Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kuchen & Backen

Buttergebäck aus Großmutters Zeiten in 20 Minuten gemacht

Buttergebäck aus Großmutters Zeiten in 20 Minuten gemacht
Vorbereitung 12 Minuten
Ruhezeit Keine

Buttergebäck aus Großmutters Zeiten in 20 Minuten gemacht

Dieses Buttergebäck steht bei mir immer dann auf dem Blech, wenn am Nachmittag unangemeldet Besuch kommt. Der Teig braucht keine Kühlzeit und keinen Ausstecher – zwei Teelöffel reichen, um die Häufchen aufs Papier zu setzen. Mit 125 g Butter auf 200 g Mehl wird es mürbe statt hart, und nach acht bis zehn Minuten sind die Ränder gerade hellgoldgelb. Meine Enkel mögen es am liebsten mit der Zitronenschale im Teig.

Zutaten

  • Weiche Butter (125 g)
  • Feiner Zucker (80 g)
  • Ei (1, Größe M)
  • Vanilleextrakt (1 Teelöffel) oder Mark einer halben Vanilleschote
  • Weizenmehl Type 405 (200 g)
  • Backpulver (1/2 Teelöffel)
  • Salz (1 Prise)
  • Puderzucker zum Bestäuben (optional, 1–2 EL)
  • Optional: Zitronenschale von 1/2 Zitrone für Frische

Zubereitung

Buttergebäck aus Großmutters Zeiten in 20 Minuten gemacht – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.
  1. Heizen Sie den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor und legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus.
  2. Die weiche Butter mit dem Zucker in einer Schüssel 2–3 Minuten cremig rühren, bis die Masse hell und fluffig ist.
  3. Das Ei und den Vanilleextrakt zugeben und kurz einrühren, bis alles homogen verbunden ist.
  4. Mehl, Backpulver und die Prise Salz in einer separaten Schüssel kurz vermischen und dann in zwei Portionen zur Butter-Ei-Mischung geben; nur so lange rühren, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Falls angegeben, die Zitronenschale einarbeiten.
  5. Mit zwei Teelöffeln oder einem kleinen Eisportionierer walnussgroße Teighäufchen mit genügend Abstand (ca. 3 cm) auf das Backpapier setzen und die Häufchen leicht flach drücken.
  6. Im vorgeheizten Ofen 8–10 Minuten backen, bis die Ränder sehr leicht goldbraun sind; die Mitte soll noch zart wirken.
  7. Die Plätzchen 2–3 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren optional mit Puderzucker bestäuben.

Tipps

  • Verwenden Sie wirklich weiche Butter: Ist sie zu kalt, wird der Teig zäh; zu weich und die Häufchen verlaufen beim Backen.
  • Die Backzeit hängt von der Ofenhitze und der Größe der Häufchen ab — lieber kurz prüfen, damit die Plätzchen zart bleiben.
  • Mit einem Spritzer Zitronensaft oder etwas Zitronenschale bekommen die Butteraromen eine frische Note.
  • Aufbewahrung: In einer luftdichten Dose bleiben die Plätzchen 3–4 Tage frisch.
  • Häufiger Fehler vermeiden: Nicht zu lange rühren, sonst wird das Gebäck hart statt mürbe.

Varianten

  • Schokoladen-Variante: 20 g Kakaopulver zum Mehl geben und optional Schokostückchen unterheben.
  • Zimt-Zucker: Frisch aus dem Ofen noch warm mit Zimt-Zucker bestreuen für eine winterliche Note.
  • Frischkäse-Buttergebäck: 25 g der Butter durch Frischkäse ersetzen für eine leicht cremige Textur.
  • Mandelvariante: 30 g gemahlene Mandeln zum Mehl geben und ein paar gehackte Mandeln obenauf streuen.
  • Honig-Variante: 1–2 Esslöffel Zucker durch flüssigen Honig ersetzen für eine karamellige Süße (ggf. etwas Mehl anpassen).

Darauf kommt es an

Die Butter muss wirklich weich sein, sonst rührst du sie nicht hell und die Häufchen laufen später ungleichmäßig auseinander. Ich nehme sie eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank. Nach dem Mehl nur noch kurz rühren – wer weiterschlägt, bekommt zähes Gebäck. Und hol das Blech schon raus, wenn nur die Ränder Farbe haben; die Mitte festigt sich beim Abkühlen.

Abwandlungen

  • Statt Vanilleextrakt rühre ich manchmal einen Teelöffel gemahlenen Zimt und eine Messerspitze Kardamom ins Mehl, dann schmeckt das Gebäck nach Weihnachten.
  • Wer es schokoladig mag, ersetzt 20 g Mehl durch Kakaopulver und drückt vor dem Backen eine halbe Haselnuss in jedes Häufchen.
  • Für Marmeladenplätzchen drückst du mit dem Stiel eines Holzlöffels eine Mulde in jedes Häufchen und füllst nach dem Backen Johannisbeergelee hinein.

Aufbewahren und Aufwärmen

In einer gut schließenden Blechdose bleibt das Gebäck etwa zehn Tage mürbe; leg ein Stück Butterbrotpapier zwischen die Lagen. Zusammen mit einem Apfelschnitz wird es weich, das mag ich hier nicht. Eingefroren hält es drei Monate, aufgetaut braucht es nur zwanzig Minuten bei Zimmertemperatur.

Das werde ich oft gefragt

Kann ich den Teig auch ausrollen und ausstechen?
Mit 125 g Butter ist der Teig dafür zu weich. Stell ihn eine Stunde kalt, dann lässt er sich gut 5 mm dick ausrollen und ausstechen. Die Backzeit bleibt bei acht bis zehn Minuten.
Warum sind meine Plätzchen flach auseinandergelaufen?
Dann war die Butter zu warm oder das Blech noch heiß vom vorherigen Durchgang. Lass das Blech zwischen zwei Runden abkühlen und stell den Teig zehn Minuten kalt, bevor du die nächsten Häufchen setzt.
Geht das Rezept auch ohne Ei?
Ja, nimm stattdessen drei Esslöffel Milch oder Schmand. Das Gebäck wird dann etwas heller und bröseliger, hält aber gut zusammen. Die Backzeit verkürzt sich um etwa eine Minute.
Alle Rezepte: Kuchen & Backen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert