Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Suppen & Eintöpfe

Kohlrabi Kartoffel Mohren Eintopf mit Wiener Würstchen und 200 g Schmelzkäse

Kohlrabi Kartoffel Mohren Eintopf mit Wiener Würstchen und 200 g Schmelzkäse
Vorbereitung 20 Minuten
Ruhezeit Keine

Kohlrabi Kartoffel Mohren Eintopf mit Wiener Würstchen und 200 g Schmelzkäse

Kohlrabi, Kartoffeln und Möhren stehen bei uns im Herbst sowieso in der Speisekammer, und dieser Eintopf macht daraus ein Essen für sechs. Der Schmelzkäse ist der Trick meiner Schwiegermutter: 200 Gramm binden die Brühe zu einer sämigen Suppe, ohne dass man Mehl anschwitzen muss. Die Wiener kommen erst am Ende dazu, damit sie nicht aufplatzen. Dazu gibt es bei mir nur Brot.

Zutaten

  • Kohlrabi: 600 g (geschält und in Würfel, ca. 1–2 cm)
  • Kartoffeln: 600 g (festkochend oder vorwiegend, geschält und gewürfelt)
  • Möhren (Mohren): 300 g (in Scheiben oder Würfel)
  • Zwiebel: 1 große (fein gewürfelt)
  • Knoblauch: 1 Zehe (fein gehackt, optional)
  • Butterschmalz oder Öl: 1 EL
  • Butter: 20 g
  • Gemüse- oder Hühnerbrühe: 1,0–1,2 l (heiß)
  • Wiener Würstchen: 6 Stück (ca. 360–400 g), in Scheiben
  • Schmelzkäse: 200 g (Natur oder würzig nach Geschmack)
  • Lorbeerblatt: 1
  • Thymian (getrocknet): 1/2 TL oder 1–2 Zweige frisch
  • Muskatnuss: frisch gerieben, eine Prise
  • Salz: nach Geschmack (ca. 1–1,5 TL)
  • Pfeffer: frisch gemahlen nach Geschmack
  • Frische Petersilie: eine Handvoll, gehackt zum Servieren

Zubereitung

Kohlrabi Kartoffel Mohren Eintopf mit Wiener Würstchen und 200 g Schmelzkäse – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.
  1. Gemüse vorbereiten: Kohlrabi, Kartoffeln und Möhren schälen bzw. putzen und gleichmäßig würfeln (ca. 1–2 cm), Zwiebel fein hacken, Knoblauch vorbereiten.
  2. In einem großen Topf das Butterschmalz oder Öl erhitzen, die Butter dazugeben und die Zwiebel bei mittlerer Hitze ca. 3–4 Minuten glasig anschwitzen, optional den Knoblauch kurz mitbraten (30–60 Sekunden).
  3. Kohlrabi, Kartoffeln und Möhren in den Topf geben, kurz mit anbraten (2–3 Minuten), dann mit der heißen Brühe ablöschen, Lorbeerblatt und Thymian zugeben und aufkochen.
  4. Die Hitze reduzieren und den Eintopf bei mittlerer bis schwacher Hitze 20–25 Minuten köcheln lassen, bis Kartoffeln und Kohlrabi weich sind (mit einer Gabel prüfen).
  5. Lorbeerblatt entfernen. Den Schmelzkäse in Stücken hinzufügen und unter Rühren bei geringer Hitze schmelzen lassen, bis eine gleichmäßige, cremige Konsistenz entsteht; bei Bedarf etwas Brühe oder Wasser zufügen, wenn der Eintopf zu dick ist.
  6. Wiener Würstchen in Scheiben schneiden und in den Topf geben, noch 5–7 Minuten mitziehen lassen, bis sie warm sind. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Eintopf mit gehackter Petersilie bestreuen und sofort servieren. Wer es sämiger mag, kann vor dem Hinzufügen der Würstchen etwa 1/4 des Gemüses mit dem Kochlöffel leicht zerdrücken oder kurz pürieren.

Tipps

  • Schnitte gleichmäßig halten: Gleich große Würfel garen gleichmäßig und vermeiden zerkochtes Gemüse.
  • Brühetemperatur: Heiße Brühe beschleunigt das Ankochen und reduziert die Gesamtzeit.
  • Überkochen vermeiden: Kartoffeln und Kohlrabi werden matschig, wenn sie zu lange kochen; lieber früher prüfen.
  • Aufbewahrung: Im Kühlschrank hält sich der Eintopf 2–3 Tage in einem luftdichten Behälter; Schmelzkäse verändert nach dem Einfrieren oft die Textur, daher lieber nicht einfrieren.
  • Nachwürzen am Ende: Salz und Pfeffer immer zuletzt anpassen, da Schmelzkäse bereits Salz mitbringt.

Varianten

  • Vegetarisch: Wiener Würstchen durch Räuchertofu oder gebratene Pilze ersetzen und eventuell etwas Sojasauce für Würze hinzufügen.
  • Würziger Eintopf: 1 TL scharfes Paprikapulver oder 1 TL Currypulver zugeben, passt gut zu Schmelzkäse für eine rauchige Note.
  • Leichtere Variante: Statt Schmelzkäse 150 g Naturjoghurt oder 100 ml Crème fraîche unterrühren (nicht mehr kochen), für weniger Fett.
  • Mit Speck: Vor dem Gemüse 100 g gewürfelten Speck auslassen, dann Zwiebel und Gemüse in dem ausgetretenen Fett anbraten für rauchige Tiefe.
  • Kräuterfrisch: Kurz vor dem Servieren etwas Zitronenschale und zusätzlich frischen Dill oder Schnittlauch unterheben für Frische.

Omas Tipp

Den Schmelzkäse bei kleiner Hitze und in Stücken einrühren, niemals in den kochenden Topf werfen. Kocht er, trennt sich das Fett und die Suppe wird flockig. Ich nehme den Topf dafür kurz von der Platte und rühre, bis alles glatt ist. Erst danach kommen die Würstchenscheiben hinein und ziehen bei schwacher Hitze warm.

So kannst du abwandeln

  • Statt Wiener Würstchen 300 g Kasseler in Würfeln oder gebratene Mettwürstchen in den Topf geben.
  • Ohne Fleisch: die Würstchen weglassen, Gemüsebrühe nehmen und zum Schluss 200 g Kichererbsen aus der Dose zugeben.
  • Mit einer Petersilienwurzel oder einer Stange Lauch statt der Hälfte des Kohlrabis wird der Eintopf würziger.

Reste aufbewahren

Der Eintopf hält im Kühlschrank drei Tage und schmeckt am zweiten Tag kräftiger. Beim Aufwärmen nur langsam erhitzen und nicht kochen lassen, sonst flockt der Schmelzkäse. Einfrieren würde ich ihn nicht, die Kartoffeln werden mehlig und der Käse trennt sich. Bei Bedarf mit einem Schuss Brühe wieder flüssiger rühren.

Noch Fragen?

Kann ich Frischkäse statt Schmelzkäse nehmen?
Ja, 200 g Doppelrahm-Frischkäse binden ähnlich, schmecken aber milder und säuerlicher. Rühr ihn genauso bei kleiner Hitze ein. Etwas mehr Salz und eine kräftigere Prise Muskat gleichen den fehlenden Käsegeschmack aus.
Woran erkenne ich, ob der Kohlrabi holzig ist?
Große Knollen über zehn Zentimeter haben oft harte Fasern dicht unter der Schale, die schälst du großzügig zweimal ab. Bleibt der Kohlrabi nach 25 Minuten noch fest, während die Kartoffeln schon weich sind, war die Knolle zu alt.
Welche Kartoffeln passen am besten?
Festkochende bleiben als Würfel erhalten, vorwiegend festkochende zerfallen leicht und binden die Brühe zusätzlich. Ich nehme meist vorwiegend festkochende und zerdrücke ein Viertel der Würfel am Topfrand, dann ist der Eintopf sämig, ohne dass alles Brei wird.
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