Quark-Obstknödel
Wenn im Juli die ersten Zwetschgen und Aprikosen auf dem Markt liegen, mache ich diese Knödel. Der Teig kommt bei mir ohne Kartoffeln aus: Quark, Grieß und Semmelbrösel halten ihn zusammen, Sanella und Puderzucker machen ihn zart. Zwei Stunden Kühlschrank braucht er, sonst zerfällt er im Wasser. Im Frühsommer nehme ich Erdbeeren, im Spätsommer kleine Pflaumen. Es gibt sie bei uns als Hauptgericht am Abend, für vier Esser reicht die Menge gut.
Zutatenliste
- 2 Eier (Größe M)
- 120 + 200 g Semmelbrösel
- 1 Prise Jodsalz
- 250 g Speisequark (20% Fett i.Tr.)
- 1/2 TL abgeriebene Zitronenschale
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 30 g Grieß
- 30 g Puderzucker
- 30 + 55 g SANELLA
- 4 EL Zucker
Zubereitung

Schritt 1: Quarkteig vorbereiten
Für den Quarkteig 30 g zimmerwarme Sanella, 30 g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz und ½ TL Zitronenschale mit dem elektrischen Handrührer schaumig rühren. 250 g Quark, 2 Eier, 30 g Grieß und 120 g Semmelbrösel hinzufügen und kurz aber gründlich untermengen. Den Teig mit den Händen zusammenkneten, in Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Schritt 2: Obst vorbereiten
Obst deiner Wahl gründlich waschen und abtrocknen.
Schritt 3: Knödel formen
Ca. 50 bis 70 g Quarkteig (je nach Obstgröße) in bemehlten Händen flach drücken. Das Obst mittig platzieren, dann mit Teig umhüllen und zu Knödeln formen. Die Knödel auf ein leicht bemehltes Schneidebrett legen.
Schritt 4: Knödel kochen
In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Knödel vorsichtig einlegen. In leicht wallendem Wasser etwa 10 Minuten kochen. Am Ende der Kochzeit sollten die Knödel an der Oberfläche schwimmen. Mit einem Schöpflöffel aus dem Wasser nehmen und in den gerösteten Bröseln wälzen.
Schritt 5: Brösel zubereiten
Für die Brösel 55 g Sanella in einer Pfanne erhitzen, 200 g Semmelbrösel und 4 EL Zucker hinzufügen und goldbraun anrösten. Die fertigen Knödel in den Bröseln wälzen und nach Belieben mit Puderzucker bestreuen.
Tipps zur Variation
Der Quarkteig reicht für ca. 13 Aprikosen, Zwetschgen oder Pfirsiche bzw. ca. 18 Erdbeeren. Die Kerne von Steinfrüchten können nach Belieben durch jeweils 1/2 Stück Würfelzucker ersetzt werden, um eine süßere Füllung zu erhalten.
Mein Tipp
Das Wasser darf nur leicht wallen, nicht sprudelnd kochen, sonst platzen die Knödel auf und der Quarkteig löst sich in Fetzen. Und röste die 200 g Semmelbrösel mit der Sanella, bevor du die Knödel einlegst: Gekochte Knödel warten nicht, sie müssen sofort in die warmen Brösel, sonst wird ihre Haut klebrig.
Andere Ideen
- Statt Zwetschgen nehme ich halbierte, entsteinte Aprikosen, sie brauchen dieselben 10 Minuten im Wasser.
- Ein kleiner Würfel Marzipan zusätzlich zum Obst in der Mitte passt gut zu Pflaumen.
- Die gerösteten Brösel mit 1 TL Zimt oder 2 EL gemahlenen Haselnüssen mischen.
Aufheben und Einfrieren
Gekochte Knödel halten zugedeckt zwei Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen legst du sie 5 Minuten in leicht siedendes Wasser oder 8 Minuten bei 150 °C in den Ofen, danach erst in frisch geröstete Brösel wälzen. Roh geformt friere ich sie auf einem Brett vor und koche sie gefroren 14 Minuten.
Häufige Fragen
- Kann ich statt Speisequark mit 20 % Fett auch Magerquark nehmen?
- Ja, aber lass ihn vorher eine Stunde in einem Sieb abtropfen. Magerquark bringt mehr Molke mit, der Teig wird sonst zu weich und du brauchst 20 bis 30 g mehr Semmelbrösel, bis er sich formen lässt.
- Warum zerfallen meine Knödel im Kochwasser?
- Meist hat der Teig zu kurz gekühlt oder das Wasser kocht zu stark. Zwei Stunden Kühlschrank sind das Minimum, und das Wasser soll nur leicht wallen. Mach zur Sicherheit einen Probeknödel, bevor du alle einlegst.
- Geht der Teig auch ohne die 30 g Grieß?
- Er hält dann schlechter. Der Grieß quillt in den zwei Stunden nach und bindet die Restfeuchte des Quarks. Ohne Grieß musst du die Semmelbrösel auf etwa 160 g erhöhen, dann werden die Knödel allerdings etwas fester.
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