Streuselkuchen mit Vanillepudding backe ich sicher 2x pro Woche!
Hier kommt der klassische Streuselkuchen mit Vanillepudding — der, den ich wirklich oft backe. Ich zeige dir, wie der Hefeboden luftig wird, wie der Pudding fest genug bleibt und wie die Streusel schön knusprig werden, mit allen Zeiten und Temperaturen, damit er dir jedes Mal gleich gut gelingt.
Warum es sich lohnt
Drei Dinge treffen hier aufeinander: ein weicher, goldbraun gebackener Hefeboden, eine seidige Vanillepuddingschicht und grobe, buttrige Streusel, die richtig knuspern. Butter, gute Vanille und eine maßvolle Süße, die den Teig nicht zudeckt — mehr braucht es nicht. Achte beim Pudding auf die Hitze und bei den Streuseln darauf, dass die Butter kalt bleibt und du nicht zu lange knetest.
Zutaten
Für das Gericht:
- Für den Hefeteig: 500 g Weizenmehl Type 550, 250 ml Milch (lauwarm, ca. 30–35 °C), 60 g Zucker, 8 g Salz, 60 g weiche Butter, 1 Ei (ca. 50 g), 21 g frische Hefe (oder 7 g Trockenhefe), 1 TL Zitronenschale (optional).
- Für den Vanillepudding: 600 ml Milch, 80 g Zucker, 40 g Maisstärke, 2 Eigelbe, 1 Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt, 20 g Butter zum Glänzen.
- Für die Streusel: 200 g Weizenmehl Type 405, 120 g Zucker, 150 g kalte Butter in Stücken, 1 Prise Salz, optional 1 TL Zimt.
- Sonstiges: Backform Springform Ø 26–28 cm oder rechteckige Form 30 x 40 cm, Butter zum Ausfetten.
Zum Verfeinern
- Wenn du magst, geschlagene Sahne (200 ml), leicht gesüßt, oder ein Löffel Fruchtkompott (zum Beispiel Kirschkompott) für die Säure.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Lös die Hefe in der lauwarmen Milch (30–35 °C) mit einem Teelöffel Zucker auf und lass sie 5–8 Minuten stehen, bis sie leicht schäumt. Dann mischst du Mehl, Zucker und Salz, gibst das Ei, die weiche Butter und die Hefemilch dazu und knetest den Teig 8–10 Minuten, bis er elastisch und geschmeidig ist. Form eine glatte Kugel, deck sie ab und lass sie an einem warmen Platz (etwa 25–28 °C) 45–60 Minuten gehen, bis sie deutlich aufgegangen ist — doppeltes Volumen reicht völlig.
Schritt 2:
Für den Pudding erhitzt du 600 ml Milch mit der aufgeschlitzten Vanilleschote bis knapp unter den Siedepunkt (85–90 °C). Währenddessen verrührst du 40 g Maisstärke mit 80 g Zucker und den Eigelben zu einer glatten Paste. Nimm etwas heiße Milch weg, rühr die Stärkemischung damit an, gib alles zurück in den Topf und koch den Pudding unter ständigem Rühren 1–2 Minuten, bis er sichtbar andickt. Zum Schluss rührst du 20 g Butter ein; dann glänzt er und wird samtig. Beim Abkühlen soll er schnittfest bleiben und trotzdem noch nachgeben.
Schritt 3:
Die Streusel entstehen ganz schnell: 200 g Mehl, 120 g Zucker, eine Prise Salz und 150 g kalte Butter in Stückchen mit den Händen verreiben oder kurz im Zerkleinerer pulsieren, bis grobe, ungleiche Krümel entstehen, ungefähr so groß wie Erbsen. Reibst du zu fein, wird es sandig; lässt du es zu grob, backen sie ungleichmäßig. Ich stelle die Streusel vor dem Aufstreuen noch 15 Minuten kalt, damit die Butter wieder fest wird und sie im Ofen schichten.
Schritt 4:
Roll den gegangenen Teig in die gefettete Form aus und zieh ihn an den Seiten ein Stück hoch. Darauf verteilst du den lauwarmen — nicht heißen — Pudding (etwa 30–35 °C) und dann gleichmäßig die kalten Streusel. Gebacken wird im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze (bei Umluft 160 °C) auf der mittleren Schiene 30 Minuten, bis die Streusel tief goldbraun sind und der Rand des Bodens fest ist.
