Geheimnis von Omas himmlischem Sahne-Kuchen
Diesen gedeckten Blechkuchen habe ich von meiner Schwiegermutter aus dem Münsterland. Bei mir kommt er im Spätsommer auf den Tisch, wenn die Kaffeetafel groß wird und frisches Obst gerade knapp ist. Das Besondere ist die Füllung: kalter Vanillepudding mit 600 ml saurer Sahne und dem Saft einer ganzen Zitrone. Dadurch schmeckt er trotz der zwei Mürbeteigplatten nicht schwer, sondern frisch und leicht säuerlich.
Zutaten
- 400 g Mehl
- 200 g Butter oder Margarine
- 150 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- 2-3 EL Milch
- 1 Ei
- 600 ml saure Sahne
- 2 Päckchen Puddingpulver
- 150 g Zucker
- 500 ml Milch
- 1 Zitrone – Schale und Saft
Zubereitung

Teig vorbereiten
Sieb das Mehl in eine große Schüssel. Schneide die Butter oder Margarine in kleine Stücke und gib sie mit einer Prise Salz und dem Ei zum Mehl. Kneten mit den Händen oder dem Knethaken, bis ein glatter Teig entsteht. Ist er noch bröselig, arbeite 2-3 Esslöffel Milch ein, sonst reißt er dir beim Ausrollen.
Wickel den Teig in Folie und leg ihn mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.
Creme zubereiten
Gib 500 ml Milch mit Zucker und Puddingpulver in einen Topf. Erhitz alles unter ständigem Rühren, bis ein dicker Pudding entsteht. Leg die Folie direkt auf die Oberfläche und lass ihn auskühlen.
Reib die Schale der Zitrone ab und press den Saft aus. Rühr den kalten Pudding mit der sauren Sahne, der Zitronenschale und dem Zitronensaft zu einer glatten Creme.
Kuchen backen
Halbier den gekühlten Teig. Roll eine Hälfte auf die Größe des Backblechs aus (ca. 20 x 30 cm). Fette und bemehle das Blech, bevor du die Teigplatte hineinlegst.
Streich die Creme gleichmäßig auf den Teigboden. Roll die zweite Teighälfte aus und leg sie als Deckel darüber.
Heiz den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vor. Back den Kuchen etwa 60 Minuten und schau zwischendurch nach ihm.
Lass den Kuchen danach vollständig auskühlen, erst dann wird die Creme fest. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und in Stücke schneiden.
Lass ihn dir schmecken – so haben wir ihn schon immer gebacken.
Mein Tipp
Der Pudding muss wirklich kalt sein, bevor die saure Sahne dazukommt, sonst wird die Creme dünn und läuft beim Backen zwischen den Teigplatten heraus. Ich rühre ihn beim Abkühlen zweimal mit dem Schneebesen glatt, damit sich keine Haut bildet. Die obere Teigplatte lege ich erst kurz vor dem Backen auf, sonst weicht sie von unten durch.
Andere Ideen
- Statt Zitrone nehme ich die Schale und den Saft einer unbehandelten Orange, dann wird die Creme milder.
- Wer es fruchtig mag, verteilt vor der Creme 300 g abgetropfte Sauerkirschen aus dem Glas auf dem unteren Teigboden.
- Für eine dunklere Variante ersetze ich 50 g vom Mehl im Teig durch Kakaopulver.
Aufheben und Einfrieren
Zugedeckt hält der Kuchen im Kühlschrank drei bis vier Tage; wegen der sauren Sahne stelle ich ihn nie warm weg. Einzelne Stücke friere ich flach auf einem Teller vor und wickle sie dann in Folie, bis zu zwei Monate. Zum Auftauen kommen sie über Nacht in den Kühlschrank, nicht in die Mikrowelle.
Häufige Fragen
- Kann ich statt saurer Sahne Schmand nehmen?
- Ja, Schmand geht. Die Creme wird dann fester und milder, weil er mehr Fett hat. Die 600 g behältst du bei. Ein zusätzlicher Esslöffel Zitronensaft schadet dabei nicht, sonst schmeckt die Füllung sehr rund und weich.
- Warum bleibt meine Füllung nach dem Backen weich?
- Der Kuchen braucht die volle Auskühlzeit. Erst wenn er komplett kalt ist, zieht der Pudding an. Schneide ihn frühestens nach drei Stunden an, besser erst am nächsten Tag direkt aus dem Kühlschrank.
- Geht das auch auf einem großen Backblech?
- Auf einem Blech von 30 x 40 cm wird der Kuchen deutlich flacher, dann reichen 45 bis 50 Minuten bei 180 Grad. Willst du dieselbe Höhe, musst du Teig und Creme um die Hälfte aufstocken.
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