Omas Mutzen ohne Hefeteig mit 300 g Quark
Omas Mutzen ohne Hefeteig, mit 300 g Quark im Teig. Du musst nichts ansetzen und nichts gehen lassen: Der Teig ist schnell gerührt, und heraus kommen kleine, außen knusprige Gebäckstücke mit feiner, saftiger Krume. Ich sage dir Schritt für Schritt, worauf es ankommt, damit sie dir jedes Mal gleichmäßig goldbraun gelingen.
Was dieses Rezept besonders macht
Der Quark hält den Teig feucht und bringt eine leichte Säure mit — dadurch bleiben die Mutzen innen zart und saftig. Im nicht zu heißen Fett bildet sich außen eine dünne, gleichmäßig goldbraune Kruste. Damit das klappt, kommt es auf zwei Dinge an: die Öltemperatur halten und den Teig nicht totrühren.
Zutaten
Für das Gericht:
- 300 g Quark (20 % Fett darf es sein, dann wird die Krume saftiger)
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 2 Eier (Größe M)
- 50 g Zucker
- 40 g Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
- 12 g Backpulver (ca. 1 Päckchen)
- 1/2 TL Salz (ca. 3 g)
- 1 TL Vanilleextrakt oder 8 g Vanillezucker
- geriebene Schale von 1/2 Zitrone (wenn du magst, fein gerieben)
- neutrales Pflanzenöl zum Frittieren (Sonnenblume oder Raps), ca. 700–1000 ml je nach Topf
- Puderzucker zum Bestäuben
Für die Sauce
- Eine Sauce brauchst du nicht. Wenn du magst, passen Fruchtkompott oder Vanillesauce dazu.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Sieb das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz in eine Schüssel, dann ist alles schön locker. In einer zweiten Schüssel verrührst du Quark, Zucker, Eier und Vanille glatt. Danach kommt die geschmolzene Butter dazu, und zum Schluss hebst du das Mehl nur kurz unter — so lange, bis ein gleichmäßiger, leicht klebriger Teig entsteht.
Schritt 2:
Jetzt schau dir den Teig an: Er soll weich sein, sich aber formen lassen. Ist er zu feucht, gib in 10 g-Schritten Mehl dazu; ist er zu fest, arbeite 1 EL Milch oder Quark ein. Es dürfen keine Mehlklümpchen mehr drin sein, und der Teig soll leicht federn, ohne zäh zu werden.
Schritt 3:
Erhitz das Öl in einem hohen Topf oder in der Fritteuse auf 170–175 °C — nimm dafür ein Thermometer, das lohnt sich wirklich. Mit zwei Teelöffeln stichst du Nocken ab, oder du nimmst einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle, dann werden sie runder. Im Fett bilden sich kleine Bläschen, die Farbe geht von blass nach goldbraun, und es riecht buttrig-süß mit einem feinen Röstton.
Schritt 4:
Frittier immer nur wenige Stücke auf einmal, sonst fällt die Öltemperatur ab. Jede Seite braucht etwa 2–3 Minuten, insgesamt also ungefähr 3–4 Minuten pro Stück, je nach Größe. Fertig sind sie, wenn sie rundum gleichmäßig goldbraun sind, sich federnd anfühlen und beim Aufschneiden innen nichts mehr roh ist.
Schritt 5:
Lass die Mutzen kurz auf Küchenpapier abtropfen, damit das überschüssige Fett weggeht. Nach 2–3 Minuten bestäube ich sie mit Puderzucker und bringe sie noch leicht warm auf den Tisch — dann sind sie außen knusprig und innen saftig. Probier einmal, und wenn dir etwas fehlt, gib noch Zitronenzeste oder Kompott dazu.
Worauf es ankommt
- Nimm ein Ölthermometer und halte 170–175 °C — dann saugen sich die Mutzen nicht mit Fett voll.
- Rühr den Teig nur so kurz wie nötig, sonst werden sie zäh statt zart.
- Für gleich große Kugeln ist ein Eisportionierer praktisch; je größer du sie abstichst, desto länger brauchen sie.
- Kein Quark im Haus? Dann nimm griechischen Joghurt (10 % Fett) oder Magerquark plus 1 EL Sahne.
Zutaten austauschen
- Ohne Gluten: eine erprobte glutenfreie Mehlmischung mit Bindemittel; der Teig wird dichter, dann darf gern 1 Ei mehr hinein.
- Ohne Laktose: laktosefreier Quark oder laktosefreier griechischer Joghurt; schmeckt ein bisschen weniger vollmundig.
- Butter ersetzen: siehe unten bei den Fragen; das Aroma leidet ein wenig, die Textur bleibt ähnlich.
So kannst du abwandeln
- Klassisch gezuckert: mit Puderzucker bestäuben und etwas Zitronenzeste darüber.
- Mit Zimtzucker: gleich nach dem Frittieren in Zimtzucker wälzen.
- Gefüllt: kleine Nocken flach drücken, Fruchtkonfitüre daraufsetzen und wieder verschließen.
- Herzhaft: 30 g fein geriebenen Hartkäse und gehackte Kräuter unter den Teig — ungewöhnlich, aber probier es ruhig.
- Mini-Variante: ganz kleine Kugeln für die Hand, dann reichen 2 Minuten.
Fragen, die mir oft gestellt werden
- Kann ich einen Teil davon vorher fertig machen?
- Ja. Den Teig kannst du bis zu 24 Stunden luftdicht verpackt im Kühlschrank lassen. Nimm ihn vor dem Frittieren heraus, bis er Zimmertemperatur hat, und gib bei Bedarf 1 TL Flüssigkeit dazu.
- Was ändert sich, wenn ich für mehr Personen koche?
- Ja, das geht, du musst nur ein bisschen umstellen: die Öltemperatur öfter kontrollieren, in mehreren Runden frittieren und dir vorher Platz auf der Arbeitsfläche schaffen. Nimm eine größere Schüssel und ein kräftiges Rührgerät, sonst rührst du dich müde.
- Was passiert, wenn ich Öl statt Butter nehme?
- Ja, nur geht dabei etwas vom Butteraroma verloren. Nimm etwa ¾ der Menge Pflanzenöl (also rund 30 g) in den Teig; die Textur bleibt ähnlich, das Buttrige wird weniger.
- Wann ist es durch?
- Wenn sie rundum gleichmäßig goldbraun sind. Auf leichten Druck federn sie zurück, und beim Aufschneiden ist innen nichts mehr roh — hell und feinporig soll es aussehen.
- Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
- Fehlt der Quark: griechischer Joghurt (10 %) oder Magerquark plus 1 EL Sahne. Fehlt Backpulver: 1/2 TL Natron plus 1 TL Zitronensaft; die Textur wird dann ein klein wenig anders.
Wozu ich es reiche
Ich stelle die Mutzen leicht warm auf eine vorgewärmte Platte und bestäube sie mit Puderzucker oder Zimtzucker. Dazu passen fruchtige Kompotte aus Beeren oder Pflaumen oder eine leichte Vanillesauce. Zum Frühstück nehme ich kleine Teller, fürs Buffet eine große Schale — da bedient sich jeder selbst.
Aufbewahrung
- Im Kühlschrank halten sie sich bis zu 24 Stunden, am besten schmecken sie aber frisch. Zum Aufwärmen kurz bei 160 °C für 5–7 Minuten in den Ofen, dann werden sie außen wieder knusprig.
- Die Eier garen nur durch das Frittieren durch; schau deshalb beim Aufschneiden nach, dass die Mitte nicht mehr roh ist.
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