Traditionelles Spritzgebäck nach Omas Geheimrezept
Spritzgebäck backe ich ab Ende November, meist zwei bis drei Bleche an einem Nachmittag. Der Teig ist schlicht: 380 g weiche Butter, Streuzucker, gesiebtes Mehl und gemahlene Mandeln, mehr braucht es nicht. Wichtig ist nur, dass er weich genug bleibt, um durch die Sterntülle zu gehen. Die abgekühlten Stangen tauche ich zur Hälfte in geschmolzene Schokolade, das verlangen die Enkel jedes Jahr.
Zutaten
- 500 Gramm glattes Mehl, gesiebt
- 125 Gramm Mandelmehl (gemahlene Mandeln)
- 380 Gramm ungesalzene Butter, bei Raumtemperatur
- 250 Gramm Streuzucker
- 1/4 Teelöffel Vanille-Extrakt
- Prise Salz
- 2 Eigelb, falls erforderlich
Für die Schokoladenkuvertüre
- 100 Gramm Zartbitter- oder Vollmilchschokolade, grob gehackt
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitung
Heiz den Ofen auf 180°C vor. Leg 2-3 große Backbleche mit Backtrennpapier aus und stell sie beiseite.
Schritt 2: Teig herstellen
Gib die Butter in eine Rührschüssel und schlag sie mit dem Handrührgerät schaumig. Dann kommen Zucker, Vanille und Salz dazu; rühr alles gut unter.
Schritt 3: Mehl hinzufügen
Gib das Mehl nach und nach dazu und rühr es unter. Danach arbeitest du das Mandelmehl ein und knetest alles zu einem weichen Teig. Er muss weich genug sein, dass er durch den Spritzbeutel geht. Ist er zu fest, gib das Eigelb dazu.
Schritt 4: Spritzen und Backen
Füll den Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle und spritz 3 Zoll lange Streifen auf das Backblech. Back die Kekse 12 Minuten, bis sie leicht goldfarben sind. Lass sie 5 Minuten auf dem Blech liegen, bevor du sie auf ein Abkühlgitter legst.
Schritt 5: Mit Schokoladenkuvertüre glasieren
Wenn du magst, glasierst du die Kekse mit geschmolzener Schokolade. Schmilz sie über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle und tauch die Kekse zur Hälfte ein. Dann lass sie in Ruhe stehen, bis die Schokolade fest geworden ist.
Die abgekühlten Kekse hebst du in einer gut schließenden Dose auf. So hast du das Spritzgebäck von Oma immer griffbereit, wenn Besuch kommt.
Mein Tipp
Der Teig muss zimmerwarm bleiben, sonst bekommst du ihn nicht durch die Sterntülle. Wird er zu fest, hilft ein Eigelb, keine Milch, Milch macht ihn klebrig und die Rillen verlaufen im Ofen. Nimm einen stabilen Spritzbeutel mit Metalltülle, die dünnen Einwegbeutel platzen bei 380 g Butterteig fast immer an der Naht.
Andere Ideen
- Mit dem Abrieb einer Bio-Zitrone im Teig schmecken die Kekse frischer und brauchen dann gar keine Schokolade mehr.
- Für eine dunkle Variante ersetze ich zwei Esslöffel Mehl durch zwei Esslöffel Kakaopulver und spritze die Streifen etwas kürzer.
- In die noch weiche Schokolade streue ich gehackte Pistazien oder gehobelte Mandeln, das hält beim Aushärten von allein.
Aufheben und Einfrieren
In einer Blechdose mit gut schließendem Deckel halten die Kekse drei bis vier Wochen, mit Backpapier zwischen den Lagen, damit die Schokolade nicht verklebt. Kühl und trocken lagern, nicht im Kühlschrank. Eingefroren bleiben sie ohne Glasur drei Monate knusprig, sie tauen in zwanzig Minuten bei Zimmertemperatur auf.
Häufige Fragen
- Warum verlaufen die Rillen beim Backen und die Kekse werden flach?
- Dann war die Butter zu warm oder schon halb geschmolzen. Stell die fertig gespritzten Bleche zehn Minuten kalt, bevor sie in den Ofen kommen, dann bleiben die Zacken stehen. Der Ofen muss dabei fertig vorgeheizt sein.
- Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?
- Ja, aber er wird im Kühlschrank steinhart. Nimm ihn zwei Stunden vorher heraus und knete ihn kurz mit den Händen weich, sonst ist er nicht spritzfähig. Frisch angerührt geht es schneller und einfacher.
- Woran erkenne ich, dass die Kekse gar sind?
- Nach etwa zwölf Minuten sind die Ränder hell goldbraun, die Mitte bleibt blass. Sie fühlen sich beim Herausnehmen noch weich an und werden erst beim Abkühlen fest, deshalb fünf Minuten auf dem Blech ruhen lassen.
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