Schritt 5:
Nach dem Backen lass den Kuchen 20–30 Minuten in der Form stehen, damit sich der Pudding setzt und beim Anschneiden nicht davonläuft. Der Pudding soll dann matt aussehen, die Streusel karamellisiert und der Rand gleichmäßig braun. Für saubere Schnitte lässt du ihn auf einem Gitter ganz auskühlen.
Meine Tipps
- Für gleichmäßige Streusel nimm kalte Butter und arbeite schnell, sonst werden sie fettig und zerlaufen.
- Beim Pudding auf die Hitze achten: 85–90 °C zum Andicken; wird es zu heiß, wird er körnig.
- Heiz den Ofen immer vor und stell die Form in die Mitte, dann bräunt alles gleichmäßig.
- Wird der Rand zu früh braun, deck ihn kurz mit Alufolie ab. Die Temperatur aber nicht herunterdrehen, sonst wird der Pudding nicht mehr fest.
Alternativen
- Vollkornmehl (bis 30 %) bringt mehr Geschmack und Biss, macht den Teig aber etwas dichter.
- Laktosefrei: laktosefreie Butter und H-Milch nehmen; am Pudding ändert sich nichts.
- Glutenfrei: eine Mehlmischung mit Bindemittel (Xanthan) nehmen; die Krume wird krümeliger, plan darum 10–20 % mehr Flüssigkeit ein.
- Statt frischer Hefe geht 7 g Trockenhefe; sonst bleibt alles gleich.
Varianten
- Etwas Zitronenabrieb in den Streuseln bringt Frische.
- Frische Kirschen zwischen Pudding und Streusel geben Fruchtsäure.
- Schokostreusel: 30 g Kakaopulver in die Streuselmasse einarbeiten.
- Karamellisierte Mandelblättchen kurz vor Ende der Backzeit auf die Streusel geben, das knuspert.
- Oder eine Apfel-Zimt-Puddingfüllung mit Streuseln aus Haferflocken — schön rustikal.
Noch offene Fragen?
- Lässt sich das schon am Vortag vorbereiten?
- Ja. Pudding und Streusel kannst du am Vortag machen und kalt stellen; den Teig lässt du frisch gehen. Beim Aufwärmen im Ofen bei 150 °C für 8–10 Minuten werden die Streusel wieder knusprig.
- Klappt das Rezept auch für die doppelte Menge?
- Ja, mit ein paar Anpassungen: Nimm größere Schüsseln, teil den Teig auf zwei Backformen auf und lass ihn etwas länger gehen. Die Backzeit bleibt ähnlich, schau einfach auf die Farbe.
- Geht statt Butter auch Öl?
- Ja, allerdings geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge Öl und gib bei Bedarf einen Esslöffel Butteraroma dazu.
- Wie prüfe ich den Garpunkt?
- Schau und fühl: Die Streusel sind tief goldbraun und fest, der Teigrand federt leicht und ist gebräunt. Wenn du sanft draufdrückst, darf an den Seiten kein flüssiger Pudding hochquellen.
- Womit kann ich fehlende Zutaten austauschen?
- Keine frische Hefe da? Nimm Trockenhefe (7 g). Fehlt Milch, kannst du bis zu 20 % der Flüssigkeit durch Wasser ersetzen, dann bräunt der Teig allerdings weniger schön.
So serviere ich es
Ich schneide den Kuchen in Rechtecke oder Tortenstücke und gebe ihn leicht warm oder bei Zimmertemperatur auf den Tisch. Am schönsten sieht er mit matter Puddingoberfläche und karamellisierten Streuseln aus. Dazu passen ungesüßte Sahne oder ein säuerliches Kompott — zur Kaffeetafel, zum Brunch oder als Nachtisch nach einem leichten Essen.
Reste und Aufbewahrung
- Aufbewahrung: Im Kühlschrank bis zu 48 Stunden; vor dem Servieren auf Zimmertemperatur bringen, dann schmeckt der Pudding besser.
- Wiedererwärmen: Im Ofen bei 150 °C für 8–10 Minuten, nicht in der Mikrowelle, sonst sind die Streusel nicht mehr knusprig.
- Lebensmittelsicherheit: Pudding mit Ei hebt man nicht zu lange auf; im Zweifel höchstens 48 Stunden im Kühlschrank.
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