Käsekuchen mit Zimt ever mit 250g Magerquark
Für diesen Käsekuchen mit Zimt brauchst du 250 g Magerquark. Ich zeige dir, wie die Füllung fein und cremig wird, bei welcher Hitze der Kuchen backen soll und wie lange er danach ruhen muss. Am Ende steht ein cremiger, zart gewürzter Käsekuchen auf einem knusprigen Boden – und der gelingt dir in deiner Küche genauso gut wie in einer Backstube.
Was dieses Rezept besonders macht
Die Füllung ist dicht und cremig, dazu kommen Zimt und ein wenig Zitronenschale. Fest soll sie sein, aber nicht gummiartig; die Speisestärke und die niedrige Backtemperatur sorgen dafür, dass der Kuchen nicht reißt und nicht austrocknet. Der Keksboden gibt den knusprigen Gegenpart und schmeckt schön buttrig – genau das braucht der milde Quark.
Zutaten
Für das Gericht:
- 250 g Magerquark
- 150 g Butterkekse (zerkrümelt, etwa 1–2 mm Körnung)
- 70 g Butter, geschmolzen
- 2 Eier, Größe M, Zimmertemperatur
- 80 g Zucker
- 1 TL gemahlener Zimt (ca. 2 g)
- 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote
- 1 EL Zitronenschale (fein gerieben, unbehandelt)
- 60 ml Schlagsahne (alternativ 60 ml Milch für weniger Fett)
- 20 g Speisestärke (Maisstärke)
- Prise Salz
- Butter für die Form (oder Backpapier)
Zum Verfeinern
- Optional: 100 g Himbeeren frisch oder aufgetaut, leicht gezuckert, bringen eine schöne Säure dazu; nötig sind sie nicht.
So bereite ich es zu

Schritt 1:
Ich heize den Backofen auf 160 °C Umluft vor. Eine Springform Ø 20 cm fette ich leicht ein und lege den Boden, wenn ich mag, mit Backpapier aus. Für den Boden mahle ich 150 g Butterkekse fein und mische sie mit 70 g geschmolzener Butter, bis eine gleichmäßige, formbare Masse entsteht. Die drücke ich fest in die Form und stelle sie 10 Minuten in den Kühlschrank, damit sie fest wird.
Schritt 2:
Ich siebe 20 g Speisestärke in eine Schüssel und gebe 250 g Magerquark, 80 g Zucker, 2 Eier, 60 ml Schlagsahne, 1 TL Vanilleextrakt, 1 TL Zimt, die Zitronenschale und eine Prise Salz dazu. Mit dem Schneebesen oder auf kleiner Stufe rühre ich nur so lange, bis alles glatt ist – schlägst du zu viel Luft hinein, reißt der Kuchen später. Die Masse soll seidig und ohne Klümpchen sein, aber nicht schaumig.
Schritt 3:
Ich fülle die Masse auf den gekühlten Boden und streiche sie mit der Winkelpalette glatt. Beim Backen werden Quark und Ei langsam fest, und die Stärke bindet die Feuchtigkeit. Zuerst sieht die Oberfläche matt aus, gegen Ende bekommt sie einen leichten Glanz; der Rand löst sich ein wenig von der Form, und die Mitte wackelt noch sanft.
Schritt 4:
Ich backe den Kuchen bei 160 °C Umluft für 50 Minuten. Der Rand ist dann fest, die Mitte wackelt noch weich wie ein Pudding. Bräunt die Oberfläche zu schnell, gehe ich kurz auf 150 °C herunter und lege locker Alufolie darüber. Ein gutes Zeichen: In der Mitte wackelt nur noch ein Fleck von höchstens 1–2 cm Durchmesser.
Schritt 5:
Ich schalte den Ofen aus und lasse den Kuchen bei leicht geöffneter Tür 15 Minuten stehen, damit er nicht zu schnell abkühlt. Dann nehme ich ihn heraus und lasse ihn auf einem Gitter ganz auf Raumtemperatur kommen. Für saubere Stücke stell ihn danach mindestens 2 Stunden kalt, besser 3 Stunden. Vor dem Servieren streue ich noch etwas Zimt darüber oder lege frische Beeren dazu, das bringt Säure ins Spiel.
