Quark Ruhrkuchen mit 220g Margarine in 5 Minuten im Ofen
Quark Ruhrkuchen mit 220g Margarine in 5 Minuten im Ofen
Ein Blechkuchen für den Fall, dass unangemeldet Besuch vor der Tür steht. Der Teig aus 220 g Margarine und 250 g Quark ist in einer Viertelstunde gerührt, kommt dünn aufs Blech und bleibt nur 5 Minuten bei 220 °C im heißen Ofen. Genau darum muss die Schicht wirklich dünn sein — höchstens einen Zentimeter. Mit Puderzucker und ein paar Beeren steht er zum Kaffee auf dem Tisch.
Zutaten
- 220 g Margarine, weich
- 150 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker (oder 1 TL Vanilleextrakt)
- 3 Eier (Größe M)
- 250 g Quark (20 % Fett)
- 300 g Weizenmehl (Type 405)
- 1 Päckchen Backpulver (ca. 15 g)
- 1 Prise Salz
- Abrieb einer Bio-Zitrone
- 50 ml Milch (optional, falls der Teig zu fest ist)
- Puderzucker zum Bestäuben oder frische Beeren zum Servieren (optional)
Zubereitung

- Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech (etwa 20 x 30 cm) mit Backpapier auslegen.
- Die weiche Margarine mit Zucker und Vanillezucker in einer Rührschüssel 2–3 Minuten cremig schlagen, bis die Masse heller und fluffig wirkt.
- Die Eier nacheinander unterrühren, jeweils kurz schlagen, bis die Masse wieder homogen ist.
- Quark und Zitronenabrieb kurz unterrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
- Mehl, Backpulver und Salz mischen, portionsweise unter die feuchte Masse heben. Falls der Teig sehr fest wirkt, 1–2 EL Milch zugeben, so dass ein streichfähiger, aber nicht flüssiger Teig entsteht.
- Den Teig gleichmäßig dünn (etwa 0,8–1,2 cm dick) auf das vorbereitete Backblech streichen — eine dünne Schicht ist entscheidend für die sehr kurze Backzeit.
- Das Blech in die Mitte des vorgeheizten Ofens schieben und bei 220 °C 5 Minuten backen. Die Oberfläche sollte hellgolden sein; Stäbchenprobe: in der Mitte darf noch leicht feucht, aber nicht roh sein.
- Das Blech herausnehmen, den Kuchen kurz 5 Minuten abkühlen lassen, dann vom Backpapier heben oder direkt bestäuben und in Stücke schneiden. Nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben oder mit frischen Beeren servieren.
Tipps
- Die Teigdicke entscheidet über die Backzeit: Dünn ausstreichen (ca. 1 cm), sonst verlängert sich die Backzeit deutlich.
- Jeder Ofen heizt anders — nach 4 Minuten prüfen und bei Bedarf eine weitere Minute geben, damit der Kuchen nicht austrocknet.
- Für eine gleichmäßigere Bräunung das Blech möglichst mittig einschieben und keine Luftlöcher in den Teig drücken.
- Reste halten sich abgedeckt 1–2 Tage im Kühlschrank; kurz vor dem Servieren auf Raumtemperatur bringen, dann ist die Textur am besten.
- Wenn der Teig zu dick wird, statt Milch ein wenig Pflanzenöl (1 EL) verwenden, das macht ihn geschmeidiger ohne zu beschweren.
Varianten
- Zitronen-Mohn: 1–2 EL Mohn unter den Teig heben und zusätzliches Zitronenaroma für frische Note.
- Beerenbelag: Vor dem Backen eine dünne Schicht frische Beeren (z. B. Himbeeren) auf den Teig legen; sie backen in der kurzen Zeit gut mit.
- Schoko-Variation: 50 g Zartbitter-Schokotropfen unter den Teig mischen für kleine Schokostücke im Kuchen.
- Leichtere Version: Magerquark verwenden und die Margarine durch 180 g Apfelmus ersetzen (Textur leicht verändert, Backzeit ggf. anpassen).
Darauf kommt es an
Die kurze Backzeit funktioniert nur, wenn der Ofen die 220 °C wirklich erreicht hat und der Teig 0,8 bis 1,2 cm dünn gestrichen ist. Streichst du ihn dicker, gib 3 bis 4 Minuten dazu und decke ihn mit Backpapier ab, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Und wiege die Milch nicht dazu, wenn der Teig schon streichfähig ist.
Abwandlungen
- Vor dem Backen 150 g Heidelbeeren oder halbierte Kirschen auf den Teig drücken — die Beeren sinken bei der kurzen Zeit nicht durch.
- Die Margarine durch dieselbe Menge weiche Butter ersetzen, dann schmeckt der Kuchen kräftiger nach Butter.
- Statt Zitronenabrieb 2 TL Kakao unter ein Drittel des Teigs rühren und marmoriert aufs Blech streichen.
Aufbewahren und Aufwärmen
Der Kuchen ist saftig und hält sich zugedeckt bei Raumtemperatur 2 Tage, im Kühlschrank in einer Dose 4 Tage — dort schmeckt er allerdings fester. In Stücke geschnitten friert er 2 Monate ein; einzeln in Folie wickeln und bei Zimmertemperatur in etwa einer Stunde auftauen. Puderzucker immer erst kurz vor dem Servieren darüberstäuben.
Das werde ich oft gefragt
- Kann ich Magerquark statt 20 % Quark nehmen?
- Ja, der Teig wird dann etwas fester. Rühre einen Esslöffel mehr Milch unter, damit er sich noch dünn streichen lässt. Geschmacklich ist der Unterschied klein, mit 20 % bleibt der Kuchen zwei Tage länger saftig.
- Mein Blech ist größer als 20 x 30 cm — was tun?
- Auf einem Standardblech wird die Schicht sehr dünn, dann reichen 4 Minuten. Streiche den Teig lieber auf zwei Drittel der Fläche und ziehe einen Rand aus zusammengefaltetem Backpapier, damit er nicht auseinanderläuft.
- Woran erkenne ich, dass er fertig ist?
- Die Oberfläche ist hellgolden und federt auf leichten Fingerdruck zurück. Beim Stäbchentest darf die Mitte noch leicht feucht sein, aber kein roher Teig kleben. Im Zweifel eine Minute nachbacken, bei 220 °C geht es schnell.
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