Marzipankugeln
Diese Kugeln backe ich seit Jahren in der Adventszeit, meist als Letztes, wenn der Ofen von den anderen Blechen noch warm ist. Die Marzipan-Rohmasse kommt direkt in den Mürbeteig, deshalb bleiben sie innen weich statt hart. In die Mulde kommt Himbeergelee – das Saure passt zum Marzipan und zu den paar Tropfen Zitronenaroma besser als jede Konfitüre mit Stückchen.
Zutaten
- 200 g Mehl
- 150 g Marzipan-Rohmasse
- 1 Ei
- 50 g Puderzucker
- 100 g Butter
- Aroma (Zitrone), einige Tropfen
- 1 Glas Himbeergelee
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung

Schritt 1: Teig vorbereiten
Knete alle Zutaten bis auf das Himbeergelee und den Puderzucker zum Bestäuben zu einem glatten Teig. Wickel ihn in Frischhaltefolie und leg ihn mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Kalt wird er fest und lässt sich viel leichter rollen.
Schritt 2: Kugeln formen
Heiz den Ofen auf 200°C vor. Form aus dem gekühlten Teig kleine Kugeln, haselnussgroß. Drück mit dem Finger in jede Kugel eine Mulde und füll vorsichtig etwas Himbeergelee hinein.
Schritt 3: Backen und Verzieren
Setz die gefüllten Kugeln auf ein Blech mit Backpapier. Back sie etwa 15 Minuten, bis sie goldgelb sind. Danach kurz abkühlen lassen und großzügig mit Puderzucker bestäuben.
Innen bleiben die Bällchen weich, das Gelee gibt die Säure dazu und das Zitronenaroma die Frische. Bei uns stehen sie auf der Kaffeetafel oder wandern in eine Tüte zum Verschenken.
Der Kniff, der den Unterschied macht
200 °C sind für so kleine Kugeln viel – bei mir sind sie nach 12 Minuten schon goldgelb. Ich schiebe deshalb erst ein Probeblech mit vier Kugeln hinein und gehe auf 180 °C Ober-/Unterhitze zurück, wenn die Ränder zu schnell bräunen. Die Mulde drücke ich mit dem Stielende eines Holzlöffels, dann läuft das Gelee beim Backen nicht aus.
Varianten
- Mit Johannisbeergelee statt Himbeergelee werden die Kugeln säuerlicher und die Füllung bleibt dunkler.
- Statt Zitronenaroma reibe ich die Schale einer unbehandelten Orange in den Teig, das passt gut zum Marzipan.
- Wer keine Mulde drücken mag, formt aus dem Teig eine Rolle, schneidet Scheiben ab und setzt auf jede Scheibe einen halben Teelöffel Gelee.
Aufbewahrung
In einer Blechdose mit Butterbrotpapier zwischen den Lagen halten sich die Kugeln zwei bis drei Wochen. Puderzucker streue ich erst kurz vor dem Servieren darüber, sonst zieht er ins Gelee ein. Ungebackene Teigkugeln lassen sich drei Monate einfrieren und gefroren mit fünf Minuten mehr Backzeit fertigbacken.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich Marzipan-Rohmasse durch fertiges Marzipan ersetzen?
- Fertiges Marzipan enthält deutlich mehr Zucker. Wenn du es nimmst, lass die 50 g Puderzucker im Teig weg, sonst werden die Kugeln zu süß und laufen beim Backen breiter auseinander.
- Warum muss der Teig eine Stunde in den Kühlschrank?
- Butter und Marzipan machen den Teig weich und klebrig. Gekühlt lässt er sich zu Kugeln rollen, ohne an den Händen zu haften, und die Kugeln behalten im Ofen ihre Form, statt flach zu werden.
- Wie groß sollen die Kugeln sein?
- Haselnussgroß, also etwa 15 g pro Stück; aus dem Teig werden so um die 40 Kugeln. Größere Kugeln bleiben innen roh, weil die Backzeit von 15 Minuten für sie nicht ausreicht.
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