Worauf es ankommt
- Temperatur: Back bei 160 °C Umluft, dann kommt die Hitze überall gleich an; bei Ober-/Unterhitze nimm 175 °C.
- Nicht zu viel Luft: Rühr die Füllung nur glatt, nicht schaumig.
- Saubere Stücke: Nimm ein warmes, feuchtes Messer und wisch es zwischen den Schnitten ab.
- Zum Austauschen: Statt Schlagsahne kannst du 60 ml fettarme Milch nehmen, dann wird der Kuchen etwas weniger cremig.
Was du ersetzen kannst
- Für mehr Fülle: 200 g Doppelrahmfrischkäse statt des reinen Magerquarks; das macht ihn fetter und cremiger.
- Laktosefrei: laktosefreier Quark und pflanzliche Sahne; die Textur bleibt ähnlich, der Geschmack wird etwas flacher.
- Glutenfrei: glutenfreie Kekse für den Boden; die krümeln anders, deshalb brauchst du eventuell 5–10 g mehr Butter zum Binden.
- Weniger Zucker: Bis zu 30 % kannst du weglassen; dann pass auf die Säure auf und nimm etwas mehr Zitronenzeste.
Andere Ideen
- Karamellisierter Boden: Die Butterkekse kurz mit etwas Zucker in der Pfanne karamellisieren, das gibt kräftigere Röstnoten.
- Orange-Zimt: Statt Zitronenschale Orangenschale nehmen, das schmeckt warm und fruchtig.
- Schoko-Marmor: 10 g Kakaopulver in 1/4 der Füllung rühren und marmorieren.
- Getränkt: Dünn mit Rum- oder Vanillesirup beträufeln, dann wird der Kuchen feuchter und kräftiger.
- Vegan: Quark durch Seidentofu und pflanzlichen Joghurt ersetzen und mit etwas mehr Stärke binden; wird leichter und weniger säuerlich.
Fragen, die mir oft gestellt werden
- Geht das auch als Meal Prep?
- Ja. Lass den Kuchen ganz auskühlen und stell ihn dann abgedeckt bis zu 48 Stunden in den Kühlschrank. Am besten schmeckt er kühl, aber nicht eiskalt.
- Reicht das Rezept auch für eine größere Runde?
- Ja, mit einer größeren Form (Ø 26–28 cm) und einer angepassten Backzeit von 60–70 Minuten. Mehr Masse braucht länger und lieber sanftere Hitze.
- Lässt sich die Butter austauschen?
- Ja, nur vom Butteraroma geht dabei etwas verloren. Nimm etwa ¾ der Menge an neutralem Pflanzenöl und gib, wenn du kannst, 5–10 g zusätzliches Fett dazu (zum Beispiel Butteraroma).
- Wie merke ich, dass ich es rausnehmen kann?
- Du siehst es: fester Rand, leicht wackelnde Mitte (höchstens 1–2 cm). Beim Antippen gibt sie sanft nach und ist nicht mehr flüssig. Ein Holzspieß in der Mitte kommt leicht feucht heraus, aber nicht nass.
- Und wenn mir eine Zutat fehlt?
- Fehlt Speisestärke: 15 g Mehl tun es auch, die Füllung wird nur ein bisschen dichter. Fehlt Zitronenschale: 1/2 TL Weißweinessig bringt die Balance zurück.
Dazu passt gut
Ich schneide den Kuchen kalt in dünne, saubere Scheiben. Frische Beeren oder eine säuerliche Fruchtsauce aus Himbeeren passen wunderbar zur cremigen Füllung. Dazu ein milder Espresso oder ein trockener Dessertwein – schön beim Brunch, zum Kaffee oder als feiner Abschluss.
Aufbewahrung
- Aufbewahren: Abgedeckt im Kühlschrank bis zu 48 Stunden.
- Aufwärmen: Mach ich nicht; wenn es sein muss, 10 Minuten bei 80 °C in den Ofen, dann geht aber Cremigkeit verloren.
- Sicherheit: Alles mit Quark gehört durchgehend in den Kühlschrank.
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