Apfelkuchen mit knusprigen Butterstreuseln
Zweieinhalb Kilo Äpfel auf ein Blech – so haben wir den Kuchen immer gemacht, wenn die Boskop im Herbst geerntet waren. Unter den Apfelspalten liegt ein Rührteig mit Öl statt Butter, der bleibt lange saftig. Das Blech bestreue ich vorher mit Zimt, darüber kommen dicht an dicht die eingeschnittenen Apfelviertel und zuletzt die Butterstreusel. Nach dem Backen sofort mit zerlassener Butter bestreichen und zuckern.
Zutaten
Für den Teig:
- 4 Eier
- 1 Eiweiß
- 1 1/2 Tassen Zucker
- 2 Tassen Mehl
- 2 TL Backpulver
- 13 EL Öl
- 4 Pck. Vanillezucker
- 2 1/2 kg Äpfel
- Zimt nach Belieben für das Blech
Für die Streusel:
- 125 g Butter
- 125 g Zucker
- 1/2 Pck. Vanillezucker
- 1/2 Pck. Backpulver
- 1 Eigelb
- 250 g Mehl
- Saft von 1/2 Zitrone oder 2 TL Zitronensaft-Extrakt
Außerdem:
- Butter, zerlassene, nach Belieben zum Bestreichen
- Zucker zum Bestreuen
Zubereitung

- Heiz den Backofen auf 180 °C Umluft vor. Schlag Zucker, Eier und Eiweiß cremig auf.
- Sieb das Mehl mit dem Backpulver und heb es nach und nach mit dem Teigschaber unter. Zum Schluss rührst du zügig das Öl ein.
- Gieß die Masse auf ein mit Zimt bestreutes Backblech von normaler Größe, aber mit etwas höherem Rand.
- Schäl die Äpfel, teile und entkerne sie. Schneide sie in Viertel oder Achtel und ritz die Rundungen mit kleinen Einschnitten ein. Leg die Apfelstücke mit der Rundung nach oben dicht an dicht auf den Teig, bis du ihn nicht mehr siehst. Dann streust du den Vanillezucker darüber.
- Für die Streusel schlägst du Butter, Zucker, Vanillezucker und Eigelb zu einer Masse auf. Gib das Mehl dazu und knete alles kräftig, bis gute Streusel entstehen. Streu sie über den Kuchen.
- Back den Kuchen etwa 45 Minuten, bis die „geschlupften“ Teigspitzen goldbraun zwischen den Äpfeln hervorschauen.
- Nimm den Kuchen aus dem Ofen, bestreich ihn sofort mit der zerlassenen Butter und streu nach Belieben Zucker darüber.
Warm oder kalt, dazu eine Tasse Kaffee oder Tee: So haben wir den Apfelkuchen zu Hause immer gegessen.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die kleinen Einschnitte in den Apfelrundungen sind kein Zierrat: Dadurch klappen die Spalten beim Backen auf, der Saft verteilt sich und die Teigspitzen kommen zwischen den Äpfeln hoch. Schneide sie mit einem scharfen Messer etwa drei Millimeter tief. Und nimm feste, säuerliche Äpfel – weiche Sorten zerfallen unter den Streuseln zu Mus.
Varianten
- Mit 100 g gehobelten Mandeln unter den Streuseln wird die Decke gröber und knuspriger.
- Statt Äpfeln belege ich das Blech im Sommer mit halbierten, entsteinten Zwetschgen und nehme nur die Hälfte des Vanillezuckers.
- Wer keine Streusel mag, bestreicht den fertigen Kuchen nur mit Butter und bestreut ihn mit Zimtzucker.
Aufbewahrung
Auf dem Blech mit einem Tuch abgedeckt bleibt der Kuchen zwei bis drei Tage saftig; im Kühlschrank werden die Streusel weich. Einzelne Stücke friere ich flach ein, sie halten drei Monate. Zum Auftauen bei Zimmertemperatur stehen lassen und fünf Minuten bei 150 °C aufbacken, dann sind die Streusel wieder knusprig.
Fragen aus meiner Küche
- Wie groß muss das Backblech sein?
- Ein normales Backblech, aber mit hohem Rand – der Teig ist dünn und die Apfelmenge groß. Hast du nur ein flaches Blech, nimm ein Kilo Äpfel weniger, sonst läuft beim Backen Saft über den Rand.
- Wie rechne ich die Tassenangaben in Gramm um?
- Ich rechne mit einer Tasse zu 150 g, also etwa 225 g Zucker und 300 g Mehl für den Rührteig. Nimm für beide Angaben dieselbe Tasse, dann stimmt das Verhältnis, auch wenn deine Tasse kleiner ausfällt.
- Kann ich die Streusel vorbereiten?
- Ja. Knete sie am Vortag, gib sie in eine Dose und stelle sie kalt. Kalte Streusel zerlaufen im Ofen weniger. Direkt vor dem Bestreuen kurz mit den Fingern auflockern, damit keine großen Klumpen auf dem Kuchen liegen.
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