Spinnenmuffins
Die backe ich seit Jahren am 31. Oktober, wenn die Enkel verkleidet durchs Haus toben. Der Teig ist ein einfacher Rührteig mit Buttermilch und Kakao, mehr Arbeit macht nur die Deko: Kuvertüre darüber, acht Lakritzstreifen als Beine, zwei Schokolinsen als Augen. Das Verzieren übernehmen bei mir die Kinder, und krumme Beine sehen ohnehin gruseliger aus als gerade.
Zutaten
- 200 g Mehl
- 3 EL Kakaopulver
- 3 TL Backpulver
- 2 Eier
- 100 g Zucker
- 80 ml Öl
- 300 g Buttermilch
- 12 Weichlakritzstangen
- 24 Schokolinsen
- ½ Paket Kuvertüre
- Schokostreusel
Zubereitung

Vorbereitung des Teigs
1. Heiz den Backofen auf 160 Grad Celsius Ober-/Unterhitze vor. Fette eine 12er-Muffinbackform gründlich ein oder leg sie mit Papierförmchen aus.
2. Schlag die Eier in eine große Rührschüssel und gib Zucker, Öl und Buttermilch dazu. Rühr alles mit dem Schneebesen oder dem Handmixer glatt.
3. Sieb Mehl, Kakaopulver und Backpulver zu den feuchten Zutaten in die Schüssel. Rühr alles vorsichtig mit dem Teigschaber oder dem Handmixer auf niedriger Stufe unter, bis der Teig glatt ist.
Backen der Muffins
4. Verteil den Teig gleichmäßig auf die 12 Muffinförmchen und füll jedes nur zu etwa zwei Dritteln.
5. Back die Muffins im vorgeheizten Ofen etwa 20 Minuten. Mit einem Holzstäbchen prüfst du, ob sie durch sind.
6. Nimm die Muffins aus dem Ofen und lass sie auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.
Dekoration
7. Schmilz die Kuvertüre vorsichtig im Wasserbad oder in der Mikrowelle. Rühr zwischendurch um, bis die Glasur glatt ist.
8. Halbier jede Weichlakritzstange, so bekommst du etwa 7 cm lange Stücke. Schneide jedes Stück der Länge nach in vier dünne Streifen.
9. Bestreich jeden Muffin großzügig mit der geschmolzenen Kuvertüre.
10. Steck in jeden Muffin 8 Lakritzstreifen als Beine in die Glasur.
11. Drück zwei Schokolinsen als Augen dazu.
12. Streu Schokostreusel darüber und lass die Muffins stehen, bis die Glasur fest ist.
Fertig sind die Spinnen. Stell sie auf den Tisch, wenn die kleinen Gespenster kommen – viel Arbeit machen sie nicht, aber Eindruck machen sie immer.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die 160 Grad sind kein Schreibfehler: Bei mehr Hitze reißen die Muffins in der Mitte auf und dann sitzt die Schokoladenglasur schief. Rühre Mehl, Kakao und Backpulver nur so lange unter, bis nichts Trockenes mehr zu sehen ist. Wer weiterrührt, bekommt zähe Muffins mit Tunneln statt einer lockeren Krume.
Varianten
- Für Kinder, die Lakritz nicht mögen, schneide ich Beine aus schwarzen Fruchtgummischnüren.
- Mit 100 g gehackter Zartbitterschokolade im Teig werden die Muffins saftiger und schmecken kräftiger.
- Ohne Buttermilch im Haus: 300 g Milch mit einem Esslöffel Zitronensaft verrühren und zehn Minuten stehen lassen.
Aufbewahrung
In einer Dose mit Deckel halten die Muffins bei Zimmertemperatur drei Tage, im Kühlschrank wird die Glasur matt und der Teig fest. Ungeglasiert kannst du sie einzeln einfrieren, drei Monate, und über Nacht auf dem Kuchengitter auftauen. Verziert wird erst danach.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich die Muffins ohne Papierförmchen backen?
- Ja, dann fette die Mulden gründlich mit weicher Butter und stäube sie mit etwas Kakao aus, Mehl würde helle Ränder hinterlassen. Nach dem Backen fünf Minuten in der Form stehen lassen, dann mit einem Messer am Rand entlangfahren und stürzen.
- Warum rutschen mir die Lakritzbeine aus der Glasur?
- Dann ist die Kuvertüre zu warm. Lass sie nach dem Schmelzen fünf Minuten stehen und rühre um, bis sie dickflüssig vom Löffel läuft. Erst dann drückst du die Streifen hinein, sie bleiben sofort stehen.
- Kann ich statt Kuvertüre normale Tafelschokolade nehmen?
- Das geht, sie wird aber weicher und bleibt an den Fingern kleben. Gib dann einen Teelöffel Öl dazu, damit sie glatt bleibt, und stelle die fertigen Muffins zehn Minuten kalt, damit die Beine halten.
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