Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Rührkuchen & Gugelhupf

Gugelhupf mit 500g Quark in 10 Minuten bereit fur den Ofen

Gugelhupf mit 500g Quark in 10 Minuten bereit fur den Ofen
Vorbereitung 10 Minuten
Ruhezeit Keine

Gugelhupf mit 500g Quark in 10 Minuten bereit fur den Ofen

Wenn morgens angerufen wird, dass nachmittags Besuch kommt, rühre ich diesen Gugelhupf an. Zehn Minuten, und die Form steht im Ofen. Die 500 Gramm Quark machen ihn feucht und halten ihn tagelang so, ohne dass man ihn tränken muss. Zitronenabrieb nehme ich immer von einer Bio-Zitrone, sonst schmeckt es seifig. Er passt zum Kaffee genauso wie am nächsten Morgen zum Frühstück.

Zutaten

  • 500 g Quark (Magerquark oder stichfest)
  • 200 g Zucker
  • 4 Eier (Größe M)
  • 200 g weiche Butter
  • 300 g Mehl (Type 405)
  • 16 g Backpulver (1 Päckchen)
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 2–3 EL Milch (optional, falls der Teig zu fest ist)
  • Butter und Mehl für die Form (oder Backtrennspray)
  • 50 g Puderzucker und 1–2 EL Zitronensaft für eine Glasur (optional)

Zubereitung

Gugelhupf mit 500g Quark in 10 Minuten bereit fur den Ofen – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.
  1. Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Gugelhupfform (ca. 1,5–2 l) gut einfetten und leicht bemehlen.
  2. Die weiche Butter mit dem Zucker in einer großen Schüssel 1–2 Minuten cremig rühren, bis die Masse heller wird.
  3. Die Eier nacheinander unterrühren, jeweils kurz einarbeiten, bis sie homogen eingearbeitet sind.
  4. Quark, Vanille und Zitronenabrieb dazugeben und kurz glatt rühren, nicht zu lange schlagen, damit der Teig nicht zäh wird.
  5. Mehl mit Backpulver und Salz mischen und in zwei Portionen unter den Quarkteig heben; bei zu festem Teig 2–3 EL Milch zugeben, bis die Konsistenz geschmeidig ist.
  6. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und die Oberfläche mit einem Spatel glatt streichen.
  7. Im vorgeheizten Ofen 50–60 Minuten backen. Nach etwa 45 Minuten mit einem Holzstäbchen prüfen; bleibt kein Teig haften, ist der Gugelhupf fertig. Bei zu starker Bräunung mit Alufolie abdecken.
  8. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und ca. 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig abkühlen lassen.
  9. Optional Puderzucker mit Zitronensaft zu einer Glasur verrühren und über den abgekühlten Gugelhupf geben oder einfach mit Puderzucker bestäuben.

Tipps

  • Weiche Butter lässt sich schneller und gleichmäßiger mit dem Zucker verrühren; kurz warm stellen, aber nicht schmelzen.
  • Nicht zu lange rühren, nachdem Mehl zugegeben wurde, sonst wird der Kuchen fest statt zart.
  • Sollte die Oberfläche zu schnell bräunen, die Form in den letzten 15 Minuten locker mit Alufolie abdecken.
  • Gugelhupf lässt sich gut 2–3 Tage bei Raumtemperatur in einem Tortenbehälter aufbewahren; bei längerer Lagerung kühl stellen.
  • Für eine besonders gleichmäßige Krume Eier und Quark vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur haben.

Varianten

  • Zitronen-Mohn: 2 EL Mohn in den Teig geben für nussigen Biss.
  • Schoko-Marmor: 2–3 EL Kakaopulver mit etwas Milch anrühren und ein Drittel des Teigs damit verrühren, dann marmorieren.
  • Fruchtig: 100–150 g frische Beeren oder klein gewürfelte Äpfel unter den Teig heben.
  • Leichte Variante: 100 g Butter durch 100 g Naturjoghurt ersetzen, für weniger Fett und eine etwas leichtere Textur.
  • Walnuss-Karamell: 80 g gehackte Walnüsse in den Teig und nach dem Backen mit leicht gesalzenem Karamell beträufeln.

Darauf kommt es an

Die Form entscheidet über den Erfolg. Ich pinsle sie mit weicher Butter aus und komme dabei in jede Rille, dann bemehle ich sie und klopfe das lose Mehl heraus. Nach dem Backen genau zehn Minuten warten und stürzen: Bleibt der Kuchen länger drin, schwitzt er fest und reißt beim Herauslösen ein.

Abwandlungen

  • 80 Gramm Rosinen, vorher eine Stunde in zwei Esslöffeln Rum eingeweicht, hebe ich zuletzt unter den Teig.
  • Für einen Marmorgugelhupf rühre ich in ein Drittel des Teigs zwei Esslöffel Kakao und einen Esslöffel Milch und ziehe alles mit der Gabel durch.
  • Statt Zitrone nehme ich den Abrieb einer Bio-Orange und ersetze in der Glasur den Zitronensaft durch Orangensaft.

Aufbewahren und Aufwärmen

In einer Kuchendose bleibt der Gugelhupf vier bis fünf Tage weich, die Schnittfläche lege ich dabei nach unten auf den Boden der Dose. Im Kühlschrank wird er nur fest. Eingefroren hält er drei Monate, am besten in Scheiben; die Glasur rühre ich immer erst nach dem Auftauen an.

Das werde ich oft gefragt

Magerquark oder stichfester Quark?
Beides funktioniert. Magerquark ist feuchter, dann brauchst du die zwei bis drei Esslöffel Milch meist nicht. Stichfester Quark ergibt eine etwas festere Krume, dafür gib die Milch ruhig dazu, bis der Teig schwer vom Löffel reißt.
Warum bleibt mein Gugelhupf in der Form kleben?
Fast immer, weil die Form nicht in allen Rillen gefettet war oder der Kuchen zu lange darin stand. Butter plus Mehl ist zuverlässiger als Spray allein. Löse ihn notfalls mit einem dünnen Holzspieß vorsichtig am Rand entlang.
Kann ich weniger als 200 Gramm Zucker nehmen?
Bis etwa 160 Gramm kannst du herunter, ohne dass sich viel ändert. Nimmst du noch weniger, bleibt der Kuchen blasser und die Krume wird trockener, weil der Zucker auch Feuchtigkeit hält. Die Glasur gleicht das ein Stück weit aus.
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