Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Blechkuchen

Orangen Schmandkuchen backe ich 2 x die Woche

Orangen Schmandkuchen backe ich 2 x die Woche
Portionen 8 Personen
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 45 Minuten
Gesamt 65 Minuten

Diesen Orangen-Schmandkuchen backe ich zweimal die Woche, und er wird nie langweilig. Er ist saftig, hat eine feine Krume und obendrauf eine Schmandschicht, die schön säuerlich gegen die Butter im Teig steht. Er passt zum Kaffee am Nachmittag genauso wie auf eine gedeckte Tafel.

Darum mag ich dieses Rezept

Mir gefällt, wie die buttrige Basis und die frische Orange zusammengehen. Der einfache Rührteig und der Schmandbelag ergeben zusammen einen Kuchen, der feucht bleibt, aber trotzdem gut schneidbar ist, mit einer glänzenden Oberfläche. Er sieht hübsch aus, ohne dass du dir Arbeit damit machen musst — deshalb steht er bei mir sowohl unter der Woche als auch am Sonntag auf dem Tisch.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 125 g Butter, zimmerwarm
  • 150 g Zucker
  • 3 Eier (Größe M)
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 TL Backpulver (ca. 5 g)
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Milch
  • 200 g Schmand (20–24 % Fett)
  • 1 Bio-Orange (Saft und Abrieb)
  • 1 EL Speisestärke (ca. 9 g)
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben (optional)
  • Springform: 26 cm Durchmesser, gefettet und bemehlt

Zum Verfeinern

  • Braucht es nicht; wenn du magst, gib 100 g Orangenkompott dazu, dann schmeckt er noch fruchtiger.

So bereite ich es zu

Orangen Schmandkuchen backe ich 2 x die Woche – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.

Schritt 1:

Zuerst heize ich den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor und mache die 26 cm Springform fertig: fetten und leicht mit Mehl ausstäuben. Butter und Zucker rühre ich hell und luftig, das dauert ein paar Minuten. Erst dann kommen die 3 Eier dazu, eins nach dem anderen und jedes nur kurz untergerührt.

Schritt 2:

Mehl, Backpulver und Salz siebe ich zusammen und gebe sie in zwei Portionen abwechselnd mit den 100 ml Milch unter die Butter-Ei-Masse. Rühr nur so lange, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Der Teig soll schwer vom Löffel fallen — wenn du zu lange rührst, wird er gummig statt fein.

Schritt 3:

Den Teig streiche ich gleichmäßig in die Form. Für die Decke verrühre ich 200 g Schmand mit Saft und Abrieb einer Bio-Orange und 1 EL Speisestärke glatt und streiche das als gleichmäßige Schicht obendrauf. Im Ofen zieht sich der Schmand ein wenig zusammen, und beim Abkühlen wird er fest und glänzt.

Schritt 4:

Gebacken wird bei 180 °C, etwa 45 Minuten. Fertig ist er, wenn die Oberfläche hell goldbraun ist und der Schmand gleichmäßig gestockt ist, ohne große Risse. Stich mit einem Holzstäbchen in die Teigschicht, nicht in den Schmand — es soll nur ein paar feuchte Krümel mitnehmen. Glänzt die Mitte noch feucht, gebe ich ihm in 5-Minuten-Schritten mehr Zeit.

Schritt 5:

Nach dem Backen stelle ich die Form auf ein Gitter und lasse den Kuchen 15–20 Minuten darin stehen, damit sich die Schmandschicht setzt. Dann löse ich den Ring und lasse ihn ganz auskühlen; dabei wird die Krume fester und die Orange kommt deutlicher durch. Vor dem Servieren stäube ich, wenn ich mag, ein wenig Puderzucker darüber.

