Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Käsekuchen & Quarkkuchen

Käsekuchen ohne Boden mit 800 g Quark, total lecker!

Käsekuchen ohne Boden mit 800 g Quark, total lecker!
Portionen 8 Personen
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 60 Minuten
Gesamt 120 Minuten (mit Abkühlen und Ruhen)

Dieser Käsekuchen kommt ganz ohne Boden aus und besteht fast nur aus 800 g Quark. Genau deshalb schmeckst du den Quark so gut heraus: cremig, gleichmäßig gebräunt und mit einer feinen Säure. Bei uns gibt es ihn zum Nachmittagskaffee, aber als Nachtisch nach dem Essen macht er sich genauso gut.

Was dieses Rezept besonders macht

Weil der Boden fehlt, steht der Quark ganz allein im Mittelpunkt: eine dichte und doch luftige Creme, leicht säuerlich und nur mild gesüßt. Zwei Dinge hast du dabei in der Hand — wie feucht die Masse ist und wie viel Ei und Stärke sie zusammenhalten. Und dann noch die Ofentemperatur: Bleibt sie niedrig, reißt der Kuchen nicht und wird oben schön gleichmäßig golden.

Zutaten

Für das Gericht:

  • 800 g Mager- oder Speisequark (je nachdem, wie gehaltvoll du ihn magst)
  • 200 g Zucker (fein)
  • 4 Eier (Größe M)
  • 200 ml Schlagsahne (oder pflanzliche Sahne für die laktosefreie Variante)
  • 40 g Weizenmehl oder 35 g Speisestärke wenn du es leichter magst
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 Vanilleschote (Mark)
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb einer halben Zitrone (optional, für Frische)
  • Butter zum Einfetten der Form

Zum Verfeinern

  • Beerenkompott: 200 g gemischte Beeren, 30 g Zucker, 15 ml Zitronensaft — die Säure tut der cremigen Masse richtig gut.

So bereite ich es zu

Käsekuchen ohne Boden mit 800 g Quark, total lecker! – während der Zubereitung
Ein Blick in die Zubereitung.

Schritt 1:

Heiz den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor. Eine Springform (Ø 24–26 cm) fettest du leicht mit Butter ein, den Boden legst du nicht aus. In einer großen Schüssel verrührst du 800 g Quark mit 200 g Zucker, dem Vanillemark und dem Zitronenabrieb, bis alles gleichmäßig ist.

Schritt 2:

Die Eier trenne ich nicht — ich schlage die 4 ganzen Eier einfach kurz unter die Quarkmasse. Danach rührst du 200 ml Schlagsahne und 40 g Mehl (oder Speisestärke) nur so lange ein, bis keine Mehlstellen mehr zu sehen sind. Schau kurz hin: Die Masse soll glatt sein, ohne Klümpchen und schön cremig. Rühr nicht zu lange, sonst kommt zu viel Luft hinein.

Schritt 3:

Füll die Mischung in die Form und stell sie auf ein Backblech in die Mitte des Ofens. Beim Backen wird aus der flüssigen Creme nach und nach eine feste Masse mit noch leicht wackeliger Mitte, und die Oberfläche nimmt eine helle goldene Farbe an. Genau dann ist die Masse gestockt und das überschüssige Wasser verdampft.

Schritt 4:

Nach 60 Minuten ist die Oberfläche fest und gleichmäßig gebräunt; die Mitte darf noch leicht nachgeben, flüssig darf sie nicht sein. Feine, gleichmäßige Risse sind kein Problem — wenn er richtig aufplatzt, war der Ofen zu heiß oder es ging zu schnell. Wenn du dir unsicher bist, mach eine Stäbchenprobe in der Mitte: feuchte Krümel sind gut, flüssige Masse nicht.

Schritt 5:

Schalt den Ofen aus und mach die Tür einen Spalt auf; die Form lässt du noch 30 Minuten im ausgeschalteten Ofen langsam abkühlen, damit sie keinen Kälteschock bekommt. Danach kommt der Kuchen mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, über Nacht ist noch besser. Vor dem Servieren löst du den Ring und gibst einen Löffel Beerenkompott oder frisch geschnittene Früchte dazu.

Worauf es ankommt

  • Für eine besonders glatte Oberfläche backe ich mit einer Schale Wasser im Ofen; das gibt weniger Risse und die Hitze verteilt sich gleichmäßiger.
  • Bleib bei 160 °C und dreh nicht höher; bei mehr Hitze geht der Kuchen zu schnell auf und fällt wieder zusammen.
  • Ist der Quark sehr wässrig, lass ihn 30–60 Minuten in einem feinen Sieb abtropfen; sonst wird die Mitte matschig.
  • Wenn du Mehl gegen Speisestärke tauschst, wird die Masse feiner und seidiger; nimm dafür 35 g Speisestärke.

Zutaten austauschen

  • Statt Quark kannst du Mascarpone nehmen oder eine Mischung aus Quark und Frischkäse — dann wird er reicher und sämiger.
  • Ohne Laktose: laktosefreier Quark und pflanzliche Sahne; er wird genauso cremig, im Geschmack merkst du kaum etwas.
  • Ohne Gluten: Speisestärke statt Weizenmehl, sie bindet genauso gut.
  • Fehlen die Eier, helfen 30 g gemahlene Chiasamen + 90 ml Wasser pro Ei als Notlösung; der Kuchen wird dann allerdings anders im Biss.

So kannst du abwandeln

  • Zitrone-Basilikum: fein geriebene Schale und ein paar gehackte Basilikumblätter, das schmeckt frisch und ungewohnt.
  • Mit Schokolade: 30 g Kakaopulver in die Masse sieben für einen dunklen, kräftigen Kuchen.
  • Marmoriert: etwas Fruchtpüree auf die Oberfläche geben und mit einem Spieß Schlieren ziehen.
  • Herzhaft: mit Kräutern, weniger Zucker und Ziegenkäse — eine ungewöhnliche Variante für den Aperitif.
  • Mit Kruste: ganz kurz unter den Grill, dann bekommst du oben eine Karamellschicht wie bei Crème brûlée (aber wirklich nur ganz kurz und bleib dabei stehen).

Fragen, die mir oft gestellt werden

Kann ich einen Teil davon vorher fertig machen?
Ja. Back ihn ruhig schon 24 Stunden vorher und stell ihn kalt; dann setzt er sich richtig und der Geschmack wird runder.
Was ändert sich, wenn ich für mehr Personen koche?
Ja, mit einer größeren Form und längerer Backzeit (+10–20 Minuten). Achte darauf, dass die Hitze gleichmäßig ankommt, und stell notfalls eine Schale Wasser dazu.
Was passiert, wenn ich Öl statt Butter nehme?
Ja, nur schmeckst du dann die Butter nicht mehr heraus. Nimm etwa ¾ der Menge und ein neutrales Öl wie Rapsöl; der Kuchen wird ein wenig feuchter.
Wann ist es durch?
Daran siehst du es: gleichmäßig leicht gebräunt, feste Ränder, eine Mitte, die noch leicht wackelt. Und bei der Stäbchenprobe feuchte Krümel, keine flüssige Masse.
Was kann ich ersetzen, wenn etwas fehlt?
Fehlt die Sahne, nimm Milch mit etwas Butter (im Verhältnis 3:1). Fehlt ein Ei, hilft ein fertiges Bindemittel oder der Chiasamen-Trick von oben.

Wozu ich es reiche

Ich schneide den Kuchen in dünne, saubere Scheiben und gebe einen Löffel Beerenkompott oder einen Streifen Fruchtgel dazu. Die Farben machen viel aus: rote Beeren und grüne Minze neben der hellen, cremefarbenen Masse. So sieht er auch auf einer schönen Dessertplatte gut aus.

Aufbewahrung

  • Aufbewahren: im Kühlschrank in Folie oder gut verschlossen bis zu 4 Tage.
  • Sauber arbeiten: bei Frischkäse und rohen Eiern die Kühlkette einhalten und den Kuchen nicht lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
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