Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kuchen & Backen

Suchtfaktor 100, Omas Traumkekse sie sind einfach ein muss

Suchtfaktor 100, Omas Traumkekse sie sind einfach ein muss
Vorbereitung 25 Minuten
Ruhezeit 30 Minuten (Teig kühlen)

Suchtfaktor 100, Omas Traumkekse sie sind einfach ein muss

Diese Kekse backe ich seit Jahren nach demselben Zettel, der inzwischen Fettflecken hat. Die 50 Gramm Speisestärke im Mehl sind der Unterschied zu gewöhnlichen Schokokeksen: Sie machen den Rand mürbe und die Mitte weich. Der braune Zucker sorgt dafür, dass sie nicht hart werden. Bei mir liegen sie in der Blechdose auf dem Schrank, und die ist selten lange voll.

Zutaten

  • 250 g weiche Butter (Zimmertemperatur)
  • 150 g Zucker
  • 100 g brauner Zucker
  • 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur)
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL fein abgeriebene Zitronenschale (optional)
  • 350 g Weizenmehl (Type 405)
  • 50 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 100 g Zartbitterschokolade, grob gehackt oder Schokotropfen
  • 50 g gehackte Haselnüsse oder Walnüsse (optional)

Zubereitung

Suchtfaktor 100, Omas Traumkekse sie sind einfach ein muss – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.
  1. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Butter mit beiden Zuckersorten in einer Rührschüssel 2–3 Minuten cremig schlagen, bis die Masse hell und luftig ist.
  3. Das Ei, Vanilleextrakt und optional die Zitronenschale zufügen und kurz unterrühren, bis alles homogen ist.
  4. Mehl, Speisestärke, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel miteinander vermengen und kurz durchmischen.
  5. Die trockenen Zutaten zügig zur Butter-Zucker-Mischung geben und mit einem Holzlöffel oder auf niedriger Stufe nur so lange rühren, bis ein geschmeidiger Teig entsteht (nicht übermixen).
  6. Schokolade und Nüsse unterheben, gleichmäßig im Teig verteilen.
  7. Den Teig für ca. 30 Minuten in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank kühlen, das erleichtert das Formen und verhindert starkes Verlaufen beim Backen.
  8. Mit einem Teelöffel oder einem kleinen Eisportionierer walnussgroße Portionen (ca. 18–22 g) abstechen und mit genügend Abstand (ca. 4 cm) auf das Backblech setzen.
  9. Optional die Teiglinge leicht flach drücken, damit sie gleichmäßig ausbacken.
  10. Im vorgeheizten Ofen 10–12 Minuten backen, bis die Ränder hellgolden sind; die Mitte kann noch etwas weich erscheinen, sie festigt beim Abkühlen.
  11. Kekse 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
  12. Abgekühlte Kekse in einer luftdichten Dose aufbewahren; Teigkugeln lassen sich vor dem Backen auch einfrieren und bei Bedarf direkt backen (Backzeit eventuell +1–2 Minuten).

Tipps

  • Für gleichmäßige Kekse mit einer Portionierhilfe oder Eisportionierer arbeiten.
  • Teig nicht zu lange rühren, sonst werden die Kekse zäh statt zart.
  • Ein kurzer Testkeks hilft: Backen Sie zuerst zwei Kekse, um Ofenzeit und Optik zu prüfen.
  • Die Kekse nehmen an Knusprigkeit zu, wenn sie vollständig auskühlen — innen bleiben sie dann schön weich.
  • In einer luftdichten Dose halten sich die Kekse 4–5 Tage; zum Frischhalten ein Stück Apfelscheibe mit in die Dose legen.
  • Reste des Teigs können in Kugeln eingefroren werden; vor dem Backen 5–10 Minuten auftauen lassen.

Varianten

  • Chocolate-Overload: 50 g Kakaopulver im Teig und zusätzlich weiße Schokotropfen einrühren für intensiven Schokoladengeschmack.
  • Zitrus-Honig: Statt Vanille 1 TL Honig und 1 TL Orangenschale verwenden, Schokolade durch getrocknete Aprikosen ersetzen.
  • Hafer-Version: 100 g feine Haferflocken unter den Teig mischen und Mehl um 50 g reduzieren für mehr Biss.
  • Nuss-Karamell: Grob gehackte Walnüsse und kleine Karamellstückchen untermischen, nach dem Backen mit etwas Meersalz bestreuen.
  • Vegane Variante: Butter durch pflanzliche Margarine ersetzen, Ei durch 2 EL Apfelmus oder 2 EL Sojajoghurt ersetzen und Backzeit prüfen.

Darauf kommt es an

Nimm die Kekse aus dem Ofen, wenn nur die Ränder hellgolden sind und die Mitte noch unfertig aussieht. Auf dem heißen Blech garen sie fünf Minuten nach, genau dabei entsteht der weiche Kern. Wartest du, bis die Mitte im Ofen fest ist, hast du hinterher harte Plätzchen. Und die halbe Stunde Kühlzeit nicht überspringen.

Abwandlungen

  • Statt Zartbitterschokolade 100 g weiße Schokolade und die abgeriebene Schale einer Orange nehmen.
  • Mit 100 g gehackten getrockneten Cranberrys statt der Nüsse werden es Kekse für den Adventsteller.
  • Wer Salzkaramell mag, drückt vor dem Backen ein paar Körner grobes Meersalz auf jeden Teigling.

Aufbewahren und Aufwärmen

In einer luftdichten Blechdose bleiben die Kekse eine Woche weich, ein Stück Apfel oder eine Brotrinde in der Dose hilft zusätzlich. Nicht zusammen mit Mürbeplätzchen lagern, die werden sonst zäh. Rohe Teigkugeln halten drei Monate im Gefrierfach und wandern gefroren aufs Blech, dann ein bis zwei Minuten länger backen.

Das werde ich oft gefragt

Kann ich die Speisestärke weglassen?
Dann ersetzt du sie durch 50 g Mehl, aber die Kekse werden fester und weniger mürbe. Die Stärke bremst die Klebernetze im Mehl, genau davon kommt der zarte Rand. Ich würde sie deshalb drin lassen.
Meine Kekse laufen auf dem Blech breit, woran liegt das?
Meist an zu weicher Butter oder an übersprungener Kühlzeit. Der Teig gehört eine halbe Stunde in den Kühlschrank, und die Kugeln kommen auf ein kaltes Blech. Ein warmes Blech vom vorigen Durchgang lässt sie sofort auseinanderfließen.
Kann der Teig über Nacht im Kühlschrank bleiben?
Ja, bis zu zwei Tage in Frischhaltefolie. Er wird dann sehr fest, deshalb lässt du ihn 15 Minuten bei Zimmertemperatur stehen, bevor du die Kugeln abstichst. Durch das lange Kühlen schmecken die Kekse sogar runder.
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