Kleine Kniffe

  • Nimm zimmerwarme Butter und Eier, dann verbindet sich alles besser und die Krume bleibt fein.
  • Bei Umluft geh auf 160–165 °C herunter und schau 5–10 Minuten früher nach.
  • Wirkt der Schmand zu dünn, rühr 1 EL Speisestärke unter, sonst verläuft er beim Backen.
  • Stell die Form in die Mitte des Ofens und mach die Tür während der Backzeit nicht auf.

Alternativen

  • Statt Schmand: 200 g Crème fraîche schmeckt etwas säuerlicher und wird sahniger, 200 g griechischer Joghurt ist dünner — dann rühr 1 EL Speisestärke mit ein. Mit Joghurt wird die Oberfläche fester und weniger glänzend.
  • Ohne Weizen: Für eine glutenfreie Variante 200 g glutenfreies Mehlmix nehmen und 1–2 EL mehr Flüssigkeit dazugeben; der Kuchen wird ein wenig krümeliger.
  • Laktosefrei: laktosefreier Schmand und laktosefreie Butter, am Geschmack ändert sich kaum etwas.

Varianten

  • Mit Mürbeteigboden: Die Basis durch 200 g Mürbeteig ersetzen, das gibt einen knusprigen Boden.
  • Mit Mandeln: 50 g gemahlene Mandeln in den Teig, dann wird er saftiger und schmeckt nussig.
  • Mit Grand Marnier: 1–2 EL Likör in die Schmandmasse rühren, das ist etwas für die Erwachsenen.
  • Vegan: Pflanzliche Margarine, Sojajoghurt statt Schmand und 1 EL Apfelmus je Ei zum Binden; die Krume wird dabei anders.
  • Mit Zuckerglasur: Orangen-Zuckerguss aus 100 g Puderzucker und 2–3 EL Orangensaft darübergeben, das gibt Farbe und Glanz.

Das werde ich oft gefragt

Wie weit kann ich vorarbeiten?
Back ihn ruhig einen Tag früher. Lass ihn ganz auskühlen, pack ihn dicht ein und stell ihn in den Kühlschrank, dort bleibt er bis zu 3 Tage gut. Nimm ihn 20–30 Minuten vor dem Servieren heraus, kalt schmeckt er nach viel weniger.
Kann ich einfach alles verdoppeln?
Ja, aber nimm dann eine größere Form, 28–30 cm, oder gleich zwei, und rechne mit etwa 10–15 Minuten mehr Backzeit. Bei der großen Menge machst du am besten zweimal die Stäbchenprobe.
Butter oder Öl – was ist besser?
Butter schmeckt besser, Öl geht aber auch. Nimm dann etwa ¾ der Menge an neutralem Öl und gib 10–15 g Butteraroma oder Vanille dazu, sonst fehlt dem Kuchen der runde Geschmack.
Woran sehe ich, dass es gar ist?
Die Ränder sind goldbraun und der Schmand ist gleichmäßig fest. Drück leicht auf die Mitte: Sie gibt nach, ist aber nicht mehr flüssig. Und das Stäbchen kommt aus der Teigschicht mit nur wenigen feuchten Krümeln heraus.
Womit kann ich fehlende Zutaten austauschen?
Fehlt der Schmand, nimm Crème fraîche oder griechischen Joghurt. Fehlt das Backpulver, helfen im Notfall 1/2 TL Natron mit 1 TL Zitronensaft; der Geschmack wird dann ein wenig anders.

So serviere ich es

Ich schneide den Kuchen in saubere Stücke und stäube feinen Puderzucker darüber, manchmal lege ich dünne Scheiben kandierte Orange dazu. Dazu passt schwarzer Kaffee oder ein herber Tee. Kommt Besuch, gebe ich einen Löffel Orangenkompott oder eine Kugel Vanilleeis daneben.

Aufbewahren und Aufwärmen

  • Aufbewahren: gut verpackt im Kühlschrank bis zu 3 Tage; einfrieren geht auch, dicht eingewickelt bis zu 1 Monat.
  • Aufwärmen: sanft bei 150 °C für 8–10 Minuten in den Ofen, dann ist er wieder weich und duftet.
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