Ultrasaftige Frikadellen ich nehme 800g Hackfleisch mit 2 große Zwiebel
Ultrasaftige Frikadellen ich nehme 800g Hackfleisch mit 2 große Zwiebel
Frikadellen gehören bei mir zum Samstag, wenn die Enkel kommen und jeder etwas anderes will. Der Unterschied liegt für mich bei den zwei großen Zwiebeln: Ich schwitze sie vorher an, roh würden sie in der Masse knacken und Wasser ziehen. Dazu altbackenes Weißbrot in 50 ml Milch statt trockener Brösel. Aus 800 g Hack werden sechs bis acht Stück – warm mit Kartoffelsalat, kalt am nächsten Tag aufs Brot.
Zutaten
- 800 g gemischtes Hackfleisch (Rind/Schwein)
- 2 große Zwiebeln (fein gewürfelt)
- 1 Scheibe altbackenes Weißbrot oder 2 Scheiben Toast (ca. 50 g)
- 50 ml Milch (zum Einweichen des Brots)
- 1 Ei (Größe M)
- 2 EL Semmelbrösel (optional, für Festigkeit)
- 1 TL Senf (mittelscharf)
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1 TL Salz (oder nach Geschmack)
- ½ TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 2 EL frisch gehackte Petersilie
- 1–2 EL Öl zum Braten (z. B. Sonnenblumen- oder Rapsöl)
- Optional: 1 TL Worcestersauce oder 1 TL Sojasauce für mehr Umami
Zubereitung

- Zwiebeln schälen und fein würfeln. In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 5–7 Minuten glasig und leicht gebräunt anschwitzen, dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
- Brot in kleine Stücke zupfen und mit der Milch in einer Schüssel ca. 5 Minuten einweichen, anschließend überschüssige Milch leicht ausdrücken, so dass das Brot feucht, aber nicht tropfnass ist.
- In einer großen Schüssel Hackfleisch, das Ei, den eingeweichten Brotbruch, die abgekühlten Zwiebeln, Senf, Paprika, Salz, Pfeffer, Petersilie und optional Worcestersauce geben.
- Mit sauberen Händen oder einer Gabel die Masse gleichmäßig, aber nicht zu intensiv vermengen (etwa 30–60 Sekunden), bis alles gut gebunden ist; zu starkes Kneten macht die Frikadellen zäh.
- Mit angefeuchteten Händen gleichgroße Portionen (je ca. 100–120 g) formen und flach zu runden Frikadellen drücken; ergibt ungefähr 6–8 Stück.
- Die geformten Frikadellen auf einen Teller legen und 10 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, das hilft beim Formen und verhindert ein Auseinanderfallen beim Braten.
- In einer großen Pfanne 1–2 EL Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Frikadellen portionsweise 4–5 Minuten pro Seite braten, bis sie eine schöne Kruste haben und innen nicht mehr roh sind (Kerntemperatur ca. 70 °C oder bis kein rosa Fleisch mehr sichtbar ist).
- Fertige Frikadellen auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen und vor dem Servieren 3–5 Minuten ruhen, dann bleiben sie saftiger.
Tipps
- Die Zwiebeln vorher leicht anbraten: Das reduziert Flüssigkeit und gibt mehr Geschmack als rohe Zwiebeln.
- Nicht zu lange oder zu fest kneten: Überkneten macht die Frikadellen zäh statt zart.
- Wenn die Masse zu feucht wirkt, Semmelbrösel oder etwas mehr Brot zugeben; ist sie zu trocken, einen Schuss Milch oder ein zusätzliches Ei ergänzen.
- In Chargen braten, die Pfanne nicht überfüllen, damit die Frikadellen gleichmäßig bräunen.
- Reste lassen sich gut ein- bis zweimal aufwärmen; im Ofen bei 160 °C für 8–10 Minuten erhitzen, so bleiben sie saftiger als in der Mikrowelle.
Varianten
- Bacon-Variante: Kleine Speckwürfel mit den Zwiebeln anbraten und unter die Masse mischen für rauchiges Aroma.
- Kräuter-Feta: 50 g zerbröselten Feta und zusätzliche frische Kräuter (Dill, Minze) unterheben für mediterranen Geschmack.
- Pikant: 1 TL Chiliflocken oder 1 EL Harissa zur Masse geben für eine scharfe Note.
- Leichtere Version: Halb Rinderhack, halb Putenhack verwenden und weniger Fett zum Braten (oder im Ofen bei 200 °C ca. 18–22 Minuten backen).
- Kohlenhydratreduziert: Brot weglassen und stattdessen 40 g gemahlene Mandeln oder fein geraspelte Zucchini (gut ausgedrückt) verwenden.
Omas Tipp
Lass die Zwiebeln wirklich abkühlen, bevor sie ans Hack kommen – heiße Zwiebeln garen das Ei an und die Masse wird bröselig. Vermenge alles nur 30 bis 60 Sekunden, bis es zusammenhält; wer länger knetet, bekommt zähe, gummiartige Frikadellen. Gebraten wird bei mittlerer Hitze. Zu heiß, und außen sitzt eine schwarze Kruste, während innen noch rohes Fleisch ist.
So kannst du abwandeln
- Statt gemischtem Hack nehme ich manchmal 800 g reines Rinderhack, dann brate ich pro Seite eine Minute kürzer, weil es sonst trocken wird.
- Für kleine Bällchen nach Königsberger Art lasse ich das Paprikapulver weg und ziehe sie 15 Minuten in leicht siedender Brühe gar statt in der Pfanne.
- Mit 100 g fein geriebenem Gouda in der Masse werden sie kräftiger im Geschmack; dann salze ich nur einen halben Teelöffel.
Reste aufbewahren
Ausgekühlt halten sich die Frikadellen in einer verschlossenen Dose drei bis vier Tage im Kühlschrank. Zum Einfrieren lege ich sie einzeln auf ein Brett, friere sie an und packe sie erst dann in einen Beutel – bis zu drei Monate. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und 8 Minuten bei 160 Grad im Ofen aufwärmen.
Noch Fragen?
- Kann ich das eingeweichte Weißbrot durch Semmelbrösel ersetzen?
- Ja, dann nimm vier Esslöffel Semmelbrösel und die 50 ml Milch dazu, damit sie quellen können. Ganz trocken untergerührt saugen sie später Saft aus dem Fleisch und die Frikadellen werden fest. Fünf Minuten quellen lassen reicht.
- Warum fallen meine Frikadellen beim Braten auseinander?
- Meist fehlt die Ruhezeit im Kühlschrank, oder das Brot war zu nass. Drück es gut aus, gib bei sehr weicher Masse die zwei Esslöffel Semmelbrösel dazu und wende erst, wenn sich unten eine feste Kruste gebildet hat, also nach gut vier Minuten.
- Gehen sie auch im Backofen statt in der Pfanne?
- Ja. Leg sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech und schieb sie bei 200 Grad Ober-/Unterhitze etwa 25 Minuten hinein, nach der Hälfte wenden. Die Kruste wird blasser als in der Pfanne, dafür brauchst du kaum Öl und alle sind gleichzeitig fertig.
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