Leichtester Boden für schokoladige Torten
Der Boden nach dem Fünf-Löffel-Prinzip: fünf Eier, je fünf Esslöffel Zucker, Mehl, warmes Wasser und Öl, dazu zwei Esslöffel Kakaopulver. Ich muss dafür nie die Waage suchen. Durch das Öl bleibt er weicher als ein reiner Biskuit und trocknet beim Füllen nicht aus. Gestürzt auf ein Gitter bekommt er eine völlig glatte Oberseite, auf der später jede Creme gerade liegt.
Zutaten
- 5 Stück Eier
- 5 EL Zucker
- 5 EL Mehl
- 5 EL warmes Wasser
- 5 EL Öl
- 2 EL ungesüßtes Kakaopulver
Zubereitung

Schritt 1: Eischnee herstellen
Trenn die Eier und schlag das Eiweiß mit dem Zucker steif. Der Eischnee ist gut, wenn die Spitzen fest nach oben stehen und nicht zusammenfallen, sobald du die Schneebesen herausziehst und drehst.
Schritt 2: Teig anrühren
Ist der Eischnee glänzend und steif, rührst du die Eigelbe nacheinander unter, jedes einzelne gründlich mit dem Handrührgerät. Danach kommen auf niedrigster Stufe das Wasser und das Öl dazu, gut durchmischen. Dann schaltest du das Handrührgerät aus und hebst das gesiebte Mehl, das du vorher mit dem Kakao vermischt hast, mit dem Schneebesen von Hand unter den Teig.
Schritt 3: Backen
Füll den Teig in eine Springform, die du nur mit Backpapier ausgelegt hast, und streich ihn glatt. Mit Butter oder Öl musst du nichts einfetten. Stell die Form in den auf 200 °C vorgeheizten Backofen, dreh die Temperatur sofort auf 180 °C herunter und back den Teig 25-30 Minuten. Dann machst du den Stäbchentest: Bleibt kein Teig mehr am Holzspieß hängen, ist er fertig.
Schritt 4: Tortenboden aus der Form nehmen
Fahr mit einem Messer vorsichtig am Rand entlang, lös die Springform und stürz den Tortenboden auf ein Kühlgitter. So bekommt er eine glatte Oberfläche. Lass ihn vollständig auskühlen, bevor du ihn weiterverarbeitest.
Auf diesem Kakaoboden lässt sich fast jede Torte aufbauen, und nachbacken kann ihn wirklich jeder. Viel Freude damit.
Darauf kommt es an
Heiz wirklich auf 200 Grad vor und dreh sofort nach dem Einschieben auf 180 Grad herunter. Die erste Hitze treibt den Teig hoch, die niedrigere backt ihn durch, ohne dass er oben aufreißt. Den Rand der Form dabei nicht einfetten und nur den Boden mit Papier auslegen – an gefetteten Wänden rutscht der Teig ab.
Abwandlungen
- Ohne Kakaopulver und mit einem Esslöffel Mehl mehr wird daraus ein heller Boden für Obsttorten.
- Ersetz das warme Wasser durch warmen Espresso, dann schmeckt der Kakao kräftiger.
- Zwei Esslöffel gemahlene Haselnüsse unter das Mehl gemischt passen gut zu einer Nuss-Sahne-Füllung.
Aufbewahren und Aufwärmen
In Folie gewickelt bleibt der Boden 3 Tage weich, am zweiten Tag lässt er sich am besten waagerecht durchschneiden. Zum Einfrieren wickle ich ihn doppelt und lege ihn flach, bis 3 Monate. Aufgetaut wird immer in der Folie bei Zimmertemperatur, etwa zwei Stunden, sonst zieht er Kondenswasser.
Das werde ich oft gefragt
- Für welche Formgröße ist die Menge gedacht?
- Für 26 cm. In einer 24er Form wird der Boden höher und braucht fünf Minuten länger, in einer 28er bleibt er flach und ist schon nach 22 Minuten fertig. Entscheiden muss am Ende die Stäbchenprobe.
- Warum ist mein Boden in der Mitte klitschig?
- Dann war der Eischnee zu weich oder das Mehl wurde eingerührt statt untergehoben. Die Masse muss beim Einfüllen noch stehen; läuft sie in der Form auseinander, setzt sich der schwere Teil unten ab.
- Kann ich ihn einen Tag vorher backen?
- Ja, das ist sogar besser. Frisch gebacken krümelt er beim Durchschneiden. Lass ihn ganz auskühlen, wickle ihn in Folie und teile ihn am nächsten Tag – dann bleibt die Schnittfläche glatt und trägt die Creme.
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