Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Nudel- & Reisgerichte

Ich habe noch nie so leckere Spaghetti gegessen mit 100 g Parmesan

Ich habe noch nie so leckere Spaghetti gegessen mit 100 g Parmesan
Vorbereitung 10 Minuten
Ruhezeit Keine

Ich habe noch nie so leckere Spaghetti gegessen mit 100 g Parmesan

Das ist bei mir das Essen für Abende, an denen der Kühlschrank fast leer ist. Nudeln, ein paar Kirschtomaten, ein Stück Parmesan, mehr braucht es nicht. Wichtig ist das stärkehaltige Nudelwasser: Erst damit wird aus geriebenem Käse und Butter eine Sauce, die an den Spaghetti hängen bleibt. Mein Mann bekommt Chiliflocken dazu, ich nehme lieber etwas Zitronenschale.

Zutaten

  • Spaghetti (300 g)
  • Olivenöl (2 EL)
  • Butter (20 g)
  • Knoblauch (2 Zehen, fein gehackt)
  • Kirschtomaten (200 g, halbiert)
  • Parmesan (100 g, frisch gerieben)
  • Salz (nach Geschmack, für das Kochwasser großzügig)
  • Schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
  • Chiliflocken (optional, eine Prise)
  • Frisches Basilikum (eine Handvoll, grob gezupft)
  • Zitronenschale (optional, von 1/2 Zitrone fein abgerieben)

Zubereitung

Ich habe noch nie so leckere Spaghetti gegessen mit 100 g Parmesan – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.
  1. Großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, gut salzen (etwa 1 EL Salz pro 2 l Wasser).
  2. Spaghetti ins kochende Wasser geben und nach Packungsangabe al dente kochen (ca. 8–10 Minuten).
  3. Während die Pasta kocht: Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen, die Butter zugeben und schmelzen lassen.
  4. Knoblauch hinzufügen und 30–60 Sekunden anschwitzen, bis er duftet, aber nicht bräunt.
  5. Kirschtomaten in die Pfanne geben und 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze weich dünsten, sodass sie leicht aufplatzen.
  6. Kurz bevor die Pasta fertig ist, etwa 150 ml Kochwasser abschöpfen und beiseitestellen. Nudeln abgießen.
  7. Die heißen Spaghetti direkt in die Pfanne zu den Tomaten geben, 1–2 EL vom heißen Kochwasser hinzufügen und alles gut durchschwenken.
  8. Pfanne vom Herd nehmen, geriebenen Parmesan sowie nach Bedarf nach und nach etwas mehr Kochwasser einrühren, bis eine cremige, sämige Sauce entsteht (vorsichtig dosieren, damit es nicht zu flüssig wird).
  9. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und optional Chiliflocken abschmecken. Basilikum und Zitronenschale unterheben.
  10. Sofort servieren und nach Belieben zusätzlich Parmesan darüber reiben.

Tipps

  • Das Pastawasser enthält Stärke und hilft, Parmesan und Fett zu einer cremigen Emulsion zu verbinden — lieber schrittweise zugeben.
  • Parmesan frisch reiben, nicht aus dem Dose: Frisch gerieben schmilzt besser und hat mehr Aroma.
  • Rühren und schwenken beim Mischen ist wichtig, um eine gleichmäßige, glatte Sauce zu bekommen.
  • Pasta nicht unter kaltem Wasser abspülen — so geht die Stärke verloren, die die Sauce bindet.
  • Reste lassen sich im Kühlschrank 1–2 Tage aufbewahren; beim Aufwärmen etwas Wasser oder Olivenöl zugeben, damit die Sauce wieder geschmeidig wird.

Varianten

  • Pancetta oder Speck kurz knusprig anbraten und zusammen mit den Tomaten zugeben für eine herzhaftere Version.
  • Für eine besonders sahnige Variante 50 ml Sahne zusammen mit dem Parmesan einrühren.
  • Mit gerösteten Zucchinischeiben oder gegrillter Aubergine Gemüse hinzufügen und das Gericht leichter machen.
  • Zitrone und Rucola: Mehr Zitronenschale und frischen Rucola unterheben für eine frische, pfeffrige Note.
  • Knuspriges Topping: Mit gerösteten Semmelbröseln oder gehackten Nüssen bestreuen für zusätzlichen Biss.

Omas Tipp

Nimm die Pfanne vom Herd, bevor der Parmesan hineinkommt. Bei voller Hitze gerinnt der Käse und du bekommst Fäden statt einer sämigen Sauce. Rühre ihn in zwei Portionen ein und gib das heiße Kochwasser esslöffelweise dazu, die 150 ml brauchst du selten ganz. Der Knoblauch darf nur duften, nicht braun werden, sonst wird alles bitter.

So kannst du abwandeln

  • Mit 100 g gewürfeltem Speck, den du vor dem Knoblauch auslässt, wird daraus ein sättigendes Hauptgericht für hungrige Esser.
  • Statt der Kirschtomaten nehme ich im Winter 200 g Champignons in Scheiben und brate sie kräftiger an, bis sie Farbe haben.
  • Mit einer Handvoll Rucola, die du zum Schluss unterhebst, statt Basilikum wird das Ganze pfeffriger.

Reste aufbewahren

Reste kommen bei mir in eine Dose und halten sich im Kühlschrank einen Tag, höchstens zwei. Zum Aufwärmen gebe ich sie mit zwei Esslöffeln Wasser in die Pfanne und schwenke sie bei kleiner Hitze, bis die Sauce wieder cremig ist. Einfrieren lohnt sich hier nicht, die Nudeln werden matschig.

Noch Fragen?

Kann ich statt Spaghetti eine andere Nudelsorte nehmen?
Ja, alles Lange passt gut, also Linguine oder Bandnudeln. Bei kurzen Sorten wie Penne bleibt weniger Sauce hängen; dann rühre etwas mehr Parmesan ein und nimm nur 100 ml Kochwasser, sonst sammelt sich alles am Tellerboden.
Muss der Parmesan wirklich frisch gerieben sein?
Für diese Sauce ja. Fertig geriebener Käse aus der Tüte enthält oft Trennmittel und schmilzt schlecht, dadurch wird die Sauce körnig. Reibe das Stück fein, dann löst er sich im heißen Kochwasser fast von allein auf.
Wie viel Kochwasser brauche ich wirklich?
Fang mit zwei Esslöffeln an und gib nur nach, wenn die Sauce zäh wirkt. Meist reichen 60 bis 80 ml der abgeschöpften 150 ml. Zu viel Wasser bekommst du nicht mehr weg, ohne die Nudeln zu zerkochen.
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