Leckere Topfen-Marillenstrudel: So gelingt das Rezept perfekt!
Marillen gibt es bei mir nur im Hochsommer, und wenn die Kiste vom Markt zu schnell weich wird, wandert sie in diesen Strudel. Der Rum zieht eine halbe Stunde durch die Früchte, der Magertopfen macht die Füllung sämig statt schwer. Blätterteig aus der Kühltheke nehme ich dafür ohne schlechtes Gewissen, so steht der Strudel in nicht einmal einer Stunde auf dem Tisch. Für Kaffeebesuch am Nachmittag genau richtig.
Zutaten für 6 Portionen
- 70 g Rohrzucker
- 1 Stk Blätterteig light
- 10 EL Rum
- 250 g Magertopfen
- 350 g Marillen
- 1 Stk Ei
- 1 EL Maisstärke
Zubereitung

Schritt 1: Marillen vorbereiten
Zuerst die Marillen waschen, halbieren, den Kern entfernen und in kleine Stücke schneiden. Dann den Rum darüber gießen, gut vermischen und 30 Minuten ziehen lassen.
Schritt 2: Füllung zubereiten
Während die Marillen ziehen, das Backrohr auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Topfen, das Ei, den Rohrzucker und die Maisstärke in einer Schale gut verrühren. Anschließend die Rum-Marillen leicht unter die Topfenmasse mischen.
Schritt 3: Strudel formen und backen
Den Blätterteig ausrollen und die Füllung auf einer Seite des Teiges gleichmäßig verteilen. Die Seitenränder ca. 2 cm einschlagen und den Teig einrollen. Dabei die Naht nach unten drehen. Den Strudel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Wasser oder verquirltem Ei bestreichen und 30 Minuten im Ofen backen.
Tipp zur Verfeinerung
Vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen und genießen.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die Marillen nach dem Ziehen unbedingt abtropfen lassen und den Rum nicht mitkippen, sonst zieht die Flüssigkeit beim Backen durch den Blätterteig und der Boden bleibt speckig. Der Esslöffel Maisstärke bindet den Rest. Und die Naht wirklich nach unten drehen, sonst öffnet sich der Strudel bei 190 Grad wie ein Buch.
Varianten
- Statt Marillen nehme ich im Herbst 350 g Zwetschgen, geviertelt und ohne Rum, dazu einen Teelöffel Zimt in die Topfenmasse.
- Ohne Alkohol: die Marillen 30 Minuten in Orangensaft ziehen lassen, das mögen die Kinder lieber.
- Für den Sonntag bestreiche ich den noch warmen Strudel dünn mit Marillenmarmelade, dann glänzt er.
Aufbewahrung
Der Strudel hält abgedeckt bei Zimmertemperatur einen Tag, im Kühlschrank in einer Dose zwei bis drei Tage. Die Topfenfüllung mag es kalt, also nicht länger stehen lassen. Vor dem Essen 8 bis 10 Minuten bei 160 Grad aufbacken, dann blättert der Teig wieder. Einfrieren würde ich ihn nicht, die Füllung wird wässrig.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich statt Magertopfen normalen Quark nehmen?
- Ja, Speisequark mit 20 Prozent funktioniert genauso, die Füllung wird nur cremiger und milder. Bei Magertopfen schmeckt der Rum deutlicher durch. Sehr nasse Ware lasse ich vorher kurz im Sieb abtropfen.
- Gehen auch tiefgekühlte Marillen?
- Ja, 350 g TK-Marillen vollständig auftauen, gut abtropfen lassen und erst dann mit dem Rum vermischen. Weil sie mehr Saft ziehen, gebe ich einen halben Esslöffel Maisstärke mehr in die Topfenmasse.
- Woran erkenne ich, dass der Strudel fertig ist?
- Nach 30 Minuten bei 190 Grad ist er gleichmäßig goldbraun und klingt beim Klopfen hohl. Ist er oben schon dunkel, unten aber blass, schiebe ich ihn die letzten fünf Minuten eine Schiene tiefer.
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