckchen Vanillezucker zum Bestäuben

Für die Sauce

  • Brauchst du nicht. Ein starker Kaffee oder ein milder Tee dazu, mehr will es gar nicht.

So bereite ich es zu

Vanillekipferl mit 1 Packung Puddingpulver, schmeckt nicht nur zu Weihnachten! – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

In eine große Schüssel kommen 300 g Mehl, 100 g gemahlene Mandeln, 1 Packung Vanille-Puddingpulver, 80 g Zucker und 1 Prise Salz. Dann arbeite ich 200 g kalte Butter in Würfeln mit den Fingerspitzen ein, bis alles sandig krümelt — mit dem Knethaken geht das genauso. Zum Schluss kommen 2 Eigelb dazu, und du formst zügig einen glatten Teig. Knete nicht lange, sonst wird er zäh statt mürbe.

Schritt 2:

Teil den Teig in 3 Portionen, roll ihn zu Strängen von etwa 1,5 cm Durchmesser und leg sie abgedeckt 30–60 Minuten kalt. Prüf danach kurz: Der Teig muss fest genug sein, dass du saubere Stücke abschneiden kannst. Ist er noch zu weich, gib ihm nochmal 15–30 Minuten im Kühlschrank.

Schritt 3:

Schneide die Rollen in 3–4 cm lange Stücke und dreh sie mit sanftem Druck zu kleinen Hörnchen. Leg sie mit genug Abstand nebeneinander auf ein Blech mit Backpapier, immer nur eine Lage. Im Ofen fängt es dann an, nach Vanille und Mandeln zu duften; die Oberfläche bleibt matt und glänzt nach etwa 8–10 Minuten ganz leicht.

Schritt 4:

Back die Kipferl bei 175 °C Ober-/Unterhitze für 12–15 Minuten. Woran du siehst, dass sie fertig sind: Die Ränder sind ganz leicht goldbraun, die Oberfläche ist fest, aber nicht dunkel, und unten haben sie eine gleichmäßige, blassgoldene Farbe. Bei Umluft nimm -10–15 °C weniger und schau lieber früher nach.

Schritt 5:

Lass die Kipferl nach dem Backen 1–2 Minuten auf dem Blech liegen und wälze sie dann noch warm in einer Mischung aus 100 g Puderzucker und 1 Päckchen Vanillezucker — warm hält der Zucker viel besser. Danach lass sie auf einem Gitter ganz auskühlen. In der Ruhe setzt sich die Krume, und der Geschmack rundet sich ab.

Worauf es ankommt

  • Nimm kalte Butter und arbeite den Teig nur kurz. Dann schmiert nichts und die Krume wird schön mürbe.
  • Kühl die Teigrollen mindestens 30 Minuten; wenn du Zeit hast, ruhig bis zu 60 Minuten. Dann lassen sie sich am besten schneiden.
  • Back immer nur eine Lage und dreh das Blech nach der halben Zeit um 180°, dann bräunen alle gleichmäßig.
  • Bei Umluft geh mit der Temperatur um 10–15 °C runter und schau schon nach 10 Minuten nach.

Zutaten austauschen

  • Ohne Gluten: Ersetz 200–250 g Mehl durch eine Mischung aus 200 g gemahlenen Mandeln und 50–100 g glutenfreiem Mehlmix. Die Kipferl werden etwas dichter und nussiger.
  • Ohne Laktose: Nimm eine gute pflanzliche Backmargarine mit mindestens 70–82 % Fett. Mürbe bleiben sie, nur das Butteraroma fehlt ein wenig.
  • Kein Puddingpulver da? 20 g Maisstärke und 1 TL Vanilleextrakt halten den Teig genauso zusammen, die Vanille kommt nur feiner durch.

So kannst du abwandeln

  • Braune Butter: die Butter vorher kurz anbräunen, das schmeckt nussig.
  • Haselnuss-Kipferl: gemahlene Haselnüsse statt Mandeln nehmen.
  • Mit Schokolade: die Spitzen in 70 % Schokolade tauchen und trocknen lassen.
  • Zitrone und Vanille: 1 TL Zitronenschale in den Teig, das macht frisch.
  • Zum Verschenken: ganz kleine Kipferl aus 1–2 cm dicken Rollen, die sehen fein aus in der Dose.
  • Für Mutige: etwas geriebene Tonkabohne und ein paar Meersalzflocken darüber.

Fragen, die mir oft gestellt werden

Wie weit kann ich vorarbeiten?
Ziemlich weit. Der Teig hält sich bis zu 2 Tage im Kühlschrank, als Rollen bis zu 2 Monate im Gefrierfach. Fertig geformte, gefrorene Kipferl kannst du direkt backen, gib ihnen nur 1–2 Minuten länger.
Kann ich einfach alles verdoppeln?
Ja, das geht gut. Nimm größere Schüsseln, verarbeite den Teig portionsweise und achte darauf, dass er kalt bleibt. Back in mehreren Durchgängen, dann hast du Hitze und Farbe besser im Griff.
Butter oder Öl – was ist besser?
Butter, ganz klar. Öl geht auch, dann fehlt aber das Butteraroma. Nimm etwa ¾ der Menge an neutralem Pflanzenöl und einen Teelöffel Vanilleextrakt dazu; die Kipferl werden weniger mürbe und etwas fester.
Woran sehe ich, dass es gar ist?
Die Ränder sind leicht goldbraun, die Oberfläche ist fest, aber nicht dunkel, und unten sind die Kipferl blassgolden. Hebst du eins hoch, darf es nicht mehr weich nachgeben.
Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
Hast du keine gemahlene Mandeln, nimm fein gehackte Haselnüsse. Fehlt das Puddingpulver, nimm Maisstärke mit Vanilleextrakt (siehe oben).

Wozu ich es reiche

Ich richte die Kipferl auf einem flachen Teller an oder lege sie in kleine Papierförmchen, leicht übereinander. Dazu passt ein kräftiger Filterkaffee, ein milder Schwarztee oder ein Gläschen Dessertwein. Fürs Buffet nehme ich kleine Schalen, und zum Verschenken kommen die Kipferl luftdicht in eine Blechdose.

Aufbewahrung

  • Aufbewahren: In einer gut schließenden Dose halten sie sich bei Zimmertemperatur 10–14 Tage; im Gefrierfach bis zu 2 Monate (ungebacken oder gebacken).
  • Aufwärmen: Brauchst du nicht. Wenn du magst, kurz bei 150 °C für 2–3 Minuten in den Ofen, dann sind sie wie frisch.
  • Sicherheit: Arbeite sauber. Rohe Eier nur kurz und im gut gekühlten Teig verarbeiten; bist du unsicher, nimm pasteurisiertes Eigelb.
Alle Rezepte: Kekse & Plätzchen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert