Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Liköre & Getränke

Toffifee-Likör: Cremig, haltbar und in 15 Minuten fertig!

Toffifee-Likör: Cremig, haltbar und in 15 Minuten fertig!
Portionen etwa 700 ml (10 kleine Gläser)
Vorbereitung 5 Minuten
Garzeit 10 Minuten
Gesamt 15 Minuten

Es gibt diese kleinen Schachteln, die bei uns zu Hause nie lange überlebt haben. Toffifee standen bei mir früher immer im Schrank neben dem Kaffeegeschirr, und wenn Besuch kam, war die Schachtel nach einer halben Stunde leer. Irgendwann habe ich mir gedacht: Was Karamell, Haselnuss und Schokolade zusammen so gut können, das müsste sich doch auch trinken lassen. Und genau so ist dieser Likör entstanden, an einem verregneten Novembernachmittag, als ich eigentlich Plätzchen backen wollte.

Das Schöne daran ist, wie wenig Aufwand dahintersteckt. Du brauchst keinen Mixer, der eine Stunde läuft, und keine Geduld über Wochen. In einer Viertelstunde steht der Likör fertig in der Flasche, cremig, tief karamellfarben und mit diesem leicht nussigen Nachklang. Er hält sich gut vier Wochen im Kühlschrank, und wenn du ihn verschenken willst, brauchst du nur eine hübsche Flasche und ein Band darum.

Zutaten

  • 200 g Toffifee (etwa 2 Schachteln)
  • 250 ml Sahne
  • 200 ml gezuckerte Kondensmilch
  • 100 ml Vollmilch
  • 150 ml Wodka (37,5 %)
  • 1 TL Kakaopulver, stark entölt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

Schritt 1: Toffifee vorbereiten

Nimm die Toffifee aus der Schachtel und schneide jedes Stück mit einem großen Messer einmal durch. Das klingt kleinlich, aber die Karamellhülle schmilzt sonst deutlich langsamer als die Schokolade und du stehst länger am Herd. Gib die halbierten Stücke zusammen mit der Sahne und der Milch in einen kleinen Topf. Die Nüsse dürfen ruhig ganz bleiben, die zerfallen später beim Pürieren.

Schritt 2: Langsam schmelzen lassen

Stelle den Topf auf mittlere bis kleine Hitze und rühre mit einem Schneebesen, ohne Pause. Die Masse darf auf keinen Fall kochen, sonst gerinnt die Sahne und das Karamell brennt am Boden an. Nach etwa sechs bis sieben Minuten hast du eine glatte, hellbraune Creme, in der nur noch die Haselnüsse als Stückchen schwimmen. Wenn du kleine Karamellfäden am Schneebesen siehst, rühr einfach weiter, die lösen sich.

Schritt 3: Kondensmilch und Kakao einrühren

Nimm den Topf vom Herd und rühre die gezuckerte Kondensmilch unter. Sie macht den Likör dick und sorgt dafür, dass er sich später nicht so schnell entmischt. Siebe das Kakaopulver darüber, damit es keine Klümpchen gibt, und gib die Prise Salz dazu. Das Salz schmeckst du nicht heraus, es hebt aber das Karamell deutlich an und nimmt der Süße die Spitze.

Schritt 4: Pürieren

Geh mit dem Pürierstab in den Topf und mixe etwa eine Minute lang. Die Haselnüsse werden dabei fein zerkleinert und geben dem Likör seinen leicht sämigen Körper. Halte den Stab schräg und tief im Topf, sonst spritzt die heiße Masse. Wer es ganz glatt mag, gießt den Likör anschließend durch ein feines Sieb, ich lasse die feinen Nusspartikel lieber drin.

Schritt 5: Alkohol zugeben und abfüllen

Lass die Masse etwa fünf Minuten stehen, bis sie handwarm ist, und rühre dann erst den Wodka ein. Kippst du ihn in die heiße Creme, verfliegt ein Teil des Alkohols und der Likör schmeckt flach. Fülle alles mit einem Trichter in saubere, heiß ausgespülte Flaschen und verschließe sie sofort. Im Kühlschrank wird der Likör über Nacht noch deutlich dicker.

Omas Tipps

  • Flaschen vorher heiß ausspülen. Weil Sahne und Milch drin sind, entscheidet die Sauberkeit der Flasche über die Haltbarkeit. Ich spüle sie mit kochendem Wasser aus und lasse sie kopfüber auf einem sauberen Tuch abtropfen, bis sie trocken sind.
  • Vor jedem Einschenken kräftig schütteln. Das Karamell und die feinen Haselnusspartikel setzen sich nach zwei, drei Tagen am Flaschenboden ab. Ein kurzes Schütteln reicht, dann ist der Likör wieder gleichmäßig cremig.
  • Zu dick geworden? Mit Milch strecken. Wenn der Likör nach zwei Tagen im Kühlschrank fast wie Pudding steht, rühre pro 500 ml einfach 30 bis 50 ml kalte Milch unter. Sahne würde ihn noch schwerer machen, Milch bringt ihn wieder auf Trinkstärke.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Der Likör gehört in den Kühlschrank, nicht in den Schrank. In gut verschlossenen, sauber ausgespülten Flaschen hält er sich dort etwa vier Wochen. Der Wodka konserviert zwar mit, aber Sahne und Kondensmilch bleiben eben frische Milchprodukte. Stell die Flasche in die kälteste Ecke, meist ganz unten über dem Gemüsefach, und nicht in die Tür, wo es bei jedem Öffnen wärmer wird. Riecht der Likör beim Öffnen säuerlich oder hat sich eine feste Schicht gebildet, die sich nicht wegschütteln lässt, gehört er weg.

Einfrieren würde ich nicht empfehlen. Durch den Alkoholgehalt wird der Likör ohnehin nicht richtig fest, und beim Auftauen trennt sich die Sahne vom Karamell in Flocken, die sich auch durch Schütteln nicht mehr binden lassen. Wenn du auf Vorrat arbeiten willst, mach lieber zwei kleinere Ansätze im Abstand von zwei Wochen.

Häufige Fragen

Kann ich statt Wodka einen anderen Alkohol nehmen?
Brauner Rum passt sehr gut, er verstärkt das Karamell noch. Auch Haselnusslikör funktioniert, dann nimm aber nur 100 ml davon und 50 ml Wodka, sonst wird es zu süß. Von Weinbrand rate ich ab, seine Traubennote beißt sich mit der Schokolade.
Warum ist mein Likör körnig geworden?
Fast immer war die Hitze zu hoch und die Sahne ist angezogen. Das passiert schon, bevor es sichtbar sprudelt. Rette ihn, indem du ihn noch einmal gründlich pürierst und durch ein feines Sieb gießt, dann ist er wieder glatt genug zum Trinken.
Geht das Rezept auch ohne Alkohol?
Ja, ersetze den Wodka durch 150 ml Milch und einen halben Teelöffel Vanilleextrakt. Der Likör wird dann allerdings nur noch etwa fünf Tage haltbar, weil die konservierende Wirkung fehlt. Kinder lieben ihn leicht erwärmt als Kakao-Ersatz.
Toffifee-Likör: Cremig, haltbar und in 15 Minuten fertig